Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Milliardenprodukt - und dann?
Dieter Rüstmann
07.08.2006, 02:14
Sehr geehrte Forenmitglieder,
wenn jeder Chinese eine 6o Watt Glühbirne in Betrieb nehmen würde, bräuchte China weitere
18 A-Kraftwerke um den Energiebedarf bereitstellen zu können.
Es gibt eine Innovation, diesen Energiebedarf, bei gleichem optischen Ergebnis, um über 97%zu reduzieren.
Neueste Messergebnisse ergaben einen Energiebedarf gegenüber einer Glühbirne von 2,8%.
Ein (ca) halbes AKW würde benötigt.
Das Land Niedersachsen stellt Fördermittel zur Verfügung.
Aber was bringt es dem Entwickler, wenn er sich erst offenbaren muß.
Die Innovation ist so simpel, daß jeder Handwerker in der Lage ist Sie zu verwirklichen, wenn er das Prinzip kennt.
Wenn auch nur ein Produzent 'Wind' davon bekommen würde, wird es z.B. in China in kürzester Zeit eine boomende Herstellung dieses Produktes geben, noch bevor es hier vor Ort Partnergespräche gäbe.
Gibt es in diesem Forum versierte Mitglieder, die Strategieansätze, oder Konzepte für eine Vorgehensweise vorschlagen können?
Im Voraus dankend,
verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
D.Rüstmann
Hallo Herr Rüstmann,
ich versteh noch nicht so ganz was Ihr Ziel ist. Wäre eine simple Patentierung nicht erst einmal ausreichend um an die Fördermittel zu kommen? Wollen Sie überhaupt diese Fördermittel? Das Fördermittelanträge eine lange Zeit brauchen ehe sie entschieden sind, wissen Sie? Auch das man sich dann für diese Fördermittel komplett offenbaren muss? Worum dreht sich Ihre Erfindung? Um sparsamere Glühbirnen oder sparsamere Stromaggregate? Haben Sie eine Art Adapter hergestellt der zwischen Birnenfassung und Glühbirne angebracht wird oder zwischen Kabel und Birnenfassung? Viele Fragen.
Dieter Rüstmann
07.08.2006, 14:24
Vielen Dank Rainer.
Es handelt sich bei meiner Innovation nicht um sparsamere Glühbirnen sondern um eine Anordnung von Teilen nach Stand der Technik.
Das Ergebnis ist eine enorme Lichtverstärkung.
Quasi wird eine Taschenlampen-Glühbirne zum Kronleuchter.
Eine GM Anmeldung ist auf dem Weg.
Ich dachte zunächst an eine eigene Produktion, habe den Gedanken aber auf Grund meines Alters in Bezug auf die zu erwartenden Stresssituationen wieder verworfen.
Vielmehr geht es mir darum, daß nach ersten Gesprächen mit Produzenten, diese ja ohne weiteres eine Auslandsproduktion starten könnten und ich bis auf den deutschen Markt außen vor bleiben würde.
Wie würden Experten vorgehen?
MfG Dieter Rüstmann
Hallo Dieter,
ich geh einmal davon aus, das Sie Ihr GBM selber, mit der nötigen Erfahrung und inkl. Recherche oder über einen Patentanwalt, eingereicht haben, sodass dieses Schutzrecht auch ein nötigenfalls rechtlich durchzusetzendes Schutzrecht ist, das nach einem Rechtsstreit auch weiter Bestand hätte. Ich würde Ihnen vorschlagen, sollten Sie nur über GBM Schutz Ihr Projekt verwirklichen wollen, das Sie in weiteren Staaten GBM oder auch Patentanmeldungen vornehmen lassen sollten. Dann haben Sie in mehreren Ländern Schutzrechte, von denen Sie, im Falle einer erfolgreichen Vermarktung, auch gut Leben können.
Schutzrechte sind nun einmal darauf aufgebaut, das Erfinder Ihr Wissen veröffentlichen und als Dank für diese Veröffentlichung, eine staatlich zugesicherte Monopolstellung bei der dann folgenden Verwertung der Ideen erhalten. Wo man nicht schützen lässt ist die Erfindung frei und kann dort dann auch ohne zu fragen hergestellt und eingesetzt werden, aber nicht dort importiert werden wo Sie Schutzrechte besitzen.
Sie können der Nachahmung aber ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen, indem Sie Ihr Produkt einen Markennamen verpassen und diesen dann mit diesem Namen als Original und direkt vom Erfinder vermarkten. Des weiteren würde ich diese Idee veröffentlichen und nach Partnern suchen, die Sie bei der Produktion unterstützen und die finanzielle Last von Ihnen nimmt, sämtliche folgenden Schutzrechtsanmeldungen selber zu tragen. Es sei denn, das Geld bei Ihnen eine eher untergeordnete Rolle spielt.
Schauen Sie sich einmal die Seiten von www.patentwert.de an, dort können Erfinder Ihre Ideen einreichen. Patentwert übernimmt dann die komplette Vermarktung des Produktes inkl. Prototypen Erstellung, Marketing, Vertrieb, Herstellung, Werbung ect.pp. Allerdings bleiben bei Patentverwertern wohl kaum mehr als 15% der Erlöse beim Erfinder.
Dieter Rüstmann
08.08.2006, 10:39
Hallo Rainer,
ich geh einmal davon aus, das Sie Ihr GBM selber, mit der nötigen Erfahrung und inkl. Recherche oder über einen Patentanwalt, eingereicht haben, sodass dieses Schutzrecht auch ein nötigenfalls rechtlich durchzusetzendes Schutzrecht ist, das nach einem Rechtsstreit auch weiter Bestand hätte. Ich würde Ihnen vorschlagen, sollten Sie nur über GBM Schutz Ihr Projekt verwirklichen wollen, das Sie in weiteren Staaten GBM oder auch Patentanmeldungen vornehmen lassen sollten. Dann haben Sie in mehreren Ländern Schutzrechte, von denen Sie, im Falle einer erfolgreichen Vermarktung, auch gut Leben können.
Das ist so geschehen.
Schutzrechte sind nun einmal darauf aufgebaut, das Erfinder Ihr Wissen veröffentlichen und als Dank für diese Veröffentlichung, eine staatlich zugesicherte Monopolstellung bei der dann folgenden Verwertung der Ideen erhalten. Wo man nicht schützen lässt ist die Erfindung frei und kann dort dann auch ohne zu fragen hergestellt und eingesetzt werden, aber nicht dort importiert werden wo Sie Schutzrechte besitzen.
Ich stelle mir die Überwachung der Importe als sehr schwierig bis unmöglich vor.
Sie können der Nachahmung aber ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen, indem Sie Ihr Produkt einen Markennamen verpassen und diesen dann mit diesem Namen als Original und direkt vom Erfinder vermarkten. Des weiteren würde ich diese Idee veröffentlichen und nach Partnern suchen, die Sie bei der Produktion unterstützen und die finanzielle Last von Ihnen nimmt, sämtliche folgenden Schutzrechtsanmeldungen selber zu tragen. Es sei denn, das Geld bei Ihnen eine eher untergeordnete Rolle spielt.
Diese Möglichkeit ist ein überdenkenswerter Tip.
Schauen Sie sich einmal die Seiten von www.patentwert.de an, dort können Erfinder Ihre Ideen einreichen. Patentwert übernimmt dann die komplette Vermarktung des Produktes inkl. Prototypen Erstellung, Marketing, Vertrieb, Herstellung, Werbung ect.pp. Allerdings bleiben bei Patentverwertern wohl kaum mehr als 15% der Erlöse beim Erfinder.
Vielen Dank für die URL. Ich könnte mir vorstellen, daß Patentwert ein großes Interesse daran hat, das Produkt am Markt zu beobachten. Allerdings muß dieser Schritt gut überlegt sein.
Insgesamt habe ich durch Ihre Bemühungen einiges in Erfahrung gebracht, wofür ich mich recht herzlich bei Ihnen bedanke.
Das Forum wird, wie ich erfahren durfte, sehr professionell bedient.
Auf meiner Site habe ich 2 Links zu erfindermarkt.de platziert.
MfG Dieter Rüstmann
Hallo Dieter,
um den Import zu überwachen benötigt man eigentlich nicht all zu viele Mittel. Es gibt Institutionen die das kommerziell und professionell betreiben. Diese spüren Patentverletzter auf und benachrichtigen Sie in diesem Falle. Es wäre auch möglich selber diese Arbeit zu bewerkstelligen, dazu müssen Sie dann die Märkte beobachten und wen Sie eine Lizenz zur Herstellung gegeben haben oder wen Sie Ihr Produkt verkauf haben wissen Sie selber gut genug. Sollten Sie dann Produkte bei Firmen finden, die Sie in den entsprechenden Ländern wo Sie Schutzrechte erworben haben aber nicht verkauft oder lizenziert haben, wäre dies zunächst einmal ein Anhaltspunkt über dem Sie dann mit Ihrem Patentanwalt sprechen sollten. Sollte es sich dann tatsächlich um eine Patentverletzung oder illegalen Import handeln, wird dieser entsprechende Maßnahmen in die Wege leiten.
Von Alleingängen hinsichtlich übereilter Abmahnungen rate ich dringendst ab! So etwas kann leicht nach hinten losgehen und bedarf einer „starken“ Schutzrechtsanmeldung die auch eine weitere Prüfung durch die jeweiligen Patentämtern stand hält. Konkurrenten oder Mitbewerber ;) versuchen immer häufiger bestehende Patentanmeldung nicht nur zu umgehen, sie versuchen auch Schutzrechte über Gerichtsverfahren für ungültig zu erklären. Aus diesem Grunde rate ich auch immer wieder gerne, solche Schutzrechte von einem versierten Patentanwalt recherchieren und formulieren zu lassen.
Ich selber habe auch schon mit Patentwert zu tun gehabt, leider sind meine Projekte nicht für die Handelspartner von Patentwert interessant, verständlich, da man meine Produkte nicht z.B. über den Baumarkt oder Tchibo vertreiben kann. Die Bearbeitungszeit betrug bei mir stets zwischen 4 und 6 Wochen. Leider gibt Patentwert keine Angaben über das eigene subjektive „Marktpotenzialsempfinden“ weiter, was angesichts der Informationseingaben auf deren Seiten aber, zumindest als kleines Trostpflaster, überdenkenswert wäre. Auch wenn es also für Patentwert kein Produkt wäre das in ihrem Marktsegment beheimatet ist, bedeutet dies noch lange nicht das Ihr Produkt keine Chance auf dem Markt hat. Es passt dann eben nur nicht in den Vertriebswegen/Strukturen von Patentwert, was über das Potenzial Ihres Produktes aber nichts weiter aussagt!
Vielen Dank für das Lob, das spornt an, weiterzumachen wie bisher :)
Dieter Rüstmann
08.08.2006, 17:40
Hallo Rainer,
vielen Dank für Ihre ausführliche Information.
Ich glaube, daß viele Beobachter dieses Beitrages, genau wie ich, doch einige Denkanstöße und Erkenntnisse erfahren werden.
Es freut mich sehr, in diesem Forum meinen Horizont erweitern zu dürfen
und verbleibe mit freundlichen Grüßen,
Dieter Rüstmann
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