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  • Erfinderinfos RSS-Feed

    von Veröffentlicht: 31.01.2010 18:32  Seitenaufrufe: 2511 

    Idee... und was nun ?

    Merksatz: Es ist ein schleichender Übergang von der Vision zur Illusion
    Was bedeutet das? - Stellen Sie sich umfangreiche und realitische Fragen(siehe unten), übergehen Sie aber die Antworten nicht. Nähern Sie sich sachlich der Realisierung Ihres Vorhabens, aber versuchen Sie sich stets Ihre Vision bestätigen zu lassen. Das bedeutet: Es ist natürlich, dass Sie als Erfinder überzeugt von Ihrer Idee sind, aber wenn die Herstellungkosten zu hoch sind, die Zielgruppe Ihre Idee schlecht findet, oder Sie keine passenden Vertriebspartner haben, dann sollte man auch erkennen, zu welchem Zeitpunkt man nacharbeiten muss oder in Ideen keine Zeit und kein Geld mehr investieren sollte. Auch wenn einige mit guten Ideen jetzt überrascht sein werden: Aber anders als es in den Medien propagiert wird, haben die wenigsten Unternehmen auf Sie und Ihre Erfindung gewartet. Nur die aller wenigsten Erfinder haben das Glück ohne umfangreiche Vorarbeit und KnowHow zum Erfolg zu kommen. Das soll jetzt keine Motivationsbremse sein, aber Sie schon einmal auf das vorbereiten was Sie bald erleben werden.

    Tja, da war er nun der Geistesblitz mit dem alle Hoffnungen entstanden sind. Außer ein Problem gelöst zu haben könnten damit Ruhm und Reichtum in Kürze erreicht sein... So fängt sie häufig an, die Geschichte der meisten Einzelerfinder. Kurz danach laufen jedoch die meisten Geschichten schon leider in eine andere Richtung. Bitte lesen Sie sich diesen Artikel aufmerksam durch, er wird ihnen viele Fragen beantworten, Sie aber auch zu neuen Überlegungen bringen.

    Zunächst einmal die bewährte, „grobe“ Reihenfolge für den Anfang, zumindest wenn Sie sich in Eigenregie dem Thema nähern möchten:

    Kaufen Sie sich dieses Buch und arbeiten Sie Kapitel für Kapitiel durch, damit wissen Sie schon einmal mehr als 99% der restlichen Erfinder!


    1. Definieren Sie ausführlich ihre Idee bzw. Erfindung durch Beschreibung und Umschreibung. Erstellen Sie sich eine Schlagwortliste incl. möglicher Synonyme, damit Sie später entsprechend die Wörter für ihre Recherche, auch nach Firmen, Hersteller und der Konkurrenz etc. verwenden können. Formulieren Sie mögliche Schutzansprüche(Infos dazu durch die Merkblätter des DPMA) für ihre Erfindung, ermitteln Sie auch wie die Konkurrenz das Problem gelöst hat. Lassen Sie das Ergebnis wieder in ihre Überarbeitung einfließen. Dies alles sollte jedoch schon auf der Basis eines tatsächlich funktionierenden Prototypen geschehen. Eine Recherche vergleicht ihre Erfindung mit dem Stand der Technik. Es bringt Ihnen somit nichts, wenn Sie nur 30% ihrer Erfindung fertig haben und recherchieren. Außer natürlich es erfolgt eine weitere Recherche wenn ihre Erfindung incl. der möglichen Schutzrechte zu 100 % ausgearbeitet ist. Denn das was Sie letztendlich anmelden, ist das was dem Stand der Technik gegenüber Neu sein muss. Bedeutet: Jeder neue Erkenntnis aus einer Recherche etc. muss wieder in die weitere Realisierung und Umsetzung Ihrer Erfindung einfließen.

    2. Führen Sie die notwendigen Recherchen(Neuheitsrecherche zum Stand der Technik) durch, ermitteln Sie auch während der Recherche mögliche Hersteller oder Lizenznehmer. Ermitteln Sie vorab die IPC-Klassen die für ihre Erfindung relevant sind, das beschleunigt die Recherche. Übrigens, eine Patentrecherche können Sie auch in einem der vielen Patentnformationszentren durchführen(Liste gibts beim Deutsches Patent und Markenamt). Die Mitarbeiter vor Ort sind ihnen in der Regel auch dabei behilflich. Wenn Sie dann später darin fit sind, können Sie natürlich auch ihre Recherche im Internet durchführen. Recherchieren Sie in den Datenbanken in deren Wirtschaftsregionen(BRD, EU, US, Welt) Sie aktiv werden wollen, oder dort wo mögliche Hersteller(Asien, Türkei etc.) sind.

    3. Lassen Sie das Ergebnis ihrer Recherche in ihre Planung bzw. Überarbeitung einfließen.

    4. Bauen Sie "wenn möglich" einen funktionierenden Prototyp der ihnen Gewissheit über die Funktion gibt, jedoch auch dafür sorgen soll mögliche Interessenten und Lizenznehmer zu überzeugen. Weitere Infos dazu im Forum "Prototyp" von das-erfinderforum.de. Je besser Ihr Prototyp aussieht und funktioniert, um so höher sind Ihre Chancen beim Erstkontakt mit einem Unternehmen oder den Verantwortlichen aus dem Vertrieb bzw. der Geschäftsführung. Was Sie nicht bauen können, lassen Sie sich bauen oder auch professionell Visualisieren.
    Merksatz: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!


    5. Erarbeiten Sie einen ausführlichen Projektplan(Vorgangsplanung), der ihnen als Richtschnur dient und eine Koordination aller Vorgänge in Abhängigkeit von Ressourcen, Zeit und Geld ermöglicht. Erstellen Sie sich für den Anfang als Zielformatierung entsprechende Check- und ToDoListen. Ganz wichtig, die Prioritätsfristen der Anmeldung sind oftmals das Maß der Dinge als zeitliche Rahmenvorgabe. Wenn Sie z.B. ein Patent in Deutschland anmelden, können Sie während der Ihnen durch die Anmeldung zugestandenen Priorität auch später noch eine Anmeldung in der EU oder in weiteren Nationen durchführen. Wenn Sie diese Zeit verstreichen lassen, haben Sie dazu später KEINE Möglichkeit mehr. Ein Schutzrecht nur für Deutschland wird für viele Unternehmen zunehmend uninteressanter.

    6. Auch wenn es schwierig ist, ohne ihre Erfindung vorher(vor der Anmeldung eines Schutzrechts) zu veröffentlichen bzw. bekannt zu machen, sollten Sie dennoch genau jetzt klären:

    • Selbst herstellen, oder herstellen lassen(Eigenkapital>Fremdkapital>Kooperationspartner) ?
    • Wo kann ihre Erfindung hergestellt werden(am besten in Ländern in denen Sie Schutzrechte haben, oder aber verteilt produzieren lassen) ?
    • Zu welchen Kosten ist das möglich(Mindestens 10 Angebote einholen) ?
    • Ist es ohne weiteres überhaupt möglich ihre Erfindung zu produzieren(Hohe Werkzeugkosten oder schwierige Materialien sind ungünstig) ?
    • Selbstfinanzierung oder Fremdfinanzierung ? (Business-Plan erstellen)
    • Wer ist überhaupt ein möglicher Endkunde oder Lizenznehmer(Wer wird Ihre Artikel kaufen?; Warum soll man ihre Artikel kaufen?; Über welchen Vertriebsweg erreiche Sie Ihre Kunden?;Welche Firmen haben ähnliche Erfindungen?;Wer besitzt dort auch Schutzrechte?) ?
    • Wie kommen Sie an die Endkunden, oder wie kommen Sie an mögliche Lizenznehmer(Ausführliche Recherchen und Analysen durchführen oder beauftragen) ?
    • Können Sie auch dem Großhandel oder Fachhandel genug Marge bieten(Beispiel: Je nach Artikel benötigt der Fachhandel eine gewisse Marge, so z.B. den Faktor 1,8 auf den Brutto-VK. Dieses bedeutet Brutto-VK : 1,8 = Netto-EK für den Fachhändler. Großhändler ertwarten entsprechend mehr Marge, teilweise der Faktor 2,2 bis 3,5) ?
    • Wollen Sie als Direktvermarkter auftreten ?
    • Welche Kosten, Zeiten und Aufwendungen kommen im Fall der Umsetzung auf Sie zu ?
    • Haben Sie überhaupt das Wissen, Geld und die Zeit dazu ?

    Generell dürfen Sie natürlich vor einer Schutzrechtanmeldung ihre Erfindung weder veröffentlichen, noch Details dazu bekannt geben. Dennoch lassen sich bereits im Vorfeld Preise kalkulieren und die notwendigen Vorgänge ermitteln, im Zweifelsfall sollten Sie einen Geheimhaltungsvertrag abschließen oder über eine notarielle Hinterlegung nachdenken, bzw. eine provisorische Patentanmeldung einreichen. Wichtig ist, nach einer Schutzrechtanmeldung läuft die Prioritätsfrist(je nach Schutzrecht, Strategie und Land 6 bzw. 12 Monate). Innerhalb dieser Zeit können Sie Ihre Schutzrechte noch in vielen Ländern der Erde anmelden und ausweiten. Wenn diese Zeit jedoch verstrichen ist, ist der Zug abgefahren. Ein Schutzrecht alleine in Deutschland besitzt zunehmend eine immer geringere Wertigkeit, da die meisten Unternehmen EU-/ od. weltweit Tätig sind.

    Wenn Sie diesen Punkt vorab nicht klären, bzw. die meisten Fragen nicht beantworten können, dann können Sie sich bereits im Vorfeld eine Schutzrechtanmeldung und die damit verbundenen Kosten sparen. Denn ohne die Klärung bzw. Beantwortung dieser Fragen haben Sie fast "KEINE" reelle Chance darauf ihre Erfindung erfolgreich zu vermarkten. Viele Erfinder haben de facto keinen Erfolg verdient, da Sie sich nur sehr oberflächlich mit der Gesamtheit des Vorgangs beschäftigen. Entweder Sie sind bereit sich mühevoll ins Thema einzuarbeiten, Sie beauftragen externe Hilfe dafür oder Sie hängen Ihre Idee wieder an den Nagel.

    Eine spätere Vermarktung ohne Schutzrecht ist natürlich kaum möglich, leider jedoch neigen in Deutschland generell die Erfinder dazu sich zu früh für ein Schutzrecht zu entscheiden, begründet dadurch, dass die meisten so genannten "Erfinderberatungen" die von Handwerkskammern und IHKs angeboten werden im Regelfall durch ortsansässige Patent-/ Fachanwälte durchgeführt werden. Dieses ist im Regelfall eine Beratung mit der Thematik "Gewerbliche Schutzrechte", primär welche Unterschiede gibt es, welches Schutzrecht könnte das Richtige für mich sein ? Jedoch werden dort nicht die aus meiner Sicht gerade am Anfang notwendigen Themen: Realisierbarkeit, Herstellung und Vermarktung einer Erfindung etc. behandelt. Parallel ist es auch beispielsweise Patentanwälten untersagt im Bereich der Patentverwertung aktiv zu sein. Die Nutzung der möglichen Prioritätsfrist vergeht wie im Fluge, aber alle Themen die Sie klären müssen sind in der Regel sehr, sehr zeitaufwändig. Das bedeutet: Umso mehr Sie im Vorfeld Wissen, umso höher sind Ihre Chancen auf Erfolg. Sie müssen das große Ganze kennen, damit Sie in kleinen Schritten zum Ziel gelangen.

    Leider wissen das im Vorfeld die meisten Erfinder nicht, da es so gut wie keine "wirklichen" Erfinderberatungen in diesem Land gibt, die mit dem Erfinder zusammen im Vorfeld die oben genannten Punkte besprechen und klären und zwar bevor die erste Fehlinvestition stattfindet oder die Illusion entsteht mit einem Schutzrecht in der Hand geht der Rest von selbst. Entsprechend ist es auch nicht verwunderlich, dass von den 60.000 Schutzrechten die im letzten Jahr beim DPMA angemeldet wurden, es nur 3-4% schaffen werden, als gewinnbringendes Produkt auf den Markt zu kommen. Denn die meisten Erfindungen scheitern nicht daran, dass es dafür kein Schutzrecht gegeben hätte, sondern daran dass die oben genannten Punkte im Vorfeld nicht geklärt wurden. Das bedeutet nicht, dass ein Patent-/ Fachanwalt im Regelfall nicht notwendig ist, es bedeutet jedoch dass im Regelfall vor dieser "Schutzrechtberatung" eine tatsächliche Erfinderberatung stattfinden sollte, oder man in Eigenregie die oben genannten Punkte klären muss. Schutzrechte sind der wichtigste Teil im Puzzle, aber die anderen Teile sind genau so wichtig. Das bedeutet: Wer sich nicht frühzeitig um Herstellung, Vermarktung, Finanzierung etc. kümmert, der ist ebenso chancenlos wie ohne eine Schutzrecht oder Monopol.

