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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Businessplan für Erfinder ?


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Thomas Moos
15.08.2004, 15:50
Hallo liebe Mitleser,

wer musste schon einmal einen Businessplan schreiben, bei dem
es inhaltlich um eine Unternehmensgründung, basierend auf
einer Erfindung bzw. Produktentwicklung ging ?

Sinnvoll wäre es, wenn es sich dabei um eine Erfindung gehandelt
hätte die noch nicht auf dem Markt etabliert war.

Danke für eure Tipps,

Thomas Moos

soafa
07.09.2004, 09:09
guten morgen thomas,

da ich ja eher newbee bin, habe ich genau für deine anforderungen noch nichts gemacht, aber business-pläne für neue geschäftsbereiche und im übertragenen sinne "erfindungen" habe ich bereits mehrfach ausgefertigt. diese bezogen meist auf noch nie dagewesene onlineportale oder marktwirtschaftlich bzw. finanzorientierte themen.

wenn ich dir helfen kann, meld dich einfach.

liebe grüße
soafa

Thomas Moos
08.09.2004, 11:46
Hallo soafa(Mann, Frau Firma) ?,


vielen Dank für dein Angebot. Vielleicht kannst Du ja einen entsprechenden BusinessPlan einmal als Muster bzw. Grundgerüst zum Download bereit stellen. Sinnvoll wäre das natürlich incl. Inhalt, um zu sehen auf was es ankommt. Sollte das nicht möglich sein, wäre es vielleicht auch schön, wenn die Bestandteile aufgeführt wären und diese im Einzelfall so beschrieben sind, dass ein "Nichtinsider" schnell einen Einstieg findet und den Sinn & Zweck versteht.

Wenn Du möchtest, kannst Du hier soetwas gerne bereitstellen. Insofern etwas Werbung beinhaltet ist, habe ich damit kein Problem, zumindest dann nicht wenn der klare Nutzen für den Erfinder im Vordergrund steht. Wenn Du eine Idee hast, sende sie mir bitte einmal zu, um zu checken ob es hier ins Forum passt.

Schöne Grüße und Danke vorab,


Thomas Moos

soafa
09.09.2004, 11:25
TEIL 1

guten morgen zusammen :)

einen bereits erstellten business-plan kann ich hier leider nicht ablegen, da ich wirklich komplexe dinge nur für das unternehmen erstellt habe und das logischer weise der geheimhaltung unterliegt. aber einige tipps habe ich noch parat die dem einen oder anderen vielleicht helfen könnten...

da solche aufstellungen eine sehr komplