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Rainer
02.09.2006, 20:32
Hallo,

ich habe eine Idee, und wurde über folgende Seite inspiriert: Ein neues Sonnensystem - Phobos, Mond von Mars (http://www.stormloader.com/users/charon/phobos.htm) meine Frage dazu: Kann durch diese oder ähnliche Anordnung von Magneten (ob nun im Aussen- und oder Innenring eine andere Anzahl von Magneten in die Ringe gesetzt werden soll, soll erst einmal nicht wichtig sein, auch die Anordungen wären vorerst nicht so wichtig) der Innenring durch den Aussenring angetrieben werden oder umgekehrt? Und dann, wenn der Innenring, z.B ähnlich wie die Magnet Schwebebahn, über Magnetkraft oberhalb des Boden gehalten werden kann, um eine möglichst kleine Reibung zu erhalten?

Ich glaube, weiss es aber nicht genau, das man den Pol eines Magneten isolieren oder extrem abschwächen kann durch Ummantelung mit anderen Mineralien, stimmt das?

http://www.inthewild-media.de/pm/2.jpg

Beschreibung:

1= Unbeweglicher Aussenring
2= Beweglicher Innenring
3= Süd- oder Norpole eines Magneten
4= Süd- oder Nordpole eines Magneten

Ob es nun besser ist, das der Innenring unbeweglich und der Aussenring beweglich ist, soll erst einmal nicht störend sein, ist erst einmal nur ein sehr simples Beispiel.

Was denk Ihr darüber? Bitte nicht denken das ich nun durchdrehe, es interessiert mich aber. Kann eine solche Konstruktion sich ewig bewegen ohne jemals stehen zu bleiben?

Leider bin ich nicht so der Bastler, aber mir fallen da mindestens 10 verschiedene Baureihen ein, mit denen man experimentieren könnte/sollte. Eigentlich ist diese Konstruktion so einfach, das ich eher glaube, das bereits andere das so versucht haben und scheiterten. Sollte es funktionieren, wäre es ein Geschenk, wenn nicht, war es zu mindestens ein Versuch Wert ;)

Ja ich weiss was passiert wenn man Ideen veröffentlicht, aber bei einer solchen Sache, die, wenn es funktioniert, wichtig wäre, verzichte ich auf Monopolrechte zu Gunsten der Allgemeinheit :)

Die Ansicht, ist natürlich die Draufsicht des inneren. Das ganze kann man sich auch stehend wie eine Tonne vorstellen oder liegend wie ein Rohr.

Frank
04.09.2006, 08:00
Hallo Rainer,


Was denk Ihr darüber? Bitte nicht denken das ich nun durchdrehe, es interessiert mich aber. Kann eine solche Konstruktion sich ewig bewegen ohne jemals stehen zu bleiben?

"Durchdrehen" ist doch eine schöne Wortwahl bezüglich Deines Themas "drehende Magneten":D . Deine Idee ist wahrscheinlich so alt wie es das Wissen über die Magnete gibt. Ene ähnliche Idee hatte ich einmal als Kind als ich mit Lasern konfrontiert wurde. Einen Laserstrahl in einen Ring "schießen" und dann diesen ewig durch Spiegel weiterleiten. Schwupps hat man eine ewige Lichtquelle. Nur gibt es da ein paar Probleme und diese sind analog auf Deine Idee anzuwenden.
Nichts ist so perfekt, es gibt keine 100%, so das es keine 100% Abschirmung eines bipolaren Magneten geben kann, es gibt keine 100% Grenze zwischen den beiden, es gibt keine 100% vermeidbare Reibung, der luftleere Raum ist nicht 100% ohne jedes Teilchen (falls Vakuum eine Alternative gewesen wäre), es gibt Mesomen, Tachyonen usw.

Der Magnetring würde unweigerlich einen Ruhepunkt finden.

Ein anderer Vorschlag, womit man der Menschheit enorm helfen könnte, aber auch sehr große Feinde hätte. Die Effizenz der Solaranlagen erhöhen, die dümpeln teilweise im ein- bis schwach zweistelligen Prozentbereich herum.

