Thomas Moos
21.09.2006, 02:56
20. September 2006 Nr. 9
Ingenieure und Erfinder sind Wachstumsmotor
AMB 2006 feierlich eröffnet: Werkzeugmaschinen-Branche ist Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft
„Die Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung AMB fällt in einen Zeitraum, der wirtschaftlich sehr positiv ist – neben steigender Auslandsnachfrage, setzen auch ausländische Investoren wieder stärker auf den Standort Deutschland“, stellte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dagmar Wöhrl, in ihrer Rede zur feierlichen Eröffnung der AMB 2006 am Dienstagabend auf dem Stuttgarter Killesberg fest. Die Leitmesse AMB, auf der vom 19. bis 23. September führende Branchen des Maschinenbau, Fahrzeugbau, Elektrotechnik und Herstellung von Metallerzeugnissen vertreten seien, habe sie heute tief beeindruckt, die Stimmung sei sehr gut. Angesichts der erwarteten 50.000 Fachbesucher aus insgesamt 60 Ländern, prognostizierte Wöhrl der AMB: „Ich bin überzeugt, dass die Zahlen noch bei weitem übertroffen werden.“
Bei 10 Prozent Wachstum in der Branche und einem Anteil von 25 Prozent an der Weltproduktion, dürfe man stolz sein“, führte Wöhrl weiter aus. Die Vorzeigebranche der deutschen Wirtschaft – der Maschinenbau – sei vorwiegend mittelständisch geprägt und es gelte nun diese Potenziale der mittelständischen Unternehmen voll zu nutzen. Die Unternehmen seien hierbei besonders gefordert, mit neuen Ideen und Produkten die Chancen auf ein nachhaltig höheres Wachstum zu verbessern. „Wir sind kein Land der Ressourcen, wir haben unsere Köpfe und alles gelingt nur, wenn wir weiterhin Erfinder bleiben“, so Wöhrl nachdrücklich in ihrer Rede, die sie stellvertretend für den angekündigten Bundeswirtschaftsminister Michael Glos auf der diesjährigen AMB hielt.
„Unsere Unternehmen werden ihre hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit jedoch nur dann halten und ausbauen können, wenn Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation im Mittelpunkt stehen“, so Staatssekretärin Wöhrl. Die Bundesregierung habe deshalb mit der neuen High-Tech-Strategie 6 Milliarden Euro in die Hand genommen, um das Ziel von 3 Prozent zu erreichen. Gemäß dieser Strategie sollen bis zum Jahr 2010 bundesweit die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mindestens 3 Prozent des Bruttosozialproduktes ausmachen. Baden-Württemberg kann hier bereits ein großes Plus verzeichnen, so liegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Baden-Württemberg bereits bei 4 Prozent – also über der bundesweiten Zielmarke. Auch für den innovativen Mittelstand soll es zusätzliche Zuschüsse in Höhe von 1 Milliarde Euro geben. Dank dieser Vielzahl von Maßnahmen, die seitens der Bundesregierung auf den Weg gebracht wurden, konstatierte Wöhrl: „Ich bin der festen Überzeugung, dass aus dem derzeitigen konjunkturellen Aufschwung in Deutschland ein nachhaltiger Aufschwung werden wird.“
Weniger positiv sehen die Zahlen im Ausbildungssektor aus: „Derzeit fehlen allein in Deutschland 15.000 Ingenieure“, beklagte Wöhrl. Nach ihrer Einschätzung liege dies unter anderem an der mangelnden Orientierung des Studienangebotes am Arbeitsmarkt. Für den baden-württembergischen Wirtschaftsminister Ernst Pfister sind die fehlenden, hochqualifizierten Arbeitskräfte die größte Wachstumsbremse in der Wirtschaft. Deshalb müsse man schon im Kindergarten beginnen, junge Menschen für Technik zu begeistern. „Denn nur mit einer technischen Elite sind wir in der Lage, die Zukunft zu meistern“, so Pfister nachdrücklich.