    7. Zur Schaffung eines Monopols ist es in der Regel dann später notwendig ein Schutzrecht(-e) anzumelden, berücksichtigen Sie im Zeitplan hierbei die Prioritätsfristen. Versuchen Sie z.B. bei der Vergabe einer Generallizenz den Lizenznehmer die weiteren Anmeldungen und Schutzrechterweiterungen vornehmen zu lassen. Beim Eigenvertrieb versuchen Sie vorab entsprechende Vermarktungsziele im Inland zu erreichen, bevor Sie eine weltweite Anmeldung vornehmen. Besprechen Sie in dieser Situation ihr Vorhaben mit einem Patent-/ Fachanwalt.

    8. Erstellen Sie Werbeunterlagen für ihre Erfindung. Diese sollten gestaltet sein wie ein Produktprospekt, oder wenn möglich auch als Präsentation mit entsprechender Animation und Video zur Beschreibung ihrer Erfindung. Sie möchten immerhin ein gewinnbringendes Produkt an den Mann bzw. die Frau bringen und keine halb funktionierende Erfindung die keinen interessiert. Erklären und zeigen Sie, was an Ihrem Produkt so toll ist und warum es für jeden einen Gewinn darstellt. Denken Sie daran, dass Personen wie Vorstände, Geschäftsführer, Einkäufer und Verkäufer konkrete Fakten zur Entscheidung benötigen. Sie müssen diesen Personen gegenüber keine Erfindung, sondern ein verwendbares/ kaufbares Produkt darstellen. Dieses incl. Preis und Lieferbarkeit etc. Senden Sie diesen Personen keine Patentunterlagen oder technische Beschreibungen, sondern versuchen Sie zuerst das Interesse zu wecken, bevor Sie mit den Experten vor Ort ins Detail gehen. Rufen Sie am besten bei der Firma direkt an, um einen persönlichen Kontakt herzustellen.

    Auf der Internetseite der "Borstenlosen WC-Bürste" können Sie sehen, wie eine gut aufbereitete Erfindung präsentiert werden sollte. Dann hierzu noch eine kleine Berichterstattung auf Pro7:
    Videoclip auf Pro7 Galileo - Hightech Bürste http://www.prosieben.de/tv/galileo/v...ste-1.2890866/ - Ein Beispiel für einen Produktflyer, so z.B. für ein Mailing finden Sie unter: "Milli-grip - Die Revolution des Rollgabelschlüssels

    Bitte lesen Sie dazu auch den Thread "Was waren eure größten Fehler als Erfinder ?" in Das-Erfinderforum.de.

    9. Starten Sie eine Mailingaktion an alle potenziellen Firmen bzw. Kunden. Wenn es ihr Budget zulässt, sollten Sie auch darüber nachdenken entsprechende Messen und Ausstellungen zu besuchen. Nutzen Sie auch die Möglichkeit der Pressearbeit, durch den mittlerweile kostengünstigen Versand Ihrer PR-Meldung über das Internet.

    10. Schließen Sie einen Lizenz-/ Kaufvertrag ab, um auch die ihnen zustehenden Früchte zu Ernten. Infos dazu im Forum Kostenlose Software und Tipps für Erfinder.

    11. Wichtig: "Schaffen Sie sich ein Monopol für Ihre Erfindung". Zur erfolgreichen Vermarktung benötigt man ein verwertbares Monopol an einer Sache. Das bedeutet, wenn man nicht gerade die CocaCola Rezeptur im Schrank hat, benötigt man entweder ein gewerbliches Schutzrecht oder Irgendetwas, was zwingend notwendig ist zur Umsetzung und Nutzung der Erfindung. Anonsten gibt es keinen Grund dafür, warum Ihnen einer dafür etwas zahlen sollte. Eine Idee ohne Monopolstellung ist somit nicht wirklich etwas wert.

    12. Wenn Sie es bis hier hin geschafft haben, haben Sie eine erste reale Basis geschaffen.

    Wenn Sie professionelle Unterstützung benötigen, empfehlen wir Ihnen unsere IDEENANALYSE. Die optimale Bewertung und Analyse für Ihre Idee. Durch den umfangreichen Ergebnisbericht und unsere Empfehlungen, besitzen Sie beste Voraussetzungen zur Realisierung Ihres Vorhabens. Vor allem besitzen Sie im Anschluss eine objektive und gesamtheitliche Betrachtung aller Bereiche die relevant sind auf dem Weg von der Idee zum Produkt.

    Ich wünsche ihnen viel Glück und Erfolg bei der Umsetzung,


    Thomas Moos


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