Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einfach - Genial - Gedanke - Erfindung - Protoytp - Patent....und was jetzt?
Hallo liebe Erfindergemeinde,
ich habe eine simple einfache und auch leicht zu kopierende Erfindung gemacht. Habe mir einen Prototypen entwickelt/entwickeln lassen und die Recherche ergebnislos durchführen lassen. Nun ist der Anwalt beauftragt das Patent für DE zu erwirken. Kostenpunkt hierfür sind ca. 3500€ inkl Steuern.
Nun beschäftige ich mich mit dem Theam sehr ausgiebig und stoße auf große Schwierigkeiten.
Ich erzähle mal vielleicht etwas zum Hintergrund.
Es ist eine Erfindung aus dem Modebereich, besser gesagt ein Zubehör, welches einerseits einen höheren Tragekomfort und andererseits einen optisch sehr ansprechenden Effekt hat.
Da wir und die Masse immer wieder Schönheitsidealen nacheifern, ist diese Sache eine tolle Ergänzung.
Zudem ist es ein Produkt aus dem Niedrigpreissektor, sprich sollte nicht mehr als 8 - 14 € den Verbraucher kosten.
Beispiel wäre ein Gürtel, hat +- genau die gleichen Eigenschaften.
Zur Zielgruppe gehört wohl eher der männliche Teil von 12 - 40 Jahren
Nun das Problem:
WIe gehe ich jetzt am besten vor, sobald ich das Patent eingereicht habe?
1. Versuche ich das sofort in Fernost nach meinem Prototypen realiseren zu lassen um ein Überblick zu bekommen, was es mich letzendlich kostet?
2. oder versuche ich an die Hersteller mein Patent/Lizenz zu verkaufen?
3. Bräuchte ich um eine Lizenz zu verkaufen das Endprodukt oder reicht auch schon der Prototyp.
4. Sollte ich Risikoinvestoren zu überzeugen?
5. oder sollte ich einfach mal 1000 stck produzieren lassen und kleine brötchen hier backen?
6. laufe ich dann Gefahr das die in Fernost das Potenzial erkennen und anfangen selbst zu verkaufen?
Ich muss ehrlich sagen, ich bin leicht überfrodert, ich bin zwar jung(30) aber nicht dumm. Hab mir auch schon abgeschminkt 10mio euro nur für den Verkauf des Patents zu bekommen, wobei das ehrlich gesagt bei dem Potenzial international ein lächerlicher Betrag wäre.
Ich lese und beschäftige mich sehr sehr viel und lese mir viele Erfolgsgeschichten wie von Dyson oder Adams durch, aber ich fühl mich dieser Dimension schlichtweg nicht gewachsen - vor allem aufgrund des Fehlenden Kapitals und dem Klau meiner Idee. Falls Ihr das noch nicht entdekct hab, lest euch mal durch was mit Boris Dolkani und seinem Runman ist - gegen Milliardenkonzern.
Er hatte die Rechte - er hätte auch klagen können - nur hätte das Jahre gedauert und Millionen € verschlungen!!
Das vor allem macht mich besorgt
Kennt jemand von euch den Erfinder Roger Adams - die Schuhe mit der Rolle inder Ferse - Heelys?
Wenn Ihr euch seine Erfolgsgeschichte durchlest - wäre dieser Weg auch mein / vielleicht auch euer Ziel?
Zu den Schuhen mit der Rolle in der Ferse - hättet Ihr gedacht das es solches Potenzial hat?
Hätte mir Roger Adams das erzählt, hätte ich Ihm gesagt ist eine gute Idee, versuch es, aber ich glaub nicht das es die erste und einzige Erfindung seines Lebens ist, die Ihm Millionen verschafft.
Und ich sage euch, wenn das funktionert hat - wie man sieht - ist in meiner idee mindestens das gleiche wenn nicht das doppelte Potenzial vorhanden.
Meine Sorge ist schlichtweg, Schritte in die falsche Richtung zu gehen.
Wenn ein Investor da wäre, würde ich das ganze so angehen:
Kapital vorhanden
internationale Patente in 25 kaufkräftigen Ländern erwirken
Produktion starten lassen in Fernost
Mögliche Abnehmer/ Großhändler/ und Internetverkaufsplattformen wie Amazon & co. kontaktieren finden
Zeitgleich Marketing - eine Werbekampamgne in Deutschland starten Internetpräsenz / Werbedisplays / möglichst TV Werbung, diese ggf. mitfinanzieren lassen.
Anschließend nach Markteinführung global aktiv werden und in den 25 Ländern Lizenznehmer finden.
Das was sich hier in 5 locker daher gesagten Sätzen so liest, ist wenn es denn korrekt ist, ein organisatorische Aufwand, dem ich mich z.Zt nicht gewachsen fühle.
Die Erfindung als solche ist genial und das Potenzial riesig, wenn nur minimal gerechnet jeder 100te in Deutschland(82mio) sagt, das will ich, das brauch ich. Naja das kann man sich leicht umrechnen auf 25 kaufkräftige Länder.
Achso, dazu kommt das aller größte Anfangsproplem, nach meinem DE-Patent habe ich ja nur 12 monate Zeit es international anmelden zu lassen. Was für Kosten kommen da auf mich letzendlich zu?
Ich denke man kann Ansätze und Ängste gut erkennen und bin mal gespannt was Ihr davon haltet`
Gruß Mitchel
Um hier jetzt auf alle Punkte eingehen zu können benötigte ich wesentlich mehr Zeit als ich habe und einige DinA 4 Seiten an Text. Aber dafür das die Idee noch nicht einmal angemeldet ist, dies:
Ich hoffe Du hast den Prototypen von jemanden herstellen lassen den Du 150% vertrauen kannst!