Erfindungsgeist und Ideenreichtum hat seinen festen Platz im Ländle und so sollte es nach Ansicht von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster auch bleiben: „Gott sei Dank gab es Vorfahren wie Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach und Robert Bosch, die sich etwas einfallen ließen. So konnte Stuttgart zu einem Motor für Wachstum und Innovation werden,“ betonte Schuster stolz. Und: Bis heute ist Stuttgart die Region geblieben, in der die meisten Erfindungen gemacht werden, europaweit betrachtet, sogar die zweitgrößte Zahl an Patenten angemeldet werden. “Wir sind Dank der Technologie nach oben gekommen und werden Dank der Technologie oben bleiben,“ so Schuster. Um diesen Aufwärtstrend in einer global orientierten Gesellschaft zu forcieren und die hohe Qualität im Bildungswesen sowie die Zukunft der Kinder nachhaltig zu sichern, setzen die Stuttgarter Stadtväter auf ein spezifisches Bildungskonzept, in dem unter anderem Programme wie „Einstein in der Kita“ oder die Einrichtung eines Science-Zentrums, bei Kindern das Interesse für Erfindungen und deren Technik wecken sollen.
„Das eigentliche Engineering ist die Schlüsseltechnologie – das hat sehr viel mit Ausbildung zu tun und der Effizienz der Ingenieurwissenschaften,“ so Prof. Dr.-Ing. Engelbert Westkämper, Leiter des Institutes für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) sowie des Fraunhofer-Institutes für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart. „Wie kann man aber ein Klima schaffen, indem sich Erfinder wohl fühlen? - Wir haben in diesen Bereichen eine traditionellen Bereich von Herstellern und Anwendern, wir suchen heute aber Wege, wie wir aus jedem Produkt ein Maximum an Wertschöpfung herausholen können. Wir brauchen in sämtlichen Bereichen mehr Zusammenarbeit und wir wollen auch die Jugend für die Technik begeistern,“ erläuterte Westkämper.
In Baden-Württemberg und deutschlandweit soll diesem Ansatz folgend, eine lokale Vernetzung erreicht werden, die die Synergien für die globale Wirtschaft nutzbar macht. Für die Forschung wichtige Initiativen und Impulse sind nach Angaben von Westkämper beispielweise „Manufuture Deutschland“ und „Manufuture Europa“ oder die Exzellenzinitiativen der Universitäten mit den geplanten Exzellenzzentren sowie Graduiertenschulen. Solche Graduiertenschulen sollen beispielsweise exzellenten Diplom-Ingenieuren die Möglichkeit geben, auf Spitzenniveau in einem dualen System – im Wechsel zwischen universitärer Ausbildung und Industrieeinsatz – innerhalb eines internationalen Netzwerks zu promovieren.
Dem Grundgedanken der Synergien und Vernetzung folgt die Universität Stuttgart auch auf der diesjährigen AMB. Erstmalig wird am 20. und 21. September 2006 die AMB als Plattform genutzt, um das „Fertigungstechnische Kolloquium (FTK)“ im Messe-Kongresszentrum zu veranstalten. In dem Kolloquium treten Wissenschaftler und Fachleute aus der Industrie und Forschungseinrichtungen gemeinsam an die Öffentlichkeit, um neueste Ergebnisse und Zukunftsthemen aus dem Bereich Produktionstechnik zu präsentieren. „Mit über 450 Wissenschaftlern bildet die Universität Stuttgart mit ihren angeschlossenen Instituten den größten Forschungsstandort in der Produktionstechnik und ich möchte behaupten sogar weltweit,“ betonte Prof. Westkämper abschließend.
Geöffnet ist die AMB 2006 vom 19. bis 23. September täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr, am letzten Messetag bis 17.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 18,- Euro, ermäßigt 12,- Euro, die Dauerkarte kostet 44,- Euro. Der Katalog ist ab Ende August zum Preis von 15,- Euro erhältlich unter AMB 2006 (http://www.amb-messe.de).
Die nächste AMB wird 2008 bereits auf dem neuen Messegelände stattfinden, vom 9. bis 13. September. Damit verfügt diese wachstumsstarke Messe dann auch endlich über ein adäquates Schaufenster für die Werkzeugmaschinen- und Präzisionswerkzeugindustrie.
Die Textdatei, aktuelle Messefotos und Messelogos können Sie im Internet herunterladen unter Messe Stuttgart - Mitten im Markt (http://www.messe-stuttgart.de), dann auf Presse klicken.
