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Welt der Wunder Shop
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Rainer
25.08.2006, 20:20
Hallo,

einige oder viele von Ihnen verwerten ja ihre Innovationen selbst, zu mindestens gehe ich davon aus. Mich würde einmal interessieren, was Ihre erstaunlichsten, bemerkenswertesten, arrogantesten, unverschämtesten und oder peinlichsten Momente bei den Gesprächen mit Kunden, Händlern oder Herstellern waren. Mich interessiert es deshalb so sehr, da mir erst kürzlich etwas passiert ist, wovon ich denke, das dies einfach nicht wahr sein kann. Selbstverständlich braucht niemand irgendwelche Namen inkl. Firmennamen zu nennen aber es wäre doch interessant zu wissen wie Firmen mit Erfindern und deren Innovationen hier in Deutschland umgehen. Hilfreich wären hier sicherlich, nur eigene erlebte Tatsachenberichte zu veröffentlichen. Erfahrungen anderer, die man über sieben Ecken, wiederum von anderen, gehört hat, finde ich nicht so sehr interessant.

Ich hoffe das hier einige Erfahrungsberichte veröffentlicht werden. Dies würde auch anderen Erfindern, die vorhaben ihre Innovationen selber zu verwerten, eine hilfreiche Lektüre bieten. Vielleicht tauchen hier auch die einen oder anderen Tipps diesbezüglich auf.

Vielen Dank!

Frank
26.08.2006, 16:10
Hallo Rainer,

mein erster Beitrag!

Noch bin ich nicht soweit über besonders dreisten Umgang mit mir und meiner Erfindung zu berichten, aber mich würde einmal interessieren was Dir denn passiert ist, dann kannst Du ja mit gutem Beispiel vorangehen. :D

Rainer: "da mir erst kürzlich etwas passiert ist, wovon ich denke, das dies einfach nicht wahr sein kann":computer_3:

Grüße und vielen Dank, dass es ein solches Forum gibt,
Frank

Rainer
26.08.2006, 20:24
Hallo Frank,

ich gehe doch mit gutem Beispiel voran, ich habe dieses Thema eröffnet ;)

Im Ernst, ich möchte erst einmal auch die Erfahrungen anderer Erfinder bei den Versuchen ihre Erfindungen zu vermarkten/verwerten kennenlernen, ehe ich mich dazu äussere :) Aber eines vorweg, ich hatte schon mit vielen Geschäftsführern zu tun, das was mir aber vor kurzem passierte, sprengt alles was ich bisher erleben durfte. Es ging sogar soweit, das die Frage auftauchte:

„Was wollen Sie denn machen, wenn wir uns dies oder jenes von Ihrem Konzept einfach nehmen ohne Sie zu fragen?“

Frank
27.08.2006, 10:17
Hallo Rainer,


Im Ernst, ich möchte erst einmal auch die Erfahrungen anderer Erfinder bei den Versuchen ihre Erfindungen zu vermarkten/verwerten kennenlernen, ehe ich mich dazu äussere

Na hoffentlich denken die anderen user nicht genau so :grinz:


„Was wollen Sie denn machen, wenn wir uns dies oder jenes von Ihrem Konzept einfach nehmen ohne Sie zu fragen?“

Schon mal ein schöner Hinweis, was denn passiert sein könnte.

Tipp:
In solchen Fällen wäre es ganz nett, nicht allein bei mgl. Lizenznehmern zu erscheinen und einen befreundeten Rechtsanwalt zu bitten mitzukommen. Hat man keinen befreundeten Rechtsanwalt :nixweiss:(nicht nur weil man keinen Rechtsanwalt als Freund haben möchte :teach: *) nehme man einen seriös aussehende, älteren Partner zur Hand und lässt ihn das Gespräch in den wichtigen Punkten protokollieren. Den Lizenznehmer lässt man im Unklaren über die Funktion des Partners :kuss:, ab und zu sollte der Partner kritisch eine Augenbraue heben :eek:

Das schüchtert schon einmal ganz gut ein. Selbst wenn der Bluff nicht richtig funktionieren sollte (er wird funktionieren), hat man einen Zeugen zur Hand.

*zur Frage Rechtsanwalt / Freund - ich selbst habe Jura studiert und darf deshalb frei lästern. ... Beweise müsen vernichtet werden :computer_3:

Rainer
27.08.2006, 11:39
Hallo Frank,

Themen die ich aufwerfe, sollen andere auch dazu ermuntern, sich am Forenleben zu beteiligen. Nur Informationen abgreifen gilt nicht, mitmachen, denn dazu ist ein Diskussionsforum da ;)

Ob diese Äusserung Ernst gemeint war weiss ich nicht, vielleicht wollte man auch nur testen wie ich auf so etwas reagiere. Ich glaube nicht, das man immer sofort den Anwalt erwähnen oder diesen einschalten muss. Ich sehe so etwas eher, zumindest ersteinmal, locker und warte auf die Dinge die da kommen werden ;)

Josef Zwack
27.08.2006, 16:36
Zu diesem Thema meine Erfahrungen:

Stichwort "Arrogant":

Nur weniger als ca. 30 bis 40% der kontaktierten Firmen bequemen sich zu einer Antwort, obwohl dies mittels E-Mail ja im Falle von Desinteresse in einer Minute erledigt wäre.

Stichwort "Kurios/Ausgefallen":

Während der Fußball-WM hatte sowohl ein Lizenznehmer von mir als auch ich per Mail Kontakt mit einem Herrn aus Mexiko (Italiener, deutschsprechend), der uns am Telefon eigentlich weit überhöhte Summen für ein bestehendes Produkt, bzw. eine geschütze Produktidee, geboten hatte. Wir sollten dann nach Mexiko fliegen. Da uns keine Adresse, Referenzen, Vertragsentwurf, etc. vorlagen, wurde der Kontakt auf Anraten eines Patentanwalts abgebrochen.

Meine Empfehlungen im Umgang mit Firmen/Interessenten:

- Nur ordentlich ausgearbeitete Unterlagen versenden mit Hinweis auf den Kundennutzen, falls möglich bereits mit Zahlen untermauern. Die Neuigkeit bei einem Produkt/Verfahren, etc. ist kein Kaufargument, sondern der Nutzen für den Käufer/Endverbraucher.

- Die Briefsendung oder das Mail an eine bestimmte Person (Geschäftsführung oder Leitung Marketing, Vertrieb) in einer Firma senden, die sich dann persönlich angesprochen fühlt. Die Namen sind meist im Internet zu recherchieren.

- Ideal ist eine Kontaktaufnahme (mittels Flyer, Modell, Zeichnungen, ect.) auf Fachmessen, da dort meist die Führungsriege präsent ist und ein persönlicher Kontakt aufgebaut wird.


- Kostenlose (z.B. TMP-Forum, IHK-Börse, etc.) und preisgünstige (z.B. bei idee.ch: ERFINDER-Plattform - Eintrittsseite (http://www.idee.ch)) Veröffentlichungen der Erfindung sind sicher empfehlenswert, können jedoch direkte Kontakte zu den Firmen nicht ersetzen.


- Keine branchenunüblichen Forderungen stellen. Die Lizenzsätze liegen in der Regel im mittleren einstelligen Prozentbereich. Überhaupt sollte über Geld erst zum Schluß gesprochen werden.