Grüße,
Frank

Rainer
04.09.2006, 11:24
Hallo Frank,

stimmt, der Traum von „kostenloser“ Energie ist schon sehr, sehr alt. Aber das Thema fasziniert mich doch sehr, wie viele vor mir natürlich auch. Leider habe ich wohl meistens im Physikunterricht „gepennt“, sonst könnte ich mir meine Fragen selber beantworten ;)

Es schwirren so einige Varianten in meinem Kopf herum, wie man den Magnetismus für eine solche Art der Energiegewinnung nutzen könnte. Ich glaube man muss „nur“ das Magnetfeld bzw. seine Strömungen ausnutzen damit eine solche Konstruktion funktioniert. Wenn man andere Magnete oder Materialien dazu einsetzt, die Magnetströmungen zu manipulieren, denke ich wäre es möglich, den Innenring drehen zu lassen, wie aus Geisterhand ;)

Natürlich ist die Reibung ein wesentlicher Faktor um ein Maximum herauszuholen. Wenn man aber diese oder eine ähnliche Konstruktion (speziell den Innenring) per Magnetismus dazu bringen könnte sich eigenständig (!) zu bewegen (beispielsweise über ein Kugellager unter dem Innenring), wäre dies schon ein Meilenstein. Danach kann man sich Gedanken über die Reibung machen.

Beschreibung:

1= Magnetformen
2= Abschirmmaterial (z.B. Wismut (Bismut)) Bismut - Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Bismut)
3= „Leerer“ Zwischenraum
4= Raum für z.B. einen Generator bzw. Transformator (z.B. Dynamo Art)


http://www.inthewild-media.de/pm/3.jpg

Auch hier gilt erst einmal das Selbe wie oben, die Anordnung der hervorschauenden Magneten und die Anzahl dieser, wäre erst einmal nicht so wichtig. Eine versetzte Form oder weniger Magneten die hervorschauen kann von Vor- oder Nachteil sein. Womöglich darf man die Magneten auch nicht geschlossen im Kreis einsetzen. Ein (Wismut)Ring am äusseren Magneten? Auslässe an den Magnetringen? Was würde ich jetzt für ein gut ausgestattetes Versuchslabor geben :)

Und dazu dann noch dies: Erfinderaktivitäten (http://www.dpma.de/veroeffentlichungen/jahresbericht98/ea/seite3.html)

Zitat:


Die Erfolgsaussichten solcher Vorhaben sind jedoch wegen der eingangs erwähnten engen Verknüfung der Erhaltungssätze mit einleuchtenden Eigenschaften der dem Naturgeschehen zugrundeliegenden Raum-Zeit äußerst gering.

Gering, nicht unmöglich! ;)


Der Magnetring würde unweigerlich einen Ruhepunkt finden.

Würde er dies wirklich? Hast Du dazu evtl. Sourcen?

Frank
04.09.2006, 21:20
Hallo Rainer,


Es schwirren so einige Varianten in meinem Kopf herum, wie man den Magnetismus für eine solche Art der Energiegewinnung nutzen könnte. Ich glaube man muss „nur“ das Magnetfeld bzw. seine Strömungen ausnutzen damit eine solche Konstruktion funktioniert.

Ich habe jetzt wirklich kein Beispiel an der Hand, aber Ideen wie diese (mit Magneten und ewig drehend) sind mir schon begegnet und auch schon welche in meinem eigenen Kopf*g

Ich finde es aber auch nicht schlecht, dass Du diese Idee der Menscheit zur Verfügung gestellt hättest (ich hätte aber einen Vorschlag zur wirtschaftlichen Güte, ganz einfach 1 Euro pro Lizenz, das kann sich jeder leisten und bei 6 Mrd Menschen wäre das noch immer genug! Ganz Afrika könnte man sogar mit 50 Cent bedenken und wäre imme rnoch sehr, sehr glücklich, könnte sogar in weitere Projekte investieren usw. Da sieht man mal wieder die Macht der Masse.


Wenn man andere Magnete oder Materialien dazu einsetzt, die Magnetströmungen zu manipulieren, denke ich wäre es möglich, den Innenring drehen zu lassen, wie aus Geisterhand

Das Problem besteht auch noch auf einer anderen Seite, wie willst Du die kinetische Energie in nutzbare elektrische Energie umwandeln? Du müsstest ja irgendwie einen Dynamo betreiben oder die erzeugte kinetische Energie ohne Berührung" (um keine Reibung zu Erzeugen) abgreifen" können. Also gleich ein neues Problem.

Jetzt eine Idee dazu, die eines Science Ficton Romanes würdig wäre: Man müsste den Erdmgnetismus dafür nutzen können, oder die Gravitation, oder beides gleichzeitig! Oder Die Gravitation zwischen Mond und Erde... irgendeine Energiequelle die eine recht lange Zeit zur Verfügung stehtund dabei noch üppig vorhanden ist.

Es läuft alles auf das Perpetuum Mobile hinaus und soweit ich mich erinnern kann, hast Du "kürzlich" erst selbst einen Link dazu hier gepostet :D


Natürlich ist die Reibung ein wesentlicher Faktor um ein Maximum herauszuholen. Wenn man aber diese oder eine ähnliche Konstruktion (speziell den Innenring) per Magnetismus dazu bringen könnte sich eigenständig (!) zu bewegen (beispielsweise über ein Kugellager unter dem Innenring), wäre dies schon ein Meilenstein. Danach kann man sich Gedanken über die Reibung machen.

Die Reibung ist aber das erste leicht erkennbare Problem, weil sie der ganzen Sache mit einem Berg im Weg steht, dann noch der Energieerhaltungssatz, nicht so leicht sichtbar aber noch um einiges größer. Die Reibung könntest Du mit einem Supraleiter deutlich herabsetzen, die Energie mit der gleichen Technik annähernd widerstandslos weiter transportieren, aber nach wie vor noch nicht die kinetischen Energie dazubringen zur elektr. Energie zu werden ohne Verlust natürlich. Zudem benötigt die Supraleiter-Technik auch noch Energie damit sie gekühlt werden kann.



Gering, nicht unmöglich!
Hier gefällt mir immer der Satz "Wir machen alles möglich, unmögliches dauert nur etwas länger" oder so ähnlich.


Zitat:
Zitat von Frank
Der Magnetring würde unweigerlich einen Ruhepunkt finden.

Würde er dies wirklich? Hast Du dazu evtl. Sourcen?

Der Energieerhaltungssatz (http://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz) steht Deiner Idee im Weg. Es geht immer nur um Energie.
Du willst in einem abgeschlossenen System zusätzliche Energie erzeugen, aber woher sollte die kommen? Deshalb auch die Idee vielleicht die Gravitation oder den Erdmagnetismus oder die Sonne oder oder zu nutzen, externe Energiequellen mit enormer Energie.

Grüße,
Frank

Rainer
05.09.2006, 01:11
Hallo Frank,

das Thema ist sehr brisant und jeder der Angst um seinen guten Ruf hat, lässt wohl die Finger von solchen Themen. Zumindest haben meine bisherigen Recherchen zu diesem und ähnlichen Themen nichts anderes ergeben.


...(ich hätte aber einen Vorschlag zur wirtschaftlichen Güte, ganz einfach 1 Euro pro Lizenz, das kann sich jeder leisten und bei 6 Mrd Menschen wäre das noch immer genug! Ganz Afrika könnte man sogar mit 50 Cent bedenken und wäre imme rnoch sehr, sehr glücklich,...

OK, wenn wir uns dann noch dazu einigen können, das 90% für gemeinnützige Zwecke gespendet werden, bin ich dabei :-)


... könnte sogar in weitere Projekte investieren usw....

Genau, etwa diese Summe bräuchte ich wohl um meine ganzen Projekte, die mir so vorschweben, sorglos umzusetzen und eigenständige Forschung zu betreiben ;-)


...Du müsstest ja irgendwie einen Dynamo betreiben oder die erzeugte kinetische Energie ohne Berührung" (um keine Reibung zu Erzeugen) abgreifen" können....

Problem? Man suche etwas das eine (Umdrehungs)Geschwindigkeit braucht (eine wie sie im inneren des zweiten Ringes erzeugt wird – kennst Du Uhren die unter einer Glasglocke stehen?) um Energie zu erzeugen, das Periodensystem ist sicher für die eine oder andere Idee und oder Versuch gut oder einer, wie von uns beiden bereits favorisierten, Dynamoart Energieabzapfung ;) *ROFL*


...Also gleich ein neues Problem.

Probleme sind da um gelöst zu werden.


Man müsste den Erdmgnetismus dafür nutzen können,...

Hmm, dann müssten wir aber lange buddeln ehe wir da eine Reaktion hätten, 4.000, 5.000 Meter?


Oder Die Gravitation zwischen Mond und Erde...

Wie sie bereits von der Flut und Ebbe genutzt wird, klasse!


irgendeine Energiequelle die eine recht lange Zeit zur Verfügung stehtund dabei noch üppig vorhanden ist.

Da fällt mir spontan die Sonne ein. Die wird noch Energie abstrahlen wenn wir bereits von ihr verdampft wurden, was allerdings noch die eine oder andere Milliarde Jahre dauern dürfte. Aber eine Art Bi-Energie-Quelle, die vielleicht ein Medium auflädt (100%), das Medium aber 200% in der Lage wäre abzugeben, Gewinn gleich 100%. Ich glaube ich hatte mal was darüber gelesen, Solar und Aufluftsystem?


Es läuft alles auf das Perpetuum Mobile hinaus...

Arghhh...ich wollts nicht sagen :computer_3: :D


...und soweit ich mich erinnern kann, hast Du "kürzlich" erst selbst einen Link dazu hier gepostet

Aber ausgesprochen hast Du es! :-))


Die Reibung ist aber das erste leicht erkennbare Problem, weil sie der ganzen Sache mit einem Berg im Weg steht, dann noch der Energieerhaltungssatz, nicht so leicht sichtbar aber noch um einiges größer.

Kennst Du den magnetisch drehenden Kreisel „Levitron“? SCIENCE HOBBYIST: An amazing invention, and a patent failure (http://www.amasci.com/maglev/levtr1.html) oder die Geschichte von Belousov – (Belousov-Zhabotinsky-Reaktionen) - mit der er den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik zu verletzen schien? Sind wir wirklich schon am Ende der Physik sodass wir uns entspannt zurücklehnen können? Oder kann es sein, das es noch was gibt, was nur auf eine Erweiterung oder neue, wie damals die Relativitätstheorie von Einstein, Physik wartet? Ok, wer bin ich, das ich die heutige Physik in Zweifel ziehen könnte? Will ich auch nicht, dazu ist meine Erfahrung und Wissen in diesem Sektor so was von klein, unvorstellbar klein eigentlich :eek:


Die Reibung könntest Du mit einem Supraleiter deutlich herabsetzen, die Energie mit der gleichen Technik annähernd widerstandslos weiter transportieren, aber nach wie vor noch nicht die kinetischen Energie dazubringen zur elektr. Energie zu werden ohne Verlust natürlich. Zudem benötigt die Supraleiter-Technik auch noch Energie damit sie gekühlt werden kann.

Und ich dachte immer mein Lehrer, vorne an der Tafel, redet nur Unsinn! Ich entschuldige mich aufrichtig für meine damalige Haltung zur Physik bei meinem Physiklehrer. Ja, Sie hatten Recht, ich hätte besser aufpassen sollen, dann würde ich heute nicht so dumme Fragen stellen und wäre evtl. schon da, wo andere aufgehört haben.

Aber im Ernst, ich glaube es wäre besser das Thema ruhen zu lassen, zumindest, bis ich die Zeit und Mittel habe da weiter zu machen wo ich heute bin – auch wenn ich heute noch nirgendwo bin, nicht mal am Anfang. Ich hoffe diese Aussage lässt hoffen, das ich noch kein Dogmatiker bin :streichel:


Hier gefällt mir immer der Satz "Wir machen alles möglich, unmögliches dauert nur etwas länger" oder so ähnlich.

Hehe, oder: „Alles ist möglich, es ist nur eine Frage des Geldes!“ Aber eigentlich haben beide Sätze was amüsantes, irgendwie steckt da ein wenig Wahrheit drinne (Belousov-Zhabotinsky-Reaktion) *gg*


Deshalb auch die Idee vielleicht die Gravitation oder den Erdmagnetismus oder die Sonne oder oder zu nutzen, externe Energiequellen mit enormer Energie.

Ich werde darüber weiter nachdenken, derzeit habe ich aber andere Themen im Vordergrund, vielleicht hilft es aber anderen ein wenig weiter ;)

Josef Zwack
05.09.2006, 19:56
Hallo Herr Dahlmann,

als im Elektromaschinenbau tätiger Ingenieur möchte ich Ihnen zu Ihren beiden Skizzen folgendes mitteilen:
Angenommen, es stehen sich in Ihren Skizzen in der Ausgangsstellung jeweils 2 Nordpole der Magneten gegenüber, so stoßen diese sich natürlich ab mit der Folge einer Drehbewegung, da eines der beiden Teile (Stator oder Rotor) sicher drehbar gelagert ist. Da wegen des magnetischen Rückschlusses, z.B. beim Rotor, sich jedoch zwischen zwei Nordpolen unweigerlich ein Südpol einstellt, wird diese Drehbewegung nur bis zu diesem Südpol erfolgen. Der Südpol des Rotors wird dann vom Norpol des Stators angezogen und die Anordnung kommt unweigerlich zu Stehen, sie rastet quasie ein und zwar auf der halben Strecke zwischen den zwei Norpolen.
Was die Sache mit dem Perpetuum Mobile betrifft, so kann dies zwar reizvoll sein, führt jedoch zu nichts. Gewisse Gestzmäßigkeiten gelten eben in der Physik.

Gruß
Josef Zwack

Rainer
08.09.2006, 10:04
Hallo Herr Zwack,

vielen Dank für die fachliche Erklärung! Es war halt ein Versuch und irgendwie bin ich dem Magnetismus, zumindest in diesem Fall, verfallen. Vielleicht wäre es möglich, wie von mir weiter oben angeführt, die Magnetströme zu „steuern“ sodass der magnetische Rückschluss „ausgetrickst“ werden kann?

Aber wie gesagt, ich habe im Moment andere Dinge zu tun, als mich mit dieser Art der Energiegewinnung auseinander zu setzen. Vielleicht habe ich irgendwann einmal die Zeit dafür, denn es wäre für mich schon sehr reizvoll hier etwas bewegen zu können.

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