[Pressetext 09/2006]
Ingenieure und Erfinder sind Wachstumsmotor
AMB 2006 feierlich eröffnet: Werkzeugmaschinen-Branche ist Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft
„Die Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung AMB fällt in einen Zeitraum, der wirtschaftlich sehr positiv ist – neben steigender Auslandsnachfrage, setzen auch ausländische Investoren wieder stärker auf den Standort Deutschland“, stellte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dagmar Wöhrl, in ihrer Rede zur feierlichen Eröffnung der AMB 2006 am Dienstagabend auf dem Stuttgarter Killesberg fest. Die Leitmesse AMB, auf der vom 19. bis 23. September führende Branchen des Maschinenbau, Fahrzeugbau, Elektrotechnik und Herstellung von Metallerzeugnissen vertreten seien, habe sie heute tief beeindruckt, die Stimmung sei sehr gut. Angesichts der erwarteten 50.000 Fachbesucher aus insgesamt 60 Ländern, prognostizierte Wöhrl der AMB: „Ich bin überzeugt, dass die Zahlen noch bei weitem übertroffen werden.“
Bei 10 Prozent Wachstum in der Branche und einem Anteil von 25 Prozent an der Weltproduktion, dürfe man stolz sein“, führte Wöhrl weiter aus. Die Vorzeigebranche der deutschen Wirtschaft – der Maschinenbau – sei vorwiegend mittelständisch geprägt und es gelte nun diese Potenziale der mittelständischen Unternehmen voll zu nutzen. Die Unternehmen seien hierbei besonders gefordert, mit neuen Ideen und Produkten die Chancen auf ein nachhaltig höheres Wachstum zu verbessern. „Wir sind kein Land der Ressourcen, wir haben unsere Köpfe und alles gelingt nur, wenn wir weiterhin Erfinder bleiben“, so Wöhrl nachdrücklich in ihrer Rede, die sie stellvertretend für den angekündigten Bundeswirtschaftsminister Michael Glos auf der diesjährigen AMB hielt.
„Unsere Unternehmen werden ihre hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit jedoch nur dann halten und ausbauen können, wenn Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation im Mittelpunkt stehen“, so Staatssekretärin Wöhrl. Die Bundesregierung habe deshalb mit der neuen High-Tech-Strategie 6 Milliarden Euro in die Hand genommen, um das Ziel von 3 Prozent zu erreichen. Gemäß dieser Strategie sollen bis zum Jahr 2010 bundesweit die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mindestens 3 Prozent des Bruttosozialproduktes ausmachen. Baden-Württemberg kann hier bereits ein großes Plus verzeichnen, so liegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Baden-Württemberg bereits bei 4 Prozent – also über der bundesweiten Zielmarke. Auch für den innovativen Mittelstand soll es zusätzliche Zuschüsse in Höhe von 1 Milliarde Euro geben. Dank dieser Vielzahl von Maßnahmen, die seitens der Bundesregierung auf den Weg gebracht wurden, konstatierte Wöhrl: „Ich bin der festen Überzeugung, dass aus dem derzeitigen konjunkturellen Aufschwung in Deutschland ein nachhaltiger Aufschwung werden wird.“
Weniger positiv sehen die Zahlen im Ausbildungssektor aus: „Derzeit fehlen allein in Deutschland 15.000 Ingenieure“, beklagte Wöhrl. Nach ihrer Einschätzung liege dies unter anderem an der mangelnden Orientierung des Studienangebotes am Arbeitsmarkt. Für den baden-württembergischen Wirtschaftsminister Ernst Pfister sind die fehlenden, hochqualifizierten Arbeitskräfte die größte Wachstumsbremse in der Wirtschaft. Deshalb müsse man schon im Kindergarten beginnen, junge Menschen für Technik zu begeistern. „Denn nur mit einer technischen Elite sind wir in der Lage, die Zukunft zu meistern“, so Pfister nachdrücklich.
Erfindungsgeist und Ideenreichtum hat seinen festen Platz im Ländle und so sollte es nach Ansicht von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster auch bleiben: „Gott sei Dank gab es Vorfahren wie Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach und Robert Bosch, die sich etwas einfallen ließen. So konnte Stuttgart zu einem Motor für Wachstum und Innovation werden,“ betonte Schuster stolz. Und: Bis heute ist Stuttgart die Region geblieben, in der die meisten Erfindungen gemacht werden, europaweit betrachtet, sogar die zweitgrößte Zahl an Patenten angemeldet werden. “Wir sind Dank der Technologie nach oben gekommen und werden Dank der Technologie oben bleiben,“ so Schuster. Um diesen Aufwärtstrend in einer global orientierten Gesellschaft zu forcieren und die hohe Qualität im Bildungswesen sowie die Zukunft der Kinder nachhaltig zu sichern, setzen die Stuttgarter Stadtväter auf ein spezifisches Bildungskonzept, in dem unter anderem Programme wie „Einstein in der Kita“ oder die Einrichtung eines Science-Zentrums, bei Kindern das Interesse für Erfindungen und deren Technik wecken sollen.
„Das eigentliche Engineering ist die Schlüsseltechnologie – das hat sehr viel mit Ausbildung zu tun und der Effizienz der Ingenieurwissenschaften,“ so Prof. Dr.-Ing. Engelbert Westkämper, Leiter des Institutes für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) sowie des Fraunhofer-Institutes für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart. „Wie kann man aber ein Klima schaffen, indem sich Erfinder wohl fühlen? - Wir haben in diesen Bereichen eine traditionellen Bereich von Herstellern und Anwendern, wir suchen heute aber Wege, wie wir aus jedem Produkt ein Maximum an Wertschöpfung herausholen können. Wir brauchen in sämtlichen Bereichen mehr Zusammenarbeit und wir wollen auch die Jugend für die Technik begeistern,“ erläuterte Westkämper.
In Baden-Württemberg und deutschlandweit soll diesem Ansatz folgend, eine lokale Vernetzung erreicht werden, die die Synergien für die globale Wirtschaft nutzbar macht. Für die Forschung wichtige Initiativen und Impulse sind nach Angaben von Westkämper beispielweise „Manufuture Deutschland“ und „Manufuture Europa“ oder die Exzellenzinitiativen der Universitäten mit den geplanten Exzellenzzentren sowie Graduiertenschulen. Solche Graduiertenschulen sollen beispielsweise exzellenten Diplom-Ingenieuren die Möglichkeit geben, auf Spitzenniveau in einem dualen System – im Wechsel zwischen universitärer Ausbildung und Industrieeinsatz – innerhalb eines internationalen Netzwerks zu promovieren.
Dem Grundgedanken der Synergien und Vernetzung folgt die Universität Stuttgart auch auf der diesjährigen AMB. Erstmalig wird am 20. und 21. September 2006 die AMB als Plattform genutzt, um das „Fertigungstechnische Kolloquium (FTK)“ im Messe-Kongresszentrum zu veranstalten. In dem Kolloquium treten Wissenschaftler und Fachleute aus der Industrie und Forschungseinrichtungen gemeinsam an die Öffentlichkeit, um neueste Ergebnisse und Zukunftsthemen aus dem Bereich Produktionstechnik zu präsentieren. „Mit über 450 Wissenschaftlern bildet die Universität Stuttgart mit ihren angeschlossenen Instituten den größten Forschungsstandort in der Produktionstechnik und ich möchte behaupten sogar weltweit,“ betonte Prof. Westkämper abschließend.
Geöffnet ist die AMB 2006 vom 19. bis 23. September täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr, am letzten Messetag bis 17.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 18,- Euro, ermäßigt 12,- Euro, die Dauerkarte kostet 44,- Euro. Der Katalog ist ab Ende August zum Preis von 15,- Euro erhältlich unter AMB 2006 (http://www.amb-messe.de).
Die nächste AMB wird 2008 bereits auf dem neuen Messegelände stattfinden, vom 9. bis 13. September. Damit verfügt diese wachstumsstarke Messe dann auch endlich über ein adäquates Schaufenster für die Werkzeugmaschinen- und Präzisionswerkzeugindustrie.
Die Textdatei, aktuelle Messefotos und Messelogos können Sie im Internet herunterladen unter Messe Stuttgart - Mitten im Markt (http://www.messe-stuttgart.de), dann auf Presse klicken.
[Pressetext 09/2006]
