Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : idee für eine dienstleistung schützbar?
denkerHH
28.04.2006, 13:37
moin moin,
erstmal schliesse ich mich dem allgemeinen lob für diese seite an - klasse, danke, weiter so!
aber zur sache:
ich möchte im bereich digitaler bildbearbeitung eine dienstleistung anbieten, die es so noch nicht gibt.
fiktives beispiel:
aus dem portrait einer frau erstelle ich durch manipulation ihrer weiblichen gesichtszüge das bild eines mannes - oder umgekehrt. :huh: digitale geschlechtsumwandlung sozusagen...
das finden auf einmal tausende von leuten so toll, dass auch andere dienstleister auf die idee kommen das gleiche zu tun, obwohl es ja meine idee war. da ich aber weltweit damit zu :anbet: ruhm, ehre und reichtum kommen will, sollen die das nicht dürfen!
meine frage ist also, ob man sich eine solche idee schützen lassen kann.
das verfahren an sich sollte eigentlich jeder brauchbare grafiker beherrschen, es geht also nur um die geschäftidee....
da bin ich ja mal gespannt von euch zu lesen und sag schon mal :D danke...
beste grüsse aus hamburg
jo
p.s.: schon gewusst? der biss eines einzigen pferde kann eine hornisse töten!
Hallo,
Geschäftsideen sind hier in DE nicht schützbar. Anders sieht es in den USA aus, dort kann man sich Geschäftsideen sichern lassen das nennt man dort dann „Business Method“. Der Markt (Größe der potenzielle Käufer) in den USA ist vergleichbar mit dem von Europa nur mit dem Unterschied das dort Innovationen eher angenommen werden und sich durchsetzen als hier z.B. in DE.
Eine andere Möglichkeit wäre es das Produkt als solches sich als Marke sichern zu lassen. Alle die dann folgen werden sind halt Nachahmer des Originals was Markt psychologisch auch ein Vorteil sein kann. Auf der anderen Seite gibt es hier in DE die Möglichkeit ein Patent anzumelden das auf ein bestimmtes Verfahren beruht - Verfahrenspatent. Da Sie aber schreiben das dieses Verfahren jeder brauchbare Grafiker beherrscht sehe ich ich hier kaum Chancen dies durchsetzen zu können, es sei denn das Sie sich ein Verfahren einfallen lassen das neu ist und eine gewisse erfinderische Höhe aufweist.
Vielleicht besteht auch die Möglichkeit das bestimmte Hardware benötigt wird die es so noch nicht gibt um effizienter ans Ziel zu kommen, dann können Sie diese dort mit anführen und sichern lassen. Sollten Sie eine Möglichkeit gefunden haben diesen Prozess zu automatisieren und dies beispielsweise über eine Software realisieren zu lassen können Sie diese Software dann auch schützen lassen.
Vielleicht helfen Ihnen meine Gedankengänge etwas weiter ;)
denkerHH
28.04.2006, 21:21
hallo rainer,
danke für ihre ausführungen - sowas hab ich mir ja schon gedacht....
es ist leider so, dass wirklich jeder meine idee umsetzen kann, der über ein wenig handwerkszeug in sachen bildbearbeitung verfügt - das von mir aufgeführte fiktive beispiel ist gut gewählt (es gibt zum beispiel auch internetseiten, auf denen man sich um jahre altern lassen kann - so rein grafisch) - einfach idee, sofort nachzuahmen.
aber wo sie es schon angesprochen haben: was müsste ich tun, um mir die idee in den USA sichern zu lassen? die amerikanische staatsbürgerschaft wäre das geringste problem, da ich sehr gute freunde dort habe, die sogar ähnliches arbeiten und die ich im falle einer internationalisierung gerne beteiligen könnte und würde.
sie merken schon, ich bin auch einer von denen, die ihre idee für ultimativ gut und gewinnträchtig halten :jump:
nun ja - einen versuch wäre es zumindest wert....
vielleicht haben sie ja den einen oder anderen link für mich, der mir weiterhilft. aber auch wenn nicht, bedanke ich mich herzlichst für ihre unterstützung bis hierhin.....
sonnige grüsse aus dem norden
jo
p.s.: schon gewusst? man kann den mond sogar von der chinesischen mauer aus sehen
Also die amerikanische Staatsbürgerschaft benötigt man nicht um dort ein Patent anzumelden. Das Prinzip ist ähnlich wie hier, nachdem Sie Ihre Idee zu Papier gebracht haben muss es ins englische übersetzt werden. Bei der Übersetzung sollten Sie auf jeden Fall Kontakt zu einer amerikanischen Anwaltskanzlei aufnehmen da bereits kleinste Abweichungen zu Problemen führen können. In den USA gilt auch nicht die „first to file“ sondern die „first to invent“ Regel also nicht wer zuerst anmeldet erhält das Patent sondern der, der die Erfindung nachweislich zuerst gemacht hat.
Aus meiner Sicht hat diese Eigenart und der Prozess dazu seine Vorteile denn man muss nicht zuerst und vor allem ganz schnell anmelden sondern hat bis zu 12 Monate Zeit seine Idee bekannt zu machen um evtl. auch Interessenten/Investoren dafür zu suchen. Allerdings ist diese „Schonfrist“ an Auflagen geknüpft und sollte nur praktiziert werden wenn man sich intensiv mit der amerikanischen Patentkultur befasst hat. Informationen zur Patentierung von Geschäftsideen in den USA erhalten Sie auf den Seiten des United States Patent and Trademark Office (http://firstgovsearch.gov/search?affiliate=uspto.gov&v%3Aproject=firstgov&query=business+method)
sie merken schon, ich bin auch einer von denen, die ihre idee für ultimativ gut und gewinnträchtig halten :jump:
Davon gehe ich doch aus und so muss es auch sein! Im übrigen wird unsere überarbeitetes Konzept RFID in der Gepäcklogistik patentiert werden und das macht mich ein wenig Stolz denn niemand von den „Profis“ denen ich davon berichtet habe, haben es geglaubt und Hohn und Spott in Unmengen verschüttet. Und zum Thema gewinnträchtig: Wenn ich das Geld hätte würde ich jedem der mir nachweist das unser Konzept den Airlines nicht Millionen Euro an Ausgaben im Jahr einsparen hilft, bezüglich Fehlleitungen von Gepäckstücken sowie enorme effizientere Abfertigungsprozesssteuerung worunter auch die Vermeidungen von Verspätungen zählt, 500.000 Euro zahlen!
Ich könnte darüber ein Buch schreiben was ich mit unserem RFID Konzept erlebt habe. Von Beleidigungen, Verleumdungen über Drohungen bis hin von Aussagen einer Airline die sogar mit „Krieg“ gedroht hat wenn meine Firma in unser Konzept einsteigen würde. Also irgendetwas muss wohl schon dranne sein an unser Konzept. Weiter könnte darin enthalten sein wie manche Geschäftsführer mit Innovationen sowie, wie sie mit Innovatoren umgehen. Ich hatte beispielsweise ein Termin mit einem Geschäftsführer einer großen Airline, ich war da, er nicht. Zuerst dachte ich, ich bin zu früh oder spät oder sogar am falschen Ort dann habe ich diesen besagten Geschäftsführer angerufen und er war gerade in England und hat den Termin vergessen und das obwohl diese Airline mit massenhaften Fehlleitungen von Gepäckstücken zu kämpfen hat die enorme Ausgaben verursachen. Und ich rede hier noch nicht mal von Delayzeiten die durch falsch beladenen Gepäckstücke entstehen ;)
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