Empfehlenswert finde ich auch die Teilnahme mit Erfindungen an den diversen, lokalen und überregionalen Bussines- und Geschäftsideenwettbewerben. Einerseits wird die neue Idee auf Herz und Nieren abgeklopft, andererseits verhilft, falls man bei den ersten Preisträgern ist, ein Papier/Zertifikat doch dazu, daß man bei den Firmen als einigermaßen kompetent angesehen wird. Aus eigener Erfahrung (Angestellter im mittleren Management eines 1300 Mann-Betriebs) weiß ich, daß bei Ideen von aussen weit strengere Maßstäbe angelegt werden als bei Ideen aus den eigenen Reihen.


Keine große Erfahrung besitze ich im Umgang mit Lizenzvermittlern, da ich nicht bereit bin denen vorab Geld zu geben. Problematisch ist dann auch oft die Tatsache, daß der Vermittler per Vertrag exclusiv vermitteln möchte und einem dann die Hände gebunden sind. Vermittler auf Provisionsbasis verlangen übrigens bis zu 50% eines späteren Gewinns, was jedoch bei einem seriös und erfolgreich arbeitenden Vermittler meiner Ansicht nach durchaus zugestanden werden kann.

Hat jemand der Forumsteilnehmer konkretere Erfahrungen mit Vermittlern von Patenten/Erfindungen, z.B. mit ausländischen Vermittlern?

Frank
27.08.2006, 16:49
Ob diese Äusserung Ernst gemeint war weiss ich nicht, vielleicht wollte man auch nur testen wie ich auf so etwas reagiere.

Diese Äußerung klingt jedenfalls respektlos und bedrohlich. Im Prinzip kann man leicht herausbekommen was wohl damit gemeint war, indem man sich fragt: "Hätter er das auch zu Bill Gates gesagt?" Einen Scherz kann ich darin nicht erkennen und einen Test steht ihm nicht zu. Das ist es eben, ist man Bittsteller oder bietet man eine "Geldmaschine" an.


Ich glaube nicht, das man immer sofort den Anwalt erwähnen oder diesen einschalten muss. Ich sehe so etwas eher, zumindest ersteinmal, locker und warte auf die Dinge die da kommen werden ;)

Da sind wir uns ja einig, dass man den gleich erwähnen soll hat ja keiner gemeint. Aber auf so eine lustige Äußerung kann man ja ebenso lustig antworten:


„Was wollen Sie denn machen, wenn wir uns dies oder jenes von Ihrem Konzept einfach nehmen ohne Sie zu fragen?“

Antwort:
"Ich persönlich würde gar nichts machen, dafür habe ich meine Anwälte".

Flexible response: Erst freundlich, kommt das nicht zurück, kann man auch anders vorgehen.

Meine Erfahrungen bisher, waren im Bereich der Erfindungen, im Vorfeld, dass man kaum Informationen von anderen erhält und jeder Eifersüchtig sein Wissen wie eine Geheimwissenschaft hütet. Deshalb bin ich über dieses Forum und seine Schreiber froh.

Meine negativen Erfahrungen bei Lizenznehmer (Design) waren eher so, dass es von Arroganz bis Gleichgültigkeit alles vorhanden ist. Augen zu, anderer Lizenznehmer und wie Du * es auch schon sagtest, locker bleiben.

Grüße,
Frank

* Sorry ich gleite immer wieder in das "Du" ab, also bitte nicht als respektlos empfinden, es ist nur so, dass ich dieses Forum als Gemeinschaft empfinde. Das obige "Du" habe ich nur zur Veranschauung stehen lassen. ;)

Frank
27.08.2006, 17:00
- Die Briefsendung oder das Mail an eine bestimmte Person (Geschäftsführung oder Leitung Marketing, Vertrieb) in einer Firma senden, die sich dann persönlich angesprochen fühlt. Die Namen sind meist im Internet zu recherchieren.

Oder per Telefon einfach einmal anfragen wer denn für das eigene Anliegen zuständig ist. Und die Briefsendungen natürlich alle am Besten per Einschreiben.

Grüße,
Frank

Rainer
27.08.2006, 19:46
Ich habe mal die ganzen Fehler aus meinem letzten Beitrag entfernt, den ich von Arbeit aus, über meinen Commi geschrieben habe. Leider konnte ich diese vorher nicht sehen und ändern, denn sobald ich versuche auf dem Commi zu scrollen, ist der ganze Text dann weg, also lass ich es lieber, ansonsten gilt Punkt drei meiner Sig ;)

Zunächst einmal möchte ich Ihnen sagen, das Ihre bisherigen Postings von Erfahrung und Professionalität geprägt sind, die sich auch gut lesen lassen, nicht nur in diesem Thema hier. Sie haben mich schon mit Ihren „wenigen“ Beiträgen überzeugt, das Sie Ahnung von Ihrer Materie haben. Ich freue mich auch zukünftig weitere Beiträge von Ihnen zu lesen!

Zum Thema nur kurz, weil zu weit ausholen wollte ich nicht und Zeit habe ich heute auch kaum:

Ich hatte um 09:30 Uhr einen Präsentationstermin bei einen Bodenverkehrsdienstleister bezüglich unseres Konzeptes zur Vermeidung von Fehlleitungen von Gepäckstücken, der seine Dienstleistungen auf Flughäfen anbietet. Dieser sollte bis 10:30 Uhr gehen, somit also 60 Minuten und auf diese 60 Minuten bereitete ich mich auch vor. Der Geschäftsführer hatte aber noch so einiges zu tun, sodass ich dann erst gegen 10:10 Uhr „ran“ kam. Bei diesem Termin saß ein Stationsleiter der betreffenden Firma bei, der sich eigentlich mit den Zahlen auskennen sollte, die ich während meiner Präsentation aufwarf.

Es ging also dann gegen 10:10 Uhr los. Ich packte den Lappi aus, was erst einmal ein Erstaunen hervorbrachte und der GF klpfte auf seine Uhr, erwähnte dann auch gleich, das wir uns aber beeilen müssen weil er weitere Termine hat, die er nur unwesentlich verschieben konnte. Er gab mir 30 Minuten, ich hatte diese Präsentation aber auf 60 Minuten geplant und ausgearbeitet. Ich habe mich bei meiner Präsentation darauf beschränkt, nur Personalkosten zu zeigen, die durch unser Konzept eingespart bzw. durch unnütze Tätigkeiten verplempert werden, die unser Konzept einsparen wird. Nicht das hier jetzt gedacht wird, das unser Konzept Arbeitsplätze vernichten soll, mögliches überschüssiges Personal kann an anderer Stelle eingesetzt werden, wo diese Firma Problemzonen bzw. Engpässe hat.

Nachdem ich dann anfing Erste Zahlen zu nennen, fingen auch beide an Ihr Veto einzulegen, das war es dann auch schon fast. Wir diskutierten dann auch gleich ob diese Zahlen real sein KÖNNEN. Der Stationsleiter meinte nein, der GF nickte diesem wohlwollend zu und dann wurde wohl die ganze restliche Präsentation, welche nur bis etwa Seite 20 von 40 ging, zur Farce. Bei Seite 20 hat der GF fluchtartig sein Büro verlassen, da er noch weitere Meetings hatte und diese natürlich nicht aufschieben konnte.

Man versprach mir einen neuen Termin, da in unserem Konzept einiges an Potenzial steckt. Zum einen gefielen die Arbeitszeiten bzw. Personalkosten die eingespart werden können, zum anderen der enorme Sicherheitsaspekt. Die Zahlen die ich aufwarf, bezogen sich primär auf Arbeitszeiten die stattfinden, wenn ein falsches Gepäckstück aus dem Flugzeug geholt werden muss oder aus anderen Gründen eines rausgesucht werden muss. Dies kann aus unterschiedlichen Gründen der Fall sein. Beispielsweise hat ein Passagier seinen Pass im Koffer, benötigt diesen aber wenn er beispielsweise in einem Land fliegt, welches nicht dem Schengener Abkommen beigetreten ist. Auch kann ein Gepäckstück aus einem Flugzeug rausgesucht werden, wenn die Gepäckzahlen zwischen dem Check-In und der Ladegruppe Differenzen aufweist, also zu viel Gepäck an Board ist.

Manchmal kommen Passagiere auch nicht mehr, weil Sie es sich anders überlegt haben oder auch ohne Begründung verschwinden einige. Manchmal werden Gepäckstücke doppelt gezählt, manchmal auch garnicht. Lange Rede, kurzer Sinn, Gepäck muss aus Sicherheitsgründen aus dem Flugzeug geladen werden. Ist ein Flugzeug beispielsweise mit 150 Gepäckstücken beladen, kann ein Flugzeug mitunter fast komplett ausgeladen werden, ehe dieses Gepäckstück gefunden wird. Sämtliche Gepäckstücke müssen dann anhand Ihrer Gepäcklabel nach bestimmten Merkmalen untersucht werden, damit dieses Gepäckstück identifiziert werden kann und ausgeladen wird. Diese Arbeiten nehmen enorme Zeiten in Anspruch. Als Berechnungsgrundlage nahm ich also an (ich bin selber seit 16 Jahren im Luftverkehr tätig und kenne die Zeiten aus meiner täglichen Arbeit), das ein Raussuchen im Durchschnitt etwa 10 Minuten dauert, manchmal geht es schneller, manchmal dauern diese Arbeiten aber auch 30 Minuten, nämlich dann, wenn ein Flugzeug mit 150 oder 200 Gepäckstücken komplett ausgeladen werden und danach wieder eingeladen werden muss.

Ich nahm also als Berechnungsgrundlage diese 10 Minuten, involvierte 7 Mitarbeiter (Ladeteam, Kundendienst, Operation) nahm einen Stundenfaktor (Stundenlohn) und nahm 30 Abflüge bei einer Airline wo dieses Raussuchen stattfindet. Heraus kamen dann Arbeitsstunden im Jahr, die meine Gegenüber einfach nicht glauben wollten und es besser wußten. Als ich diese dann noch mit 10 Kunden (Airlines) multiplizierte, die ein Bodenverkehrsdienstleister hat, war ich dann wohl schon irgendwie unten durch. Und ich war noch nicht einmal zu den anderen Abteilungen dieser Firma gekommen, erwähnte noch nicht die Fluggastentschädigungsverordnung oder ging tiefer in den Sicherheitsaspekt unseres Konzeptes ein oder konnte auch nicht den Herren erklären, das unser Konzept das Zählen von Gepäckstücken automatisch übernimmt und hier keine Gepäckzahlendifferenzen mehr stattfinden werden usw. usw. eben. Das einzige was ich noch schaffte war, die Herren zu fragen, welchen Werbe- und Marketingerfolg da wäre, wenn dieser Bodenverkehrsdienstleister bei einer Airline sicherstellt, das es keine Fehlleitungen von Gepäckstücken mehr hat und dieser Bodenverkehrsdienstleister dadurch auch Kundenzuwächse zu erwarten hätte, was man freundlich als gehört abnickte.

Dieser Termin war für mich kein wirklicher, als ein ernst zunehmender Termin wo ich mich als Ernstgenommener fühlte. Es interessierte den Herren nicht wirklich, was für Einsparungen möglich wären, welche Arbeitsprozesse perfektioniert und welche wesentlich optimiert werden können. Einzig positiv war die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, hier evtl. einmal ein Probelauf zu machen. Richtig überzeugend kam dies aber nicht rüber, ich warte dann erst einmal auf den neuen Termin den man mir versprach, große Lust habe ich aber darauf ehrlich gesagt nicht, weil ich nicht davon überzeugt bin, das diese Firma von unserem Konzept überzeugt war.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich war zufrieden das man mir überhaupt zuhörte, war glücklich wegen eines evtl. ins Auge gefassten Probelaufs aber dieser Termin war nicht das was ich mir vorstellte und worauf ich mich vorbereitete. Das mit dem Probelauf kam aber auch deshalb etwas kurios rüber, weil ich während des Gespräches, welches wirklich sehr hektisch verlief, auch darauf zu sprechen kam, dieser Firma anzubieten, die Patentkosten für unsere zweite Phase zu übernehmen und dann natürlich als Partner mit einzusteigen. Ich wies darauf hin, das wir zwei Phasen diesbezüglich haben und die zweite eigentlich für Bodenverkehrsdienstleister gedacht ist, auch wenn die erste Phase, zumindest nach meinen Zahlen, „nur“ etwa 3,5 Mio an Einsparungen im Jahr hervorbringen kann. Man sagte, selbst diese Kosten müssen wohl überlegt sein, da diese Ausgaben gerechtfertigt werden müssen. Ich versprach für die zweite Phase zweistellige Mio. Zuwächse für ein Bodenverkehrsdienstleister, man hob die Augenbrauen, runzelte die Stirn ungläubig. Also kurz gesagt, Patentkosten müssten gerechtfertigt werden und einen Probelauf wird ins Auge gefasst – ein Probelauf für die erste Phase kostet ein Vielfaches dessen, was die Patentkosten ausmachen würde, deshalb etwas kurios eben.

Um nun auch die Neugierigen unter den Lesern hier etwas zu befriedigen: Um Fehlleitungen von Gepäckstücken auf den betreffenden Flughafen zu 100% auszuschließen, sowie Arbeitsprozesse und Abläufe wesentlich effizienter zu gestalten, Verspätungen von Abflügen enorm zu reduzieren, Einsparungen in Mio. Euro Beträge zu erzielen und Ausgabenreduzierung in Mio. Euro Bereich zu realisieren, wären Ausgaben in Höhe von etwa 100.000 Euro nötig.

Im übrigen war es dieser Stationsleiter, der mich am Ende fragte, was ich denn machen wolle wenn er einfach das eine oder andere von unserem Konzept nimmt und benutzt. In eine ähnliche Kerbe haute auch etwas vorher der Geschäftsführer dieser Firma, der meinte, das wenn ich das Geld für einen Anwalt hätte, wieso ich ihn frage ob er nicht mit einsteigen wolle. Alles in Allem, doch ein sehr unbefriedigendes Gespräch mit doch relativ positiven Aspekten, obwohl nicht so wirklich weiss, was ich davon halten sollte.

Positiv?!:

Neuer Termin (positiv nur dann, wenn dieser dann anders abläuft)
Zahlen werden nachgerechnet (positiv nur dann, wenn reale Zahlen genommen werden)
Probelauf ins Auge gefasst (postiv nur dann, wenn dieser auch stattfindet, was ich allerdings stark bezweifle)

Ich weiss, der Text ist etwas hektisch geschrieben aber ich habe heute zum einen keine Zeit mehr und zum anderen, wollte ich das dann auch einfach mal loswerden. Vielleicht findet sich ja noch jemand der etwas zu seinen Erfahrungen zu sagen hat, an dem er uns Teil haben lassen möchte. Wir können alle von den Erfahrungen anderer zehren und daraus lernen! Auch ich lerne fast täglich neues hinzu!

Thomas Moos
28.08.2006, 10:40
Hallo Rainer,


vielen Dank für den den ersten Einstieg mit Deiner Erfahrung;) . Manchmal fällt es einem schwer auf Deine Ausführung zu Antworten, da Du in der Regel so viel Informationen in eine Mail schreibt, dass dieser Mail schon fast keine Antwort gerecht werden kann... daher verfasse ich dann zum Ausgleich die kurzen Texte :D

Nach dem ersten Lesen ziehe ich folgendes Resümee...

Die Art des Umgangs und der aufrichtigen Teilnahme die Dir dort widerfahren ist, lässt nicht gerade auf die Professionalität und ein berechtigtes Interesse Deiner Gesprächspartner schließen. Ich denke Du kannst bei der Vorstellung einer Innovation, bzw. Präsentation Deines Vorhabens in einem seriösen Umfeld ein paar Dinge erwarten:

1. Vereinbarte Zeiten werden eingehalten.

2. Du solltest je nach Gesprächsplanung auch die Zeit dafür erhalten. Vielleicht solltest Du hier vorsorglich fürs nächste Gespräch vor dem Termin bei anderen Interessenten eine kurze Agenda verfassen die den geplanten Ablauf darstellt. Diese kann dann beliebig noch im Vorfeld an die Wünsche und Bedingungen angepasst werden, sollte dann aber auch genau so durchgeführt werden. Alles natürlich zum beidseitigen Verständnis von Professionalität

3. Eventl. solltest Du noch eine weitere Präsentation erstellen, die relativ verdichtet die wichtigsten Merkmale und Vorzüge in 20 min. auf den Punkt bringt. Somit kannst Du auch solchen ungewollten Situationen gerecht werden, ohne das man unterm Strich den gesamten Faden der eigentlichen Zielsetzung verliert.

4. Wichtig scheint noch die Grundlage der von Dir ermittelten Zahlen zu sein. Ich denke hier solltest Du im Anhang einer Präsentation bzw. in der Berechnung Deiner Kalkulation anführen, auf welchen Ereignissen und durch welche Quellen bestätigt Deine Zahlen stimmen können. Hier muss auf jeden Fall Deine Argumentation schlüssig sein. Ansonsten biete einfach zusätzlich ein Berechnungsmodell, welches die realen Daten des Interessenten beinhaltet.

Ich denke mal, auch wenn ich Dir gutes Wünsche, war dieses weniger schöne Gespräch etwas, was Dir dennoch weiterhelfen wird. Zumindest relativiert es in erster Linie einmal Deine eigentliche Vorstellung über einen positiven Gesprächsverlauf, und Du weißt nun mit welchen Reaktionen und Ereignissen Du rechnen musst, bzw. hast eine erste Einschätzung darüber wie Gespräche laufen, wenn Sie zumindest nicht positiv anfangen. Das permanente Hinterfragen der eigenen Situation und Vorgehensweise ist ebenfalls ein gesunder, aus dem Vorgang entstandener Prozess, der Dich ebenfalls weiter bringen wird. Ich weiß jetzt zwar nicht auf Grund welcher Vorgänge Dein Termin vereinbart wurde, würde aber beim nächsten Termin versuchen etwas mehr an verbindlichem Interesse als Bestätigung zu bekommen.

Dazu muss ich sagen, dass mir bei meinen Terminen, wenn es um angebotene Erfindungen bzw. Produkte zur Vermarktung ging, stets die vereinbarte Zeit und auch das offensichtliche Interesse der jeweiligen Gegenseite im Gespräch zu Teil wurde.
Natürlich ist es in Deiner Situation ungleich schwerer, da es letztendlich sehr viele Bereiche tangiert und dadurch eine nicht vermeidliche Komplexität in die Sache kommt, hier geht es ja leider um etwas Umfangreicheres als die Entscheidung zu treffen ein Produkt für EK xx€ einzukaufen und für den Betrag xy zu verkaufen. Ich denke dennoch, dass es sehr häufig gegenüber Einzelpersonen die Ihre Innovation und Erfindung anpreisen dazu kommt, dass man deren Idee ganz nett findet, jedoch die Ernsthaftigkeit und das Standing dahinter als er bescheiden und rückratlos einstuft. Vor allem dann, wenn es um viel Geld geht.

Ich denke hier solltest Du Sinnvollerweise mal mit entsprechender Pressearbeit beginnen, um eventl. auf ein paar wirkliche Interessenten zu stoßen. Wenn Du nachweislich den Millionenbetrag X einsparen kannst, dann sollte das für jeden dieser Zielgruppe von Interesse sein und er sollte hellhörig werden. Gab es dies bezüglich eigentlich bereits eine PR-Meldung ? Wenn „ja“, würde mich diese inhaltlich sehr interessieren, wenn „nein“ setze Dich umgehend mit dieser Möglichkeit auseinander, wenn es sein muss auch durch entsprechende Unterstützung.

Ich denke das könnte der beste Weg sein, um entsprechendes Interesse zu wecken.
Ansonsten bleibt ja dann noch immer das Klinkenputzen bei vermeidlichen Interessenten :streichel:

Schöne Grüße aus dem Taunus,


Thomas Moos

PS. Wenn Du tatsächlich noch einen Termin dort bekommen solltest, bin ich schon jetzt gespannt auf den Verlauf…

Frank
28.08.2006, 12:40
Hallo Rainer,

Ich bin habe gerade gemerkt, dass Thomas ein wenig schneller war, sollte es zu Überschneidungen kommen dient das nur zur Verdeutlichung ;)



Zunächst einmal möchte ich Ihnen sagen, das Ihre bisherigen Postings von Erfahrung und Professionalität geprägt sind, die sich auch gut lesen lassen, nicht nur in diesem Thema hier. Sie haben mich schon mit Ihren „wenigen“ Beiträgen überzeugt, das Sie Ahnung von Ihrer Materie haben. Ich freue mich auch zukünftig weitere Beiträge von Ihnen zu lesen!

Ich weiß zwar nicht genau ob ich damit gemeint war, möchte aber davon ausgehen und erwarte bei bei einem Irrtum meinerseits keinen Widerspruch. Vielen Dank, wer hört das nicht gern. ;)


Ich hatte um 09:30 Uhr einen Präsentationstermin [...] Der Geschäftsführer hatte aber noch so einiges zu tun, sodass ich dann erst gegen 10:10 Uhr „ran“ kam.

Gab es diesbzgl. eine Information? Einen Handyanruf? Eine informierende Sekretärin?


Bei diesem Termin saß ein Stationsleiter der betreffenden Firma bei [...]

Zahlenverhältnis Dienstleister vs. Rainer = 2:1 ?


Es ging also dann gegen 10:10 Uhr los.

Die Einhaltung von Geschäftsterminen gehört zu der ersten Pflichten eines ernstzunehmenden Geschäftspartners. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

Hypothese
1. Er ist kein Geschäftsmann
2. Er nimmt Rainer nicht als ernstzunehmenden Geschäftspartner wahr

Auch hier die Gates-Frage (ich bin wahrlich kein Fan von den Geschäftsgebahren Bill Gates, aber was er kann, kann er): "Hätte der GF das auch mit Gates gemacht?"


Ich packte den Lappi aus, was erst einmal ein Erstaunen hervorbrachte und der GF klpfte auf seine Uhr, erwähnte dann auch gleich, das wir uns aber beeilen müssen weil er weitere Termine hat, die er nur unwesentlich verschieben konnte.

Dieses Klopfen auf die Uhr und der Hinweis er habe noch Termine zeigt deutlich auf, dass er nicht glaubt dass er einen Geschäftspartner vor sich hat sondern einfach nur einen mgl.weise verdrehten Bittsteller. Er geht ja noch nicht einmal davon aus, dass der Andere auch Termine haben könnte.

Warum glaubt er, dass der andere nicht ernstzunehmen ist und sehr wahrscheinlich keine Termine mehr hat?

Zum Beispiel wenn der andere wartet bis der GF sich endlich herablässt. Wenn er noch einen anschließenden Termin gehabt hätte, hätte er gewartet? Hätten man überhaupt warten können/dürfen?

Wenn eine Vorstellung auf 60 min angesetzt ist, ist eine Verkürzung der Präsentation um 40 min unmöglich effektiv durchzuführen. Der Termin ist also dann sinnlos, warum noch bleiben?
Unabhängig davon sollte der Zeitraum der eigentlichen Präsentation in Reinform (also ohne Unterbrechung, ohne Fragen) nicht den vollen termin beanspruchen, 1/3 vielleicht etwas mehr, man lernt sich ja auch kennen, eventuelle Nachfragen etc.

Es kann natürlich immer etwas passieren, was die Wahrnehmung eines Termines und die Information des Geschäftspartners unmöglich macht, für diese Möglichkeiten sollte man einfach eine kleine (nicht detailierte, bei so einer Erfidung zumindest) profesionell gestaltete Infomappe vorbereiten, diese Infomappe, zusammen mit einer Visitenkarte (im Idealfall kein Automat) sollte man der Sekretärin etc. überlassen mit dem Hinweis man habe noch einen Termin.


Er gab mir 30 Minuten, ich hatte diese Präsentation aber auf 60 Minuten geplant und ausgearbeitet. Ich habe mich bei meiner Präsentation darauf beschränkt, nur Personalkosten zu zeigen, die [...]

In meinem Beitrag zum Thema Was glauben Sie, woran Erfinder scheitern? (http://www.erfindermarkt.de/forum/showthread.php?t=12&page=3#post1224) habe ich das mehrstufige Vorgehen angesprochen. Gerade die erste Präsentation muss sich vom Großen zum Kleinen bewegen. Ein solcher strukturierter Aufbau (sowohl das Konzept als auch die Materialien) hätte sich der verkürzten Zeit einigermaßen anpassen können, ohne dann nur einen Teilaspekt zu beleuchten. Also auf keinen Fall ein strenger, linearer Aufbau.


Nachdem ich dann anfing Erste Zahlen zu nennen, fingen auch beide an Ihr Veto einzulegen, das war es dann auch schon fast. Wir diskutierten dann auch gleich ob diese Zahlen real sein KÖNNEN.

Woher stammen diese Zahlen? Welche Grundlage? In den Anhang?


die ganze restliche Präsentation, welche nur bis etwa Seite 20 von 40 ging, zur Farce. Bei Seite 20 hat der GF fluchtartig sein Büro verlassen [...]

Wow nicht schlecht, 40 Seiten? Bei einer einstündigen Präsentation sind 40 Seiten extrem und selbst 20 Seiten kaum zumutbar, es sei denn die Seiten enthalten kaum Text sondern nur knappe Schaubilder und ein paar Schlagworte.

Bei einer Präsention kommt es auch darauf an den anderen emotional zu erreichen. Man muss den anderen fangen, ihn begeistern er muss danach verlangen mehr Infos zu bekommen.

In einer späteren, zweiten Präsentation kann man dann mehr auf die details eingehen.


Man versprach mir einen neuen Termin, da in unserem Konzept einiges an Potenzial steckt.

Wurde denn bereits ein neuer Termin festgelegt? Wie freundlich einen weiteren Termin großzügig in Aussicht zu stellen.

Noch ein kleiner Tipp: Soweit ich es verstanden habe ist dieser Dienstleister an einem Flughafen tätig, das bedeutet also der Flughafen muss den Dienstleister bezahlen. Wäre nicht folgerichtig auch der Flughafen daran interessiert, dass der Dienstleister seine Kosten senken kann, denn seine Kosten sind auch die Kosten des Flughafens. Vielleicht einmal Kontakt mit dem Flughafen aufnehmen und ihm die Situation näherbringen :D

Es könnte durchaus sein, dass enteder der Flughafen ein Machtwort mit dem Dienstleister spricht, oder aber der Flughafen das Konzept selbst lizenzieren möchte.

Und da der Flughafen absolut professionelles Gebiet ist, sollte vom Erstkontakt bis zur mgl. Präsentation alles stimmen.


Richtig überzeugend kam dies aber nicht rüber, ich warte dann erst einmal auf den neuen Termin den man mir versprach, große Lust habe ich aber darauf ehrlich gesagt nicht, weil ich nicht davon überzeugt bin, das diese Firma von unserem Konzept überzeugt war.

Das wundert mich nicht nach dieser Behandlung, da fragt man sich ja auch ob der GF überhaupt in dieser Sache Handlungsbefugt ist, darf er solche Entscheidungen treffen?


Verstehen Sie mich nicht falsch, ich war zufrieden das man mir überhaupt zuhörte

Und so mancher Gegenüber spürt das instinktiv. Da muss man üben, üben, üben, vor dem Spiegel, Kamera, Freunden.

So ich habe jetzt gleich einen Termin mit einem Partner von mir, den werde ich auf keinen Fall warten lassen, dieses Thema hier und vor allem die Idee die dahintersteckt gefällt mir immer mehr. Auch Kompliment für Ihre Informationsdichte, sonst muss man immer alles doppelt und dreifach erfragen.

Ich werde auch noch auf Ihre Pressemitteilung eingehen, dann vielleicht aber eher als PN und vor allem erst später, also vergessen habe ich es nicht. ;)

Grüße,
Frank

Rainer
28.08.2006, 19:38
Hallo Thomas,

ich kann dem GF keine Unprofessionalität unterstellen, ich kenne ihn nicht gut genug. Auch über Inkompetenzen innerhalb der Firma will ich hier nichts sagen. Das es kein „berechtigtes“ Interesse gab, kann ich aber verneinen. Das Problem ist halt nur, wie ich es auch in einem anderen Thema schon erwähnte, das Bodenverkehrsdienstleister für Fehlleitungen von Gepäckstücken nicht aufkommen müssen. Die Kosten hierfür tragen die Airlines, zumindestens nach Aussage des Stationsleiters, der diese Aussage bestätigte. Berechtigtes Interesse deshalb, jede Firma dürfte wohl an Einsparungen oder Ergebnisverbesserungen in Größenordnung interessiert sein, nur die Frage ist, wer ist der Mensch, der diese Vorschläge macht?

Zu 1:

So war es bisher auch bei anderen GF, allerdings kamen diese nicht aus diesem Bereich, also Luftverkehr.

Zu 3:

Mal sehen, das Problem bei unserem Konzept ist, das der Bereich, der durch unser Konzept abgedeckt wird, riesig ist. Hier eine so kurze Präsentation zu erstellen, die dann noch SINNVOLL dargestellt werden kann, stelle ich mir schwer vor. Ich mein, hier geht es nicht um einen neuartigen Verschluss für eine Flasche – wie Du weiter unten auch selber schon feststelltest - , hier werden Bereiche von Abteilungen optimiert und deren Arbeitsprozesse perfektioniert, unnötige Ausgaben aufgezeigt und Mehreinnahmen dargestellt. Bei unserem Konzept handelt es sich ja, wie bekannt, um ein Konzept das Fehlleitungen von Gepäckstücken zu 100% ausschließen wird und, und das ist ja u.a. ein Problem dies in kurzer Zeit darzustellen, ein Konzept, das zu einem globalen Informations, (Gepäck)Überwachungs- und Dienstleistungssystem ausgebaut werden kann – nicht muss.

Zu 4:

Ich habe als Berechnungsgrundlage die Fakten genommen, die mir aufgrund meiner Tätigkeit im Luftverkehr aufgefallen waren. Ich habe z.B. die Kosten, die ein „Turn-.Around“ (Drehzeit zwischen Landung und Start) kostet, auf je Mitarbeiter und Abteilung aufgesplittet, sodass ich aufzeigen konnte, was ein Mitarbeiter für einen „normalen“ „Turn-.Around“ kostet. Dann zeigte ich auf, was eine Verspätung von „nur“ 10 Minuten diesem Bodenverkehrsdienstleister kostet, multiplizierte dies mit einer Anzahl von Abflügen und einem Jahr. Ich denke das dies so gemacht werden sollte – bin allerdings auch kein Kaufmann oder Betriebswirt. Welche Glaubwürdigkeit hätte es denn, wenn ich einfach nur die Zahlen, also die Resultate präsentiere? Dann würde ich wohl gefragt, wie ich auf dieses Resultat komme und die Präsentation wäre erst einmal gestoppt. Ich sehe hier ernsthafte Probleme.

Klar, aus jedem Gespräch lernt man etwas, diese Präsentation war aber auch nicht das erste Gespräch mit der Firmenleitung dieser Firma. Ich hatte schon Gespräche mit einem anderen GF dieser Firma, darauf aber jetzt einzugehen würde das Thema wohl sprengen. Neben den Gesprächen mit den beiden GF, hatte ich auch Gespräche mit Schichtleitern, Supervisors, Ramp Agents und Ladegruppen Mitarbeiter gehabt, alle sahen in diesem Konzept hohes Potential, Arbeitserleichterungen, Sicherheitsaspekte und eigentlich prinzipiell ein Gewinn für die Luftfahrt. Was ich nicht verstehe ist, das dies den Leuten nicht interessiert die am Drücker sitzen. Es ist wirklich zum Haare ausraufen, wenn man etwas hat, das Erfolgreich sein kann und es niemanden interessiert.

Ein mehr als Bestätigung an verbindlichen Interesse....sieh mal Thomas, ich habe sicherlich den Termin erhalten, weil ich den Stationsleiter (SL) so lange auf den Nerven gegangen bin, das dieser mir sagte: „Ich arrangiere ein Termin mit dem GF, damit dieses Thema endgültig vom Tisch ist“. Hmm, so sieht die Lage aus, leider. Ich erzähl Dir einfach mal das diese Firma, die Firma ist, bei der ich seit 16 Jahre beschäftigt bin. Ich habe mir Dinge notiert, die stattgefunden haben, wie Verspätungen und die Gründe die dazu geführt haben. Ich habe seit 2003 so gut wie jeden in unserer Firma mit unserer Idee genervt. Es vergeht kein Tag, wo ich nicht sagen konnte: „Mit unserem Konzept wäre dies nicht passiert!“.

Vor garnicht allzulanger Zeit, ist ein „Flieger“ mit dem ganzen Gepäck wieder abgeflogen, das es zuvor mitgebracht hat. Ärgerlich ist nur, das in diesem „Flieger“ Passagier ankamen, die zu einer Firmenleitung eines großen Autokonzerns gehörten (Manager), die gerade in Berlin ein Meeting hatten. Du glaubst garnicht was da los war. Kurze Zeit später war der Kunde (Airline) dann auch schon bei der Konkurrenz. Ob es mit diesem Vorfall zu tun hat, kann ich nicht sicher bejahen, vor vorgehaltener Hand behaupten das aber einige. Ich könnte hier noch Duzende Beispiele nennen, wie z.B. das Gepäck tagelang auf Containerstationen außerhalb des eigentlichen Arbeitsfeldes verharrten ehe Sie gefunden wurden, weil diese Container gebraucht wurden. Täglich entstehen Verspätungen durch raus suchen von Gepäckstücken, so etwas dauert eben seine Zeit. Verspätungen durch Gepäckzahlendifferenzen geschehen auch täglich, Flugzeuge bleiben bei der Ankunft erst einmal stehen, weil das eingeteilte Personal noch am anderen Flieger festhängt, was bei kurzer Drehzeit (Turn-Around) wiederum zu Verspätungen führen wird usw. usw.. Wie gesagt, ich kann jeden Tag mit Stolz behaupten: „Mit unserem Konzept wäre dies nicht geschehen!“ oder „Mit unserem Konzept wäre der Flieger pünktlich raus gegangen“. Das alles eben für eine einmalige Investitionssumme von etwa 100.000 Euro. Dies sind sicherlich auch enorme Investitionen, wenn man sich aber ansieht, was dabei unter dem Strich rauskommt, sind 100.000 Euro eigentlich ein Witz.

Leider ist es halt so, das die erste Phase primär für Airlines gedacht ist und für Bodenverkehrsdienstleister da eher „weniger hängen“ bleibt. Nimmt man an, das von den 49 Mio. Gepäckfehlleitungen „nur“ etwa 50% klassische Fehlleitungen sind und nimmt man weiter an das eine Fehlleitung etwa 150 Euro verschlingt ehe diese wieder beim Eigentümer ist, erkennt man eben die Summe die man (Airlines) im Jahr einsparen könnte. Vielleicht kommt dieses Konzept aber auch nur von einem falschen Menschen. Für andere Firmen wären wohl 2, 3 oder 4 Mio. Euro viel Geld, für andere eher Pinatz. Wohl gemerkt, diese Mio. Euro für die Bodenverkehrsdiensteunternehmen könnte man auch nur als „Abfallprodukt“ bezeichnen, da das eigentliche Potenzial für diese Sparte im Luftverkehr in der zweiten Phase ihre volle Entfaltung bringt wo wirklich zweistellige Mio. Euro Ergebnisverbesserung pro Jahr (ich sehe auch Einsparungen als Gewinn an) möglich sind. Hätte ich vorher gewusst, wie schwer es ist über die erste Phase Interessenten zu begeistern, ich hätte wohl die zweite Phase zuerst angemeldet.

Mit Pressearbeit habe ich bereits begonnen, niemand will von unserem Konzept berichten! Bei wenigen sollen wir uns melden sobald unser Konzept „arbeitet“, andere haben erstaunlicherweise erst gar nicht geantwortet. Problematisch ist auch das Wettbewerbsrecht, ehe die Offenlegungsschrift oder die Patentschrift nicht beim Patentamt erschienen ist, dürfen wir nicht damit werben bzw. nicht schreiben: „Fehlleitungen gehören der Vergangenheit an, Dank patentiertes Verfahren“. Würden wir dies jetzt schon tun, könnten andere uns ganz schön einen reinwürgen.

PR: Wir haben unsere Idee bei einigen Innovations-Wettbewerben eingereicht. Von einem hatten wir erst einen Tag vorher erfahren. Allerdings hat mich erst vor kurzem eine Dame eines der Organisationen angerufen und wollte nähe Informationen über unser Konzept haben, sie war begeistert davon, wie jeder andere auch dem wir unsere Idee ausführlich näher bringen konnten. Etwas PR mache ich ja auch hier ;) Für viel mehr fehlt mir leider die Zeit - Jede Hilfe ist herzlichst willkommen! Ich habe bereits seit 2003 reichlich Schriften veröffentlicht, die unser Konzept etwas beschreiben, auch über Synergien. Kurioserweise interessierte es damals niemanden. Keine Firma, zumindest fand ich damals absolut nichts, hat darüber geschrieben einmal RFID einzusetzen um z.B. Fehlleitungen zu vermeiden, Drehzeiten zu beschleunigen oder Arbeitsprozesse zu optimieren, wie z.B. das „rausfischen“ von Gepäckstücken aus einem vollbeladenen Flieger. Heute schreiben viele darüber wenn es heisst RFID in der Gepäcklogistik einzusetzen. Mal sehen wann der erste, also nach mir jetzt, darüber schreiben wird, das Bodenverkehrsdienstleister Personalkosten in Mio. Euro Bereichen einsparen können, wenn sich RFID in diesem Bereich durchsetzt.

Gerade vorhin habe ich erfahren, das unser Interessent aus den USA abgesprungen ist. Nach 6 Monaten intensivsten Mailkontakt ist er weg. Begründung: Sein Anwalt hat keine Zeit sich um die Sache zu kümmern. Brillant, ein Problem mehr um das ich mich nun kümmern darf. kennt hier nicht jemand jemanden, der Interesse hat die Kosten für die US Anmeldung zu übernehmen? :computer_3: :mauer:

@Frank,

Du und Sie ist für mich kein Problem. Da aber die meisten hier auf das Du „bestehen“, will ich mich nicht abgrenzen. Schreiben wir uns also alle mit Du an, mich stört es nicht.

Ich hoffe s macht Dir nichts aus wenn ich Dir zu Deinem Post erst morgen schreibe, für heute habe ich, glaube ich, genug geschrieben. Eines vorweg, ich habe Kontakt zu einem Flughafen der sich bei mir bezüglich unseres Konzeptes gemeldet hat. Die Sache ist aber die, Flughafenbetreiber haben zwar größtes Interesse Ihren Kunden (Passagieren und Airlines) größtmöglichen Service anzubieten, aber für Fehlleitungen von Gepäckstücken sind die Flughafenbetreiber die falschen Ansprechpartner. Sie haben weder mehr Einnahmen wenn es keine Fehlleitungen mehr gibt, noch weniger Einnahmen wenn es welche gibt. Es gibt eben nur die beiden Schienen Airlines und Bodenverkehrsdienstleister. Weiteres dann morgen und vielen Dank das Du Dich um unsere „Pressemitteilung“ kümmern möchtest, obwohl es wohl zu viel gesagt wäre, unser Informationschreiben als Pressemitteilung zu deklarieren, mir fiel nur kein passenderer Name dafür ein ;)

Frank
28.08.2006, 20:02
Du und Sie ist für mich kein Problem. Da aber die meisten hier auf das Du „bestehen“, will ich mich nicht abgrenzen. Schreiben wir uns also alle mit Du an, mich stört es nicht.

Ich glaube es ist auch das Gefühl von Gemeinschaft und gemeinsam in einem Boot sitzen. Sind wir doch ehrlich, in unserer Gesellschaft sind wir ja fast schon so etwas wie die Entdecker von früher. Immer wieder Neuland, auf ins Ungewisse! Die Gefahr schweißt uns zusammen! :drink:


Ich hoffe s macht Dir nichts aus wenn ich Dir zu Deinem Post erst morgen schreibe, für heute habe ich, glaube ich, genug geschrieben.

Mir brummt heute auch ganz schön der Kopf, ich habe mein Meeting erfolgreich zu Ende geführt und dann eigentlich nur noch Emails beantwortet, weil ich dazu neige Emails sofort zu beantworten, wenn es denn geht.


Sie haben weder mehr Einnahmen wenn es keine Fehlleitungen mehr gibt, noch weniger Einnahmen wenn es welche gibt.

Vielleicht wird sich das ändern mit den neuen Anti-Terrorgesetzen, andere Auflagen bei den Gepäckstücken oder Ähnliches. Aber erstaunlich, die Dienstleister müssen doch bezahlt werden und man bezahlt (selbst wenn es pauschal geschieht) immer für ein bestimmtes Arbeitsvolumen. Wenn sich dieses Arbeitsvolumen nun ändert müsste ja eigentlich auch der Pauschalpreis fallen, oder? Würde mich mal intersssieren welcher Mechanismus dahintersteckt.

Grüße,
Frank

Rainer
29.08.2006, 21:03
Hallo Frank,

leider komme ich erst jetzt dazu, zu Deinen Ausführungen und Fragen zu antworten. Wegen dem Verspäteten Empfang gab es keine Vorabinfo, auch nicht per Handy, Sekretärin war wohl auch krank. Das Zahlenverhältnis war 2:1. Wie schon gesagt, zu dem Geschäftsführer kann ich nicht viel sagen, er ist erst etwa drei Monate im Unternehmen, diese wechseln bei uns eben häufiger. Punkt zwei trifft da aber wohl eher den Nagel auf dem Kopf, da er nicht einmal meinen Firmennamen wusste. Der verspätete Empfang, das klopfen auf der Uhr, die drastige Verkürzung des Gesprächs lässt bei mir zumindestens keinen anderen Eindruck entstehen. Ich will hier auch nicht groß rummäckern, nur unterstreicht doch dieses Gespräch bzw. dieser Termin, wie einige hier in Deutschland mit seinen Innovativen umzugehen pflegt. Immerhin habe ich, wenn die Aussage ernst gemeint war, einen weiteren Termin, der Zeitpunkt ist aber noch unklar, wohl wenn der SL „seine Zahlen“ vorlegt.

Nun komme ich doch nicht ums Quoten rum ;)


Woher stammen diese Zahlen? Welche Grundlage? In den Anhang?

Ich erzählte ja schon das ich seit 16 Jahren in diesem Bereich tätig bin. Die Zahlen setzen sich zum einen aus Statistiken der AEA ( http://www.aea.be ) zusammen, zum anderen aus meinen Erfahrungen und täglichen Tätigkeitsschwerpunkten. Klar ist natürlich das ich teilweise auch „schätzen“ musste. Allerdings sind die Zahlen aber so aufgebaut das man diese mühelos nachrechnen und überprüfen kann. Jeder SL sowie jeder GF in diesem Bereich kann problemlos nachvollziehen, wie sich diese Zahlen zusammensetzen.


Bei einer Präsention kommt es auch darauf an den anderen emotional zu erreichen. Man muss den anderen fangen, ihn begeistern er muss danach verlangen mehr Infos zu bekommen.

In einer späteren, zweiten Präsentation kann man dann mehr auf die details eingehen.

Das ist schon klar, ich bin aber ersteinmal davon ausgegangen, das diese Gesprächsgelegenheit nur einmaliger Natur sein wird, da ich diesen nur erhielt, weil ich dem SL damit ernsthaft auf die Nerven ging. Daher habe ich versucht alles wichtige in diese Präsentation zu packen was geht, ich hatte immerhin 60 Minuten eingeräumt bekommen und das Thema ist so großflächig das 60 Minuten schon fast zu wenig sind.


Noch ein kleiner Tipp: Soweit ich es verstanden habe ist dieser Dienstleister an einem Flughafen tätig, das bedeutet also der Flughafen muss den Dienstleister bezahlen. Wäre nicht folgerichtig auch der Flughafen daran interessiert, dass der Dienstleister seine Kosten senken kann, denn seine Kosten sind auch die Kosten des Flughafens. Vielleicht einmal Kontakt mit dem Flughafen aufnehmen und ihm die Situation näherbringen

Ich habe bezüglich Targets auch die Flughafenbetreiber ins Auge gefasst gehabt. Meine Gedanken waren dahingehend, das die Flughafenbetreiber die nötige Technik bereitstellen und dafür eine Art Gebühr von den Airlines und oder Bodenverkehrsdienstleistern erhält. Aber wie ich schon schrieb, sind Flughafenbetreiber daran wohl nicht interessiert einen solchen Service anzubieten. Der neue BBI (Berlin Brandenburg International) steht vor der Tür, wäre es nicht ein Marketingereignis die Werbetrommel dafür zu rühren, das der neue BBI die Technik dafür bereitstellt, Fehlleitungen von Gepäckstücken auszuschließen? Das wäre natürlich aus meiner Sicht genial!


Das wundert mich nicht nach dieser Behandlung, da fragt man sich ja auch ob der GF überhaupt in dieser Sache Handlungsbefugt ist, darf er solche Entscheidungen treffen?

Die GF haben wohl, zumindest habe ich deren Dasein bisher immer so verstanden, kaum eigene Befugnisse, sie wechseln auch sehr häufig, wir hatten glaube ich in den letzten 16 Jahren 7 oder 8 Geschäftsführer. Unser Unternehmen gehört Gesellschaftern, die sind natürlich darauf aus, jedes Jahr enorme Renditen aus diesem Unternehmen zu ziehen. Da es dieser Firma aber von Jahr zu Jahr schlechter geht, sagen sie jedenfalls, sieht es mit Investitionen eh immer mau aus.


Und so mancher Gegenüber spürt das instinktiv. Da muss man üben, üben, üben, vor dem Spiegel, Kamera, Freunden.

Naja, es war ja nun nicht so, das ich da zusammengekauert in der Ecke saß und stotternd versuchte etwas rüberzubringen. Da ich von unserem Konzept 110% überzeugt bin (muss ich ja auch, wie der SL immer wieder sagte) war ich natürlich auch selbstbewusst. Ich weiss worüber ich spreche und sprach, da es vornehmlich meinen Arbeitskreis betrifft. Mag sein das sich durch einige Schätzungen eine bis zu 15%ige Fehlerquote einschleicht, dies denke ich ist aber normal da mir niemand echte Zahlen in die Hand drücken würde und sollte bei einem Gesamteinsparvolumen von zwischen 3 und 4 Mio. Euro verziehbar sein, zudem das Investitionsvolumen „nur“ etwa 100.000 Euro war. Ich denke schon, das sich diese Renditechance niemand entgehen lassen sollte, gerade dann wohl nicht, wenn man immer jammert das es einem schlecht geht und der Weg aus diesem Tal sehr steinig ist ;)


Ich werde auch noch auf Ihre Pressemitteilung eingehen, dann vielleicht aber eher als PN und vor allem erst später, also vergessen habe ich es nicht.

Wie Sie es möchten, ich bin wie gesagt dankbar für jeder Hilfestellung die uns zuteil wird! Und sollte durch Ihre Hilfe etwas erwachsen, werde ich auch an Sie denken!

In den nächsten zwei Tagen habe ich etwas mehr Zeit ;)


Ich glaube es ist auch das Gefühl von Gemeinschaft und gemeinsam in einem Boot sitzen. Sind wir doch ehrlich, in unserer Gesellschaft sind wir ja fast schon so etwas wie die Entdecker von früher. Immer wieder Neuland, auf ins Ungewisse! Die Gefahr schweißt uns zusammen!

Da ziehen wir wohl an den selben Strang. Ich hatte vor Kurzem einen anderen Thread eröffnet, Deine Meinung dazu würde mich schon interessieren. Hier der Link: http://www.erfindermarkt.de/forum/showthread.php?t=344


weil ich dazu neige Emails sofort zu beantworten, wenn es denn geht.

Auch ich sehe zu, meine Mails so schnell wie möglich zu bearbeiten. Meine Zeit ist aber leider immer sehr beschränkt, wie bei vielen anderen natürlich auch, eigene Firma, Schichtdienst, Großfamilie und die Vermarktung unseres Konzeptes. Im Moment bin ich auf der Suche nach Investoren für die zweite Phase unseres Projektes (neben der Suche nach einem Investor in den USA für die erste Phase). Zwei Kollegen habe ich bereits gefunden die sich finanziell an die Anmeldekosten für die zweite Phase beteiligen würden, fehlen eigentlich nur noch zwei oder drei weitere.


Vielleicht wird sich das ändern mit den neuen Anti-Terrorgesetzen, andere Auflagen bei den Gepäckstücken oder Ähnliches....

Gerade die vor kurzem stattgefundenen Terrorversuche in England lassen ein Sicherheitskonzept unverzichtbar werden. Zum anderen kosten dann diese Änderungen wohl viel Zeit in der Abfertigung, Zeit die unser Konzept wieder rein holen kann, denn Flugzeuge verdienen nur Geld wenn sie in der Luft sind.


Aber erstaunlich, die Dienstleister müssen doch bezahlt werden und man bezahlt (selbst wenn es pauschal geschieht) immer für ein bestimmtes Arbeitsvolumen....

Genau! Airlines zahlen für einen „Turn-Araund“ eine Summe X und Bodenverkehrsdienstleister kalkulieren die Kosten. In diesem „Turn-Around“ sind gewisse Leistungen, Personal und Gerätschaften inbegriffen. Geschehen hier unvorsehbare Ereignisse wie z.B. falsche Gepäckzahlen oder Gepäck das rausgesucht werden muss, fällt diese Kalkulation, da an diesen Arbeitsprozessen eine gewisse Zeit lang eine gewisse Menge an Mitarbeiter hängt, die bei den Kalkulationen bei der Preisvergabe nicht mit einbezogen wurden. Hinzu kommt dann noch, das viele Fahrzeuge an solchen Flugzeugen bleiben müssen (Förderband, Zugfahrzeuge, Flugzeug Schlepper, PKW), die woanders geplant waren. Die Motoren dieser Fahrzeuge laufen weiter, verbrauchen somit also auch Sprit.


Wenn sich dieses Arbeitsvolumen nun ändert müsste ja eigentlich auch der Pauschalpreis fallen, oder?...

Normalerweise nicht, denn wenn Mehrarbeiten anfallen, fallen auch Mehrkosten an. Sind für ein „Turn-Around“ insgesamt 10 Mitarbeiter geplant und verzögert sich die Abfertigung um 50%, sind auch Lohnkostenzuwächse für diesen „Turn-Around“ höher als ursprünglich kalkuliert worden ist.


Würde mich mal intersssieren welcher Mechanismus dahintersteckt.

Eine ungeheure Dynamik deren Risiko immer der Bodenverkehrsdienstleister tragen muss. Vertragsnachverhandlungen gestalten sich immer schwierig, da zum einen der Kunde (Airline) die Kosten für die Abfertigung drücken will und zum anderen der Bodenverkehrsdienstleister den Kunden weder verärgern noch verlieren will. Der Markt im Flugverkehr ist hart umkämpft, was sich auch an der Dienstleistung und im Servicebereich etc. auswirkt. Wenn man meint, das der Service steigt nur weil man einen Kunden nicht verlieren will, dem sei gesagt, das dies nicht so ist. Auch andere Dinge kommen viel zu kurz, worüber ich aber hier nicht sprechen will.

Hätte ich beinahe vergessen, die Präsentation bestand zwar aus 40 Seiten, aber es waren Präsentationsfolien und keine DIN A 4 Seiten. Insgesamt schätze ich den gesamten Text der Präsentation auf drei DIN A 4 Seiten

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