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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Veröffentlichung - Tipps, Ideen, Fehler??


Welt der Wunder Shop
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Chris Seeliger
30.09.2009, 12:01
Hallo zusammen,

ich habe mir letztes Jahr eine Idee als Gebrauchsmuster sichern lassen.
Die richtige Formulierung, das Einreichen und Sichern habe ich über einen Patentrechts-
anwalt durchführen lassen.
Mittlerweile habe ich auch die Urkunde und möchte mich so langsam an die Veröffentlichung machen, speziell möchte ich mich an die Automobilbranche wenden und die Hersteller einzeln anschreiben.
Da ich aber Null Erfahrung damit habe, hoffe ich, dass ich hier ein paar nützliche Tipps bekommen könnte oder Hinweise auf Fehler, die man vermeiden sollte.

1. Beim ersten Anschreiben der Firmen, sollte man das gesamte Konzept sofort ausführlich beschreiben oder nur das Grundkonzept?
2. Wenn ich eine Beschreibung mitschicke, kann ich die komplette Beschreibung (wie sie eingereicht wurde) inklusive der Skizzen mitschicken?
3. Reicht ein Verweis im Schreiben auf das Gebrauchsmuster oder die Kopie mitschicken?


Ich hoffe ihr könnt mir etwas helfen.

Thomas Moos
30.09.2009, 13:05
Hallo Chris,


willkommen im Forum. Zuerst einmal möchte ich Dich bitten den folgenden Hinweis einmal in Ruhe durchzulesen:

http://www.erfindermarkt.de/forum/showthread.php?t=7

> 1. Beim ersten Anschreiben der Firmen, sollte man das gesamte Konzept sofort ausführlich beschreiben oder nur das Grundkonzept?

Beschreibe es so gut, dass es ein NichtInsider versteht und es Interesse weckt. Das bedeutet, es sollte sowohl in der grafischen Darstellung, als auch in der wirtschaftlichen Betrachtung ein "Heißmacher" sein. Gehe hier nicht in die Details. Die Gebrauchsanweisung für die Waschmaschine gibt`s auch nicht im Quelle-Katalog, die kommt mit der Lieferung.

> 2. Wenn ich eine Beschreibung mitschicke, kann ich die komplette Beschreibung (wie sie eingereicht wurde) inklusive der Skizzen mitschicken?

Das würde ich an Deiner Stelle auf keinen Fall machen. Anmeldeunterlagen und Skizzen versenden ist = "unproffesionell". Du möchtest letztendlich etwas verkaufen, sprich ein Produkt oder eine Technik, jedoch keine Bauanleitung. Darüber hinaus lieferst Du "bösartigen" Unternehmen damit direkt eine Grundlage, wie Sie Dich eventl. umgehen können, wenn eine Erfindung gut ist, dafür bräuchten diese Unternehmen dann noch nicht mal eine kostenpflichtige Recherche zu beauftragen.

Weitere Infos dazu über den oben genannten Link :teach:

> 3. Reicht ein Verweis im Schreiben auf das Gebrauchsmuster oder die Kopie mitschicken?

Auch das würde ich ebenfalls bleiben lassen. Ich finde es strategisch sinnvoller, wenn Du z.B. schreibst:

* Schutzrechte vorhanden
* Geschützte Erfindung
* patentrechtlich geschützt

Alle weiteren Offenbarungen etc. sollten dann stattfinden, wenn seitens des Unternehmens tatsächlich Interesse an Deiner Erfindung besteht.

Beste Grüße,

Thomas Moos

Chris Seeliger
30.09.2009, 16:52
Hallo Thomas,

danke für die schnellen und präzisen Antworten.
Der Link und Tipps helfen mir wirklich gut.

Ich werde mich jetzt erstmal an die Anschreiben setzten und alles mit einfließen lassen.
Wenn dann neue Probleme und Fragen auftauchen, werd ich mich nochmal zu Wort melden.

Chris

Chris Seeliger
30.09.2009, 18:04
Hallo zusammen,

und schon habe ich noch ein paar Fragen.

1. ich habe mich jetzt entschieden in meinem Anschreiben das Problem, welches ich lösen will, darzustellen und danach meine Idee kurz, aber "interesseweckend" verpackt.
Jetzt bin ich unschlüssig, ob eine Skizze als Anhang notwendig ist?
(die Skizze würde ja die Lösung sofort ausführlich darstellen und ich wäre ja eigentlich nicht mehr von Nöten)

2. Ist es gut in Deutschland nur die inländischen Firmen anzuschreiben oder auch ausländische Hersteller mit einem deutschen Sitz?

3. Ein Gebrauchsmuster hat ja nur eine nationale Schutzwirkung, also wäre es ja ein leichtes, wenn eine ausländische Firma (mit deutschen Sitz), meine Idee hier verwirft, aber an den Hauptsitz ins Ausland gibt.
Mein Patentanwalt meinte, dass das möglich wäre, aber die Verbreitung in Deutschland dann immer noch unmöglich bleibt.
Stimmt das?

Chris

Thomas Moos
01.10.2009, 20:37
Hallo Chris,


zu Punkt 1:

Wenn die Skizze(besser Illustration) Deine Erfindung gut darstellt, es einem dadurch direkt einleuchtet wie alles funktioniert, sollte das kein Problem sein. Irgendein EyeCatcher ist hierbei nie schlecht. Interesse wecken nur mit Text ist halt nicht so einfach, vor allem nicht wenn der Empfänger Deiner Post 30 Briefe nacheinander öffnet und kurzfristig entscheidet was Müll ist oder auch nicht. Außer natürlich Du hast bereits in einem Vorgespräch auf Deine tolle Erfindung hingewiesen, und alle warten schon darauf :-)


zu Punkt 2:

Wenn Du nun mal "nur" ein Schutzrecht hier hast, und es nicht ausweiten kannst, weil z.B. die Prio. abgelaufen ist etc., dann bleibt Dir ohnehin nichts weiter übrig als den Vorwärtsgang einzulegen. Dein Schutzrecht beschränkt sich auf den Schutzraum der BRD, somit solltest Du möglichst viele in diesem Schutzraum anschreiben. Bei einer meiner letzten Erfindungen waren das z.B. rund 550 Briefe die im Mailing den Firmen zugestellt wurden. Es ist somit unterm Strich auch egal ob es sich um deutsche Firmen handelt oder nicht. Dein Recht wird dadurch nicht weiter, aber auch nicht enger.

zu Punkt 3:

Die Aussage Deines PA ist korrekt

Beste Grüße,


Thomas Moos

Dean Ole
02.10.2009, 08:47
Hallo zusammen,
nun musste ich mich doch auf dieser Seite anmelden (was ja nicht schlimm ist).
Ich habe auch meine Idee an viele Firmen verschickt, bin seit zwei Tagen nun nur noch am telefonieren, denn nicht eine von 22 Firmen hat geantwortet.
Ich habe ein Patent in Sachen Westernreiten / Westernsättel auf den Weg gebracht und strebe eine internationale Anmeldung an. Nun war ich letztens in Berlin bei einer Patentanwältin (hatte bis zu diesem Zeitpunkt alles alleine gemacht) und die sagte mir, dass es nun langsam Zeit wird eine oder mehrere Firmen zu suchen.
Aber zurück zum Anfang. Ich telefoniere nun mit Firmen in USA, Australien, Kanada und Deutschland. Keiner hat angeblich meine E Mail erhalten, obwohl ich bei einigen Firmen sogar eine automatische Lesebestätigung erhalten hatte.
Erst nach persönlichen Gesprächen, vielen Weitervermittlungen und endlosen Warteschleifen habe ich einen Ansprechpartner erhalten, dem die E Mail geschickt, die er auch promt erhalten hatte.
Was wollte ich jetzt eigendlich sagen?
Ach ja, also nicht nur Briefe verschicken und abwarten. Ich rufe in Zukunft die Firmen vorab an, frag mich durch bis zu einer Person die für mein Anliegen zuständig ist, und versende dann erst die Mail.
Nun hab ich erstmal den Faden verloren, ich meld mich
Ole

Dean Ole
15.10.2009, 19:22
Hallo zusammen, wollte mal den Monolog weiterführen,
mittlerweile, habe ich mich umentschieden, ich werde alleine produzieren. Hier kommen gleich die nächsten Probleme. Die Produktion eines Plastikteils, 140 Gramm schwer, Spritzgussverfahren, kostet "erstmal" 22.000 Euro für die Form, das Teil dann selbst kostet 22 Cent. :streichel:
Das Edelstahlteil kostet Zwei Euro das Stück, das Werkzeug dafür 8.500 Euro :streichel:
Ich werde darüber nochmal schlafen, mittlerweile glaub ich, ich hätte ins Schwimmbad gehen sollen, Probleme können auch andere lösen, Leute mit viel Geld eben.
Werde mich nun auf ein Gebrauchsmuster von mir konzentrieren, kann ja sein und hier ist der Durchbruch.
Wir sehen uns,
Ole

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