Wenn Du das Kapital für die Anmeldung hast, melde umgehend an unzwar über einen Patentanwalt der in diesem (!) Bereich tätig ist. Wenn nicht, dann goo**el mal nach Verfahrenskostenhilfe.
Hast Du angemeldet, lasse z.B. über Ostasien 1.000 Stück – wenn Du überhaupt jemanden findest der sich mit 1.000 Stück einlassen würde - oder mehr davon herstellen und verkaufe die dann z.B. über eBay, Amazon, Hood, Auxion und wie sie alle heißen mögen sowie über eine gutgemachte Produktseite mit Shop von Dir. Mit dieser Variante kannst Du nämlich auch gleich den Markt testen, also was, wenn überhaupt, dieser für Dein Produkt bereit ist zu investieren. Fange z.B. mit der doppelten Kalkulationssumme an.
Beispiel:
Die Herstellung und Transport nach DE des Produktes kostet Dich Stück z.B. 5,00 Euro. Um daraus nun auch für Dich zumindest ein rentables Produkt zu machen, würde ich den Preis von z.B. 29,90 Euro ausprobieren. Lass das dann mal einige Monate oder mindestens 6 Wochen so stehen. Findest Du keinen Käufer, kannst Du Stück für Stück weiter runtergehen aber nicht zu schnell! Sollte Dein Produkt aber die Marke von 9,90 Euro reissen, solltest Du dieses Projekt neu überdenken. Es sei denn Du willst nur Deinen Keller als Lagerstätte nutzen und eine Ein-Mann Firma aufziehen, wobei das dann aber hart wird, gerade wenn man bedenkt wie viele Produkte man bei diesem Preis verkaufen müsste um einigermaßen gut über die Runden zu kommen und die bisher gemachten Ausgaben und Folgekosten auch wieder rein zubekommen.
Geklaut wird überall, da ist der Innovationsbereich keine Ausnahme! Wer aber nicht wagt, der auch nicht gewinnt oder anders gesagt, wer nicht kämpft hat schon verloren ;)
Den Teil mit „wenn das Kapital da wäre, na dann würde ich aber....“ kannst Du komplett vergessen! Träume sind Schäume und Investoren wollen Fakten sehen, keine Wunschträume. Fakten schafft man z.B. über einen gut funktionierenden Verkauf und über Bilanzen. Höhere Gewinne bzw. Ausgaben minimieren kannst Du z.B. damit, das Du später mal 10.000 oder 100.000 Stück herstellen lässt, dann ist der Einzelpreis für die Herstellung um einiges geringer als wenn Du „nur“ 1.000 herstellen lässt. Das schafft man dann aber auch nicht mit einem Keller als Lager ;)
Eine internationale Anmeldung kann schnell mal 200.000 Euro kosten, vielleicht reicht auch eine europäische mit den 5 größten Volkswirtschaften die dann auch nur ein Bruchteil kosten würde?
Vielleicht ist dieser Bericht für Dich interessant: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,524172,00.html
Hallo Kollegen,
mir geht es aktuell genau wie Mitchel. Das Patent steht und ist seit einiger Zeit angemeldet.
Der Prototyp ist auch in Arbeit.
Mein Plan ist es den marktfertigen Prototypen einer Firma exklusiv vorzustellen - mit dem passenden Produktportfolio - und die meiner Meinung nach das nötig Knowhow hat, das Gerät auf den Markt zu bringen.
Wenn die Firma kein Bedarf hat - gehe ich zur nächsten usw. Ich hätte auch kein Problem das Gerät selber zu vertreiben.
Ich kann aber aus Erfahrung sagen - fertigt oder lasst den Prototyp so sauber und präzise wie möglich herstellen, am besten Markttauglich - nur so kannst du einen Einkäufer überzeugen -mit einem wackeligen, klapprigen und unsauber ausgeschnitten Prototyp brauchst du nicht zu kommen.
Ich will mit der Idee als solche werben -mit der Einzigartigkeit - nicht irgendwo bei Ebay oder so einstellen und die Preise nach unten korrigieren.
Gibt es in diesem Forum jemanden der es ähnlich wie Herr Krinner aus dem „Spiegelbericht“ geschafft hat?
Oder der von seinen Tipps und Tricks mit dem Umgang von Firmen: wie Interesse wecken - der Kontaktaufnahme z.B. direkt zum Geschäftsführer, Forschung- und Entwicklungsabteilung, dem Vertriebsleiter oder der Marketingabteilung - sowie zur ersten Präsentation, zusätzlich zum Prototypen, oder geht es auch nur mit Zahlen, Absatzgebiete usw. als PowerPoint, als Zeichnung usw. berichten kann?
Zitat:
Das Geheimnis aller Erfinder ist, nichts für unmöglich anzusehen. Justus Freiherr von Liebig
Mit freundlichen Grüßen
Ascona
Mein Plan ist es den marktfertigen Prototypen einer Firma exklusiv vorzustellen - mit dem passenden Produktportfolio - und die meiner Meinung* nach das nötig Knowhow hat, das Gerät auf den Markt zu bringen. Wenn die Firma kein Bedarf hat - gehe ich zur nächsten usw.
Damit verbrauchst Du nicht nur unnötig viel Zeit, wenn es nämlich nicht wirklich der absolute Kracher ist, ist das auch vergeudete Zeit, zumindest in DE ;) Investiere die Zeit lieber in ein eigenes Marketing und Vertriebskonzept und überzeuge dann später, sobald Du Zahlen NACHWEISEN kannst, Großhändler oder Handelsriesen wie die Metro, Tengelmann, Baumarkt, Eletromärkte usw. ;)
Du kannst aber auch Klinken putzen gehen, dazu brauchst Du aber ein wirklich dickes Fell und einen ruhigen Geist!
Ich kann aber aus Erfahrung sagen - fertigt oder lasst den Prototyp so sauber und präzise wie möglich herstellen, am besten Markttauglich - nur so kannst du einen Einkäufer überzeugen -mit einem wackeligen, klapprigen und unsauber ausgeschnitten Prototyp brauchst du nicht zu kommen.
Exakt! Dem ist natürlich nichts mehr hinzuzufügen ;)
Ich will mit der Idee als solche werben -mit der Einzigartigkeit ...
Das ehrt Dich......wirklich.....aber ist das nicht für eine Erfindung / Patent Grundvoraussetzung?
... - nicht irgendwo bei Ebay oder so einstellen und die Preise nach unten korrigieren.
Weshalb nicht? Bei vielen Produkten ist genau DAS die Alternative zu einer sehr kostspieligen Markanalyse, zumindest was die Markttauglichkeit – braucht der Markt mein Produkt? / was wäre es dem Markt ( Kunden ) wert bzw. was wäre er bereit für dieses Produkt zu bezahlen? / doch sehr wichtig um für größere Stückzahlen und Zukunftsinvestitionen zu kalkulieren - die nur ernst genommen wird, wenn diese von einem NAMENHAFTEN Institut erstellt wurde ;)
Gibt es in diesem Forum jemanden der es ähnlich wie Herr Krinner aus dem „Spiegelbericht“* geschafft hat?
Möglich aber Erfinder neigen offenbar dazu die Klappe fallen zu lassen wenn sie es geschafft haben ;) Im übrigen hat Herr Krinner es wohl alleine herstellen lassen und verkauft, zumindest anfänglich. Worüber heute wohl sein Produkt massenweise verkauft wird? ;)
Leute, vergesst nie, dass gerade bei den Auktionshäusern ein Millionenmarkt existiert, wo TÄGLICH etliche Millionen Kunden „rumlaufen“ und einfach nur mal überrascht werden wollen und Geld loswerden wollen ;)
Oder der von seinen Tipps und Tricks mit dem Umgang von Firmen: wie Interesse wecken - der Kontaktaufnahme z.B. direkt zum Geschäftsführer, Forschung- und Entwicklungsabteilung, dem Vertriebsleiter oder der Marketingabteilung - sowie zur ersten Präsentation, zusätzlich zum Prototypen,
Ich könnte Dir einige Anekdoten meiner Erfahrungen mit Unternehmens- und Konzernleitern erzählen, diese würden Dir aber ganz sicher nicht gefallen! Oder Thomas? Was sagst Du dazu? :drink: :mauer:
Das Geheimnis aller Erfinder ist, nichts für unmöglich anzusehen. Justus Freiherr von Liebig
Das ist wohl wahr! Nur hat der liebe Herr Liebig damit nicht die Verwertung von Erfindungen gemeint ;)
Passend wäre vielleicht:
Bei Erfindungen ist der Erste immer der Dumme; den Ruhm kassiert der Zweite, und das Geschäft macht erst der Dritte.
Martin Kessel 1901
In diesem Sinne ;)
Hallo Erfinderkollegen,
hallo Rainer,
erzähl doch mal von deinen Fehlern und wie du was anders machen würdest!? Würde mich schon mal Interessieren.
Du hast doch schon einiges angemeldet!
Vielleicht hast du mit deiner RFID -Gepäck - Idee deine potenziellen Interessenten mit der enormen Einsparung (du schreibst von zig Millionen) nur verschreckt. Ich würde mir eine paar Legos oder Fischer-Technik Teile kaufen und ein funktionierendes Modell bauen, so das es in einen großen Koffer passt, und würde es, vielleicht nicht mehr gerade bei AIR BERLIN, sondern irgendwo anders vorstellen.
Zitat:
Möglich aber Erfinder neigen offenbar dazu die Klappe fallen zu lassen wenn sie es geschafft haben Im übrigen hat Herr Krinner es wohl alleine herstellen lassen und verkauft, zumindest anfänglich. Worüber heute wohl sein Produkt massenweise verkauft wird?
Das glaube ich nicht - einmal Erfinder immer Erfinder. Ein Erfinder kann doch an keiner störenden „Sache“ vorbeigehen ohne nicht wenigstens nach einer möglichen Lösung gegoogelt zu haben, bzw. bei größerem Interesse im Depatisnet nachgeschaut zu haben -mir geht es jedenfalls so.
Ich habe mir vor einigen Jahren auch so einen Christbaumständer gekauft - simpel und genial.
Zitat:
Das ehrt Dich......wirklich.....aber ist das nicht für eine Erfindung / Patent Grundvoraussetzung?
Wenn ich meine Idee für alle sichtbar veröffentliche, so vermindere ich den Marktwert - jeder weiß wie es aussieht und funktioniert - das ist doch für eine Firma und für die Jungs z.B. aus Asien eine Einladung zum kopieren. Es sollte schon eine Firma sein, die sich mit Patentverletzungen auskennt und genug „Manpower“ haben um schnell Gegenmaßnahmen einzuleiten - eben das einzigartige zu schützen.
Eine wirklich gute Idee erkennt man darin, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen scheint. (Albert Einstein)
Mit freundlichen Grüßen
Ascona
erzähl doch mal von deinen Fehlern und wie du was anders machen würdest!....?
Wie kommst Du darauf das ich Fehler gemacht hätte? Oder das ich etwas anders machen würde? Ok, da gibt es schon etwas wo ich einen Fehler gemacht habe und wo ich Eines anders machen würde ;)
Was ich anders gemacht hätte: Ich würde, wenn ich zurückgehen könnte, schon 2003 anmelden, da war das Projekt nämlich bereits fertig.
Wo ich einen großen Fehler gemacht habe: Ich würde nicht noch einmal auch nur eine Minute Zeit mit der Firma verschwendet, der ich das Projekt als Erste jahrelang versucht habe schmackhaft zu machen um daraus eine internationale Anmeldung zu realisieren! Obwohl es alle Geschäftsführer umsetzen wollten, die wechseln in dieser Firma in etwa so, wie andere die Unterhosen, hat nicht einer auch nur einen Finger krum gemacht! Andere europäische Staaten sind da schon sehr viel weiter!
Würde mich schon mal Interessieren.
Das glaube ich Dir gerne, nur sollte jeder seine eigenen Erfahrungen mit dem „Land der Dichter und Denker“ oder wohl verbreiteter „Deutschland, Land der Ideen“ machen. Zumal es in andere Bereiche, der Flughafen Bereich ist ein wirklich kaum durchdringbarer Bereich, es vielleicht anders laufen könnte. Ich hatte Kontakte zu Fluggesellschaften, zu Flughäfen, RFID Produktfirmen, zu Ingenieuren, Geschäftsführer, Aufsichtsräten, Vorständen – habe ich was vergessen? - und bin immer noch nicht viel weiter als ich es 2005 war. Nun mögest Du vermutlich denken, dass die Idee, Umsetzung oder Realisierung Müll wäre. Wäre zumindest auch meine Einschätzung wenn ich das so in einem Forum lesen würde. Nur was wäre dann das Projekt zwischen Dubai und England? Tja, nach Dubai hatte ich Kontakt, habe alles hingesendet was ich hatte und nach relativ kurzer Zeit war dann da ein Pilotprojekt, äussert zuverlässig übrigens ;)
Nein ich will hier nicht rumweinen, man hätte aber wenigsten mal danke sagen können ;-)
Du kannst aber generell mal damit rechnen, wenn man einem Interessenten einen Schmackhaften Businessplan vorlegen kann, bereits die ersten 100.000 Stück eines Produktes – natürlich selber vorfinanziert – vorlegen kann und kurzfristig verkauft hat, man bereits eine Vertriebsstruktur mit 10 oder 20 Großhändlern hat die einem langfristig im Jahr > 100.000 Stück abnehmen, man ein Patent hat welches bereits in mehreren Staaten angemeldet ist und dieses sogar schon vor Gericht verteidigen konnte – man spricht dann von einen gehärteten Patent / Schutzrecht – dann, aber auch nur dann wäre hier in Deutschland möglicherweise jemand bereit in ein Projekt zu investieren! Obwohl, selbst dann glaube ich das nicht mal so wirklich. Es sei denn, man will in kürzester Zeit eine AG gründen und die Zügel anderen in die Hand geben ;)
Vielleicht hast du mit deiner RFID -Gepäck - Idee deine potenziellen Interessenten mit der enormen Einsparung (du schreibst von zig Millionen) nur verschreckt.
In dem Bereich geht es erst im achtstelligen Bereich los interessant zu werden ;) Sechs- oder siebenstellige Ausgaben werden von der Sekretärin aus der Portokasse bezahlt oder haben bereits einen festes Konto in der Buchhaltung und / oder einen festen Stammplatz in der Bilanzierung ;-)
Aber es geht bei diesem Projekt nicht nur ums Geld! Es geht auch darum den Passagieren den Flug und die Landung so angenehm zu machen wie es geht. Lese Dir mal die Zahlen der AEA oder SITA durch, da sind Fluggesellschaften aufgelistet, wenn ich mit die fliegen würde, hätte ich ein mullmiges Gefühl ob mein Gepäck auch wirklich am Tag wo ich ankomme auch ankommen wird. Anderseits ist dieses Projekt auch darauf spezialisiert, die Sicherheit im internationalen Luftverkehr massiv zu erhöhen sowie die gesamte (!) Bodenabfertigung zu optimieren und an vielen anderen Stellen zu perfektionieren!
Schön theoretisch geschrieben nicht wahr? Ich kann das auch, denn ich arbeite seit 20 Jahren auf den Berliner Flughäfen ;)
Ich würde mir eine paar Legos oder Fischer-Technik Teile kaufen und ein funktionierendes Modell bauen, so das es in einen großen Koffer passt,
Hehehe, hast Du Dir mal unsere Firmenseite durchgelesen? In einem Koffer? Nein, hast Du Dir nicht durchgelesen ;-)
...sondern irgendwo anders vorstellen.
Hab ich bzw. ein ehemaliger Geschäftsführer eines Bodenverkehrsdienstleisters! Sie drohten dieser Firma mit massivsten Konsequenzen wenn diese Firma da eigenmächtig einsteigt ;)
Auch eine andere Airline hatte ich im Focus, eine englische mit wirklich enormen Problemen in diesem Bereich. Als die aber etwas von Kosten hörten, damals kam ich noch nicht auf die Idee die Geschichte selber zu finanzieren und erst bei Erfolg auf eine Lizenzvereinbarung zu hoffen, brauchten die ein Sauerstoffzelt weil sie plötzlich Schnappartmung bekamen ;)
Das glaube ich nicht - einmal Erfinder immer Erfinder.
Oh, da hast Du mich aber falsch verstanden. Ich meinte nicht das Erfinder aufhören zu Erfinden. Ich meinte damit, dass erfolgreiche Erfinder offenbar keine Zeit mehr haben sich um den „Nachwuchs“ zu kümmern ;) Oder hast Du schon in einem deutschen Forum etwas von einem erfolgreichen Erfinder gelesen? Der sogar noch Tipps gibt oder bereit wäre einem einen kleinen „Schubs“ zu geben? Ich nicht! Lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren ;)
Wenn ich meine Idee für alle sichtbar veröffentliche, so vermindere ich den Marktwert - jeder weiß wie es aussieht und funktioniert* - das ist doch für eine Firma und für die Jungs z.B. aus Asien eine Einladung zum kopieren.
Ja, aber wo ist denn bitteschön der Unterschied, ob Du schnell und präzise an den Markt der Interessenten ran gehst oder erst nachdem Du einen Interessenten gefunden hast? Dann wird es eben später kopiert ;-)
Es sollte schon eine* Firma sein, die sich mit Patentverletzungen auskennt* und genug „Manpower“ haben um schnell Gegenmaßnahmen einzuleiten* - eben das einzigartige zu schützen.
Und Du glaubst solch eine Firma wartet auf ein Projekt in welches sie einsteigen kann und dann noch dabei fair bleiben wird? Hast Du schon einmal, weil Du vom asiatischen Markt sprichst, einen Kopierer aus Asien verklagt? In solchen Angelegenheiten, gerade wenn es sich um Produkte des Alltags handelt welches dann verbotener Weise – vorausgesetzt Du hast in DE ein gültiges Schutzrecht - in DE vertrieben wird , hast auch Du z.B. als Gewerblicher mit Schutzrecht schon relativ gute Chancen auf z.B. Unterlassung und Schadensersatz zu pochen. Das würde jetzt aber den Rahmen hier wirklich sprengen ;)
Ach übrigens, kennst Du den § 12 Abs.1 Satz 1 u. 2 [Vorbenutzungsrecht] (http://transpatent.com/gesetze/patg.html#12)? Ein Paragraph, der es in sich hat und einige große Konzerne auf dumme Ideen und dummes Handeln bringt :engel:
Eine wirklich gute Idee erkennt man darin, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen scheint. (Albert Einstein)
Nicht schlecht, was hältst Du davon:
In Amerika wird man vom Tellerwäscher zum Millionär. In Deutschland wird man vom Tellerwäscher zum Hartz4 Empfänger. ( Rainer Dahlmann )
Oder
Ich bin nicht da wo der Markt ist, ich bin da wo der Markt in 10 Jahren sein wird ( Rainer Dahlmann )
:streichel:
Digit_AL
06.09.2010, 21:41
wenn ich das so lese..............ich such mir ein anderes hobby.
Lass Dich mal nicht von meinen Geschichten aus dem Lot bringen ;) Mit dem RFID Projekt ist es eben schwer. Schwer deshalb, weil es in Deutschland einfach zu wenige mögliche Interessenten gibt. Es gibt da nur Flughäfen, Fluggesellschaften und Bodenverkehrsdienstleister. Insgesamt also doch eine sehr überschaubare Marktbreite. Geht man davon aus das oben genannte vielleicht 50 oder 75 Möglichkeiten in DE wären das Projekt an den man zu bringen, ist das nicht wirklich viel ;)
Bei anderen Ideen sieht die Marktlage der Interessenten sicher viel anders aus. Das Problem bei uns ist doch auch dieses, wir brauchen unbedingt einen Kunden, der uns seine Passagiere und dessen Gepäckstücke zur Verfügung stellt. Solange wir den nicht haben, können wir auch nicht loslegen. Ins Boot holen wir dann für dieses Projekt einen der größten, wenn nicht DER Größte, Konzern in Deutschland, der sich in dieser Materie auch bestens mit auskennt, zumindest technisch ;)
Aber wie gesagt, ohne Kunden kann es nicht losgehen, finanzieren tun wir die Umsetzung selber ;)
Also, lass mal den Kopf nicht hängen, jede Geschichte verläuft anders ;)
Ich habe mal mit einem sehr bekannten Bodenverkehrsdienstleister über das Projekt gesprochen und denen mal einiges von dem Konzept erzählt. Der damalige Geschäftsführer wollte dieses Projekt nicht. Nicht weil ER es nicht gut findet, sondern weil ein Verantwortlicher, in dessen Bereich diese Materie fällt, erzählte, dass diese Firma bezüglich Fehlleitung von Gepäckstücken absolut keine Probleme hat - offenbar ein absoluter Einzelfall - und er auf ihn gehört hat. Heute ist der GF zwar nicht mehr dabei aber diese Entscheidung zieht heute noch seine Spuren zumal der selbe Verantwortliche heute für die gleiche Firma aber auf einen anderen Flughafen Verantwortung trägt.
Weißt Du wie diese Firma heute von einem seiner wichtigsten Kunden das Transfergepäck ( Umsteigegepäck ) sortiert? Mit der Hand und mit sechs bis acht Mitarbeitern pro Schicht, die das zusammengewürfelte Gepäck von voll beladenen Hängern zerren muss, um es dann nach Destinations ( Zielorten ) zu sortieren. Da stehen also dann vier bis ...... n Gepäckhänger mit Gepäck in einer Halle, welches in die unterschiedlichsten Ländern und Flughäfen muss und die geniale Idee des o.g. war die, das Gepäck mit den Händen auf noch mehr Gepäckhänger zu sortieren und dann von den Ladegruppen in die Flugzeuge verladen zu lassen. Das Geschleppe kannst Du Dir sicher vorstellen. Von der Zeitverschwendung mal ganz abgesehen und das es das eine oder andere Gepäckstück dann nicht pünktlich in das Flugzeug schafft dürfte offenbar auch kein Problem sein – Deutschland, Land der Erfinder ;)
Hallo Rainer,
Zitat:
Das glaube ich Dir gerne, nur sollte jeder seine eigenen Erfahrungen mit dem „Land der Dichter und Denker“ oder wohl verbreiteter „Deutschland, Land der Ideen“ machen. Zumal es in andere Bereiche, der Flughafen Bereich ist ein wirklich kaum durchdringbarer Bereich, es vielleicht anders laufen könnte. Ich hatte Kontakte zu Fluggesellschaften, zu Flughäfen, RFID Produktfirmen, zu Ingenieuren, Geschäftsführer, Aufsichtsräten, Vorständen – habe ich was vergessen? - und bin immer noch nicht viel weiter als ich es 2005 war. Nun mögest Du vermutlich denken, dass die Idee, Umsetzung oder Realisierung Müll wäre. Wäre zumindest auch meine Einschätzung wenn ich das so in einem Forum lesen würde. Nur was wäre dann das Projekt zwischen Dubai und England? Tja, nach Dubai hatte ich Kontakt, habe alles hingesendet was ich hatte und nach relativ kurzer Zeit war dann da ein Pilotprojekt, äussert zuverlässig übrigens
Keines Falls.
Ich habe einige Erfinder auf verschiedenen Messen (z.B. IENA) kennen gelernt und philosophieren gehört. Jeder einzelne ist von seiner Idee sowas von begeistert - als wäre es das Nonplusultra.
Und das ist auch gut so, jede Firma die eine eigene Vertriebsabteilung hat, würde sich wünschen solche Leute zu haben, die für das zu verkaufende Produkt so schwärmen, 100.000ende Vorteile präsentieren, den Wettbewerb in Grund und Boden reden und so viel Herzblut und Zeit investieren.
Zitat:
Schön theoretisch geschrieben nicht wahr? Ich kann das auch, denn ich arbeite seit 20 Jahren auf den Berliner Flughäfen
Kann ich mir nicht vorstellen dass du dort kein Gehör findest.
Eine Firma in meiner Nachbarschaft - hat ein US Konzern übernommen - gibt es seit einiger Zeit ein Verbesserungs- bzw. Vorschlagswesen die Ideen und Vorschläge der Mitarbeiter
einmal im Monat in einem Briefkasten sammelt, in einem Gremium berät, prüft und dann richtig Kohle an den Mitarbeiter, der Gruppe oder der Abteilung ausbezahlt. Hat jetzt zwar nichts mit dem Erfinden einer Sache zu tun, aber es gibt noch Firmen die auf Ideen von Mitarbeitern großen Wert legen.
Zitat:
Oh, da hast Du mich aber falsch verstanden. Ich meinte nicht das Erfinder aufhören zu Erfinden. Ich meinte damit, dass erfolgreiche Erfinder offenbar keine Zeit mehr haben sich um den „Nachwuchs“ zu kümmern Oder hast Du schon in einem deutschen Forum etwas von einem erfolgreichen Erfinder gelesen? Der sogar noch Tipps gibt oder bereit wäre einem einen kleinen „Schubs“ zu geben? Ich nicht! Lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren
Nein, habe ich noch nicht gehört, aber vielleicht taucht ja bald einer auf - vielleicht liest ja sogar Herr Krinner mit. :-)
Es ist trotzdem Schade dass hier den wenigen Erfindern nicht mehr Mut gemacht wird - manche haben sogar Verfolgungswahn.
Mit freundlichen Grüßen
Ascona
Thomas Moos
07.09.2010, 22:30
Es ist trotzdem Schade dass hier den wenigen Erfindern nicht mehr Mut gemacht wird - manche haben sogar Verfolgungswahn.
Na ja, das ist ja auch kein Strukturvetrieb hier der Illusionen schüren soll, sondern ein Forum welches möglichst sachlich die Erfahrungswerte darstellt, die aufzeigen wie es einem als Erfinder so ergeht, was man wissen sollte, was man machen sollte, und was man vielleicht besser nicht machen sollte.
Euphorie und Begeisterung haben die meisten Erfinder ohnehin, nur die Realität sieht dann spätestens bei der Umsetzung etwas anders aus. Wie ich es hier schon einmal schrieb, es ist ein schleichender Übergang von der Vision zur Illusion, aber die meisten merken das nicht.
Erfinder sein, kann ich auf jeden Fall keinem wirklich empfehlen. Mut machen sollten die, die an Erfindern verdienen, aber hier sollte man schon die Dinge benennen wie sie sind. Und der Markt für Enzelerfinder ist einfach denkbar schlecht.
Beste Grüße,
Thomas Moos
Digit_AL
08.09.2010, 22:09
http://de.news.yahoo.com/34/20100907/tsc-fuenfjaehriger-wird-mit-besen-zum-ge-98fda55.html
noch fragen? der artikel ist bestimmt schon bekannt, ich hab ihn aber grad erst gelesen.
Ich habe einige Erfinder auf verschiedenen Messen (z.B. IENA) kennen gelernt und philosophieren gehört. Jeder einzelne ist von seiner Idee sowas von begeistert - als wäre es das Nonplusultra.
Und das ist auch gut so, jede Firma die eine eigene Vertriebsabteilung hat, würde sich wünschen solche Leute zu haben, die für das zu verkaufende Produkt so schwärmen, 100.000ende Vorteile präsentieren, den Wettbewerb in Grund und Boden reden und so viel Herzblut und Zeit investieren.
Nicht jede Firma ist für solche Mitarbeiter dankbar, zumindest die einzelnen Hierarchien in den einzelnen Abteilungen sind innovativ denkende Menschen ein Dorn im Auge! Wieso? Naja, stell Dir mal vor, ein kleiner Angestellter versucht einem Manager zu erklären wie die Welt gestrickt ist. Theoretisch müsste dann dieser Manager zu seinem Vorgesetzten gehen und erzählen, dass er einen Untergebenen hat der pro Jahr durch eine Idee 1 Mio Euro einsparen kann. Da würde dann der Manger aber dumm aus die Wäsche gucken wenn sein Vorgesetzter in dann fragt weshalb ihm das nicht eingefallen ist ;) Also, was macht der Manager der von seinem Untergebenen eine Top Idee erfährt? Er sagt das die Müll ist und / oder er sagt das er eine ähnliche Idee hat und diese kurz vor der Umsetzung steht ;) Schütze Ar*** im letzten Glied ist somit raus und der Manager heimst die Lorbeeren ein oder wieso werden hier in DE so viele gute Ansätze durch inkompetente „Führungseliten“ so versaut?
Das selbe gilt übrigens auch für Firmen, Holding oder Großkonzerne die einen oder mehrere Gesellschafter haben und diese Gesellschafter einen Geschäftsführer für Ihre Interessenten einsetzen. Schütze Ar*** im letzten Glied geht gleich zum Geschäftsführer und erzählt ihm etwas von einem noch nie dar gewesenen Produkt, welches zusätzlich zu dem momentanen Produkten Mio im Jahr an Zusatzeinnahmen bescheren würde ohne großartig an den Fertigungsstraßen rumzupulen.
Der Geschäftsführer wird dann ebenso wie oben argumentieren und erzählen, dass die Idee bereits kurz vor der Einführung steht, sich groß bei dem kleinen Socken bedanken für den gezeigten Ergeiz und Einsatzwillen und ihn wieder an seinen Arbeitsplatz schicken, weil Zeit ist ja Geld. Oder glaubst Du das ein Geschäftsführer zu seinen Chefs, den Gesellschaften, rennt und denen erzählt das eine 8 Euro Kraft zu ihm kam und eine revolutionäre Idee hatte? Dann könnte der nämlich auch einpacken, weil der wohl nicht in der Lage war selber etwas zu entwickeln was ähnliche Ausmaße hat ;)
Uns so geht das eben von unten nach oben und der kleine man ist eben der doofe, der leichtfertig mal so eben jährliche zweistellige Mio Einnahmen ins Klo runter gespült hat weil er an die Loyalität der Firma und faires Gutmenschentum seiner Vorgesetzten geglaubt hat und der vermutlich mit als erstes den Betrieb verlassen darf wenn die Auftragslage mal wieder nicht so dolle ist, denn wer geht immer als letztes? ;)
DAS ist die deutsche Kultur in vielen deutschen Firmen, nicht in allen aber sicher doch in vielen. Ich kenne sogar eine Firma, die will das sich die Mitarbeiter in Projektgruppen zusammen tun und sich Gedanken über neuartige Arbeitsweisen und / oder sich Gedanken zu mehr Effektivität der Mitarbeiter machen sollen. Das ist im Grunde nichts verwerfliches, nur wenn diese Firma nicht bereit ist diese Leistungen auch finanziell zu honorieren, dann weiss ich nicht so recht ;)
Kann ich mir nicht vorstellen dass du dort kein Gehör findest.
Glaub mal, so ist es aber! Es gibt eine Firma mit der ich über mein Konzept gesprochen habe. Dabei kam dann natürlich auch zur Sprache, dass Gepäckstücke mit einem RFID Chip im handelsüblichen Gepäckanhänger ( Gepäcklabel ), der ja von jedem Check-In Schalter Angestellten an den einzelnen Gepäckstücken angebracht wird, automatisch beim Einladen des Gepäcks von einem am Gepäckförderband, welches beim Beladen eines Flugzeuges benutzt wird, befestigten RFID Reader u.v.a. gezählt werden kann und somit definitiv auch keine Gepäckzahlendifferenzen mehr stattfinden – also wie viel Gepäckstücke der Check-In eingecheckt hat und wie viele Gepäckstücke tatsächliche ins Flugzeug verladen wurden – was immer wieder zu Verspätungen führt, weil die Zahlen falsch sind und der Flieger schlimmstenfalls wieder ausgeladen werden muss. Dies führt nicht nur zum verspäteten Start des Flugzeuges, was richtig viel Geld kostet pro Minute, das führt z.B. auch dazu, dass Passagiere ihre Anschlussflüge verpassen und / oder wichtige Termine nicht einhalten können.
Lange Rede kurzer Sinn, diese Firma mit der ich damals sprach hat dann etwa 12 oder 15 Monate später ein Gepäckförderband eingesetzt, welches über Infrarot die vorbei laufenden Gepäckstücke zählt. Verantwortlich dafür war dann das Genie, welches mir erzählt hat das diese Firma keine Probleme mit falschverladenes Gepäck hat und somit meine Zahlen offensichtlich falsch sind, was eine wirklich nette sechsstellige Summe an Einsparpotenzial pro Jahr war. Das die Gepäckzahlen zwischen den Abteilungen natürlich immer noch nicht immer stimmen und das mit dieser Art auch nicht sichergestellt werden kann das keine falschen Gepäckstücke in das Flugzeug gelangen, dass scheint offensichtlich kein Problem zu sein. Das liegt aber auch daran, dass selbst dieses Equivalent zum RFID System völlig falsch eingesetzt wird und bei meiner damaligen Erklärung des Konzeptes offensich nur halbherzig zugehört wurde und der Entscheidungsträger technisch eine absolute Niete ist :drink:
Eine Firma in meiner Nachbarschaft - hat ein US Konzern übernommen - gibt es seit einiger Zeit ein Verbesserungs- bzw. Vorschlagswesen die Ideen und Vorschläge der Mitarbeiter
*einmal im Monat in einem Briefkasten sammelt, in einem Gremium berät, prüft und dann richtig Kohle an den Mitarbeiter, der Gruppe oder der Abteilung ausbezahlt. Hat jetzt zwar nichts mit dem Erfinden einer Sache zu tun, aber es gibt noch Firmen die auf Ideen von Mitarbeitern großen Wert legen.
Möglicherweise ist das auch ein Grund, weshalb amerikanische Firmen erfolgreicher sind als z.B. deutsche Firmen. Dies dürfte zusätzlich aber auch einer der Gründe sein, weshalb z.B. in den USA einiges Mehr an Produktneuheiten rauskommt oder dort viele Praktiken mindestens 12 Monate vorher auftauchen. Andere schreiben eben lieber nur ab und bezahlen dafür ehe sie selber mal die Ar***backen zusammen kneifen und Innovationen „Made in Germany“ kreieren ;) Bei manchen Firmen frage ich mich manchmal wie die soweit kommen konnten. Ok, es gab in den letzten Jahren mehr als genug Korruptionsfälle „ Made in Germany“ die den Firmen dann auch Milliarden an Strafen gekostet haben aber das kann eben nicht alles sein weshalb Firmen teilweise so groß geworden sind aber nicht einmal ein eigenes Innovationsmanagement haben – kostet ja Geld und passt nun auch so garnicht in die „Geiz ist Geil“ Mentalität vieler Entscheidungsträger ;)
Nein, habe ich noch nicht gehört, aber vielleicht taucht ja bald einer auf - vielleicht liest ja sogar Herr Krinner mit. :)
Abwarten und Tee trinken ;)
Es ist trotzdem Schade dass hier den wenigen Erfindern nicht mehr Mut gemacht wird - manche haben sogar Verfolgungswahn.
Das liegt einfach auch daran, dass es hier in DE nicht all zu viel positives zu berichten gibt! Wir können auch denken und Leben „Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt“, zwischen Anspruch und Realität klaffen dann aber echt große Grand Canyons ;) Zum anderen würde diese Denke andere dazu verleiten, einfach mal eine Idee patentieren zu lassen und nur noch auf den Geldregen zu warten, ist ja einfach ein Millionär zu werden.
Wie gesagt, die Idee zu haben ist nicht nur der kleinste Schritt einer sehr langen Kette, sie ist auch nur die erste Stufe rauf zur Pyramide. Diese Idee dann zu patentieren, die zweite Stufe. Aus dem Patent dann ein Produkt zu machen, die Dritte. Aus dem nackten Produkt dann ein bekanntes Produkt zu machen, die Vierte. Mit dem Produkt dann auch Geld zu verdienen die Fünfte. Mit diesem Produkt dann Millionär zu werden die Sechste. Naja, irgendwann wird dann dieses Produkt für einen selbst zu langweilig und man lässt sich eine weitere Idee einfallen und fängt dann auch wieder bei der ersten Stufe an. Nur dann lässt es sich alles lockerer angehen, weil man schon ein relativ dickes finanzielles Polster und ein gut klimatisiertes Büro inne hat und sich bei Bedarf frisch aufgebrühten Kaffee bringen lässt ;)
Sven Hammer
25.03.2011, 16:47
Irgendwie gefällt mir die negative Grundstimmung hier nicht. Alles ist möglich, wenn man es richtig macht.
Den ersten Tipp, den ich jedem geben kann, macht es nicht alleine. Prinzipiell habt ihr immer zwei Möglichkeiten. Entweder ihr versucht den Vertrieb selber aufzuziehen oder ihr verkauft die Idee/das Patent an eine Firma, die die Vertriebswege bereits hat. Auch dafür solltet ihr euch Leute suchen, die so etwas schon einmal gemacht haben. Mit dem richtigen Vorgehen sind auch bei kleinen Ideen Millionenbeträge möglich.
Auch Kapitalgeber gibt es durchaus in Deutschland. Gerade bei Patenten gibt es auch unheimlich viele Förderungen vom Staat oder anderen Institutionen.
Egal welchen Weg ihr wählt, versucht es nicht alleine. Ja ihr müsst dann teilen, aber alleine verdienst du vielleicht ein paar Tausend mit der Idee/dem Patent, mit Mitstreitern können es dann aber Millionen sein. Die müsst ihr dann halt teilen. Vertrieb, Logistik, Produktion, Finanzen, Recht um nur einige zu nennen kann nie eine Person perfekt abdecken. Niemand hat heutzutage die nötigen Fähigkeiten auf allen Gebieten.
Digit_AL
28.03.2011, 21:03
ich bin so verängstigt worden, ich behalte meine ideen für mich, für immer. dann kann sie niemand klauen, mich niemand abzocken und habe keine finanziellen verluste und keinen stress.
ist doch ganz einfach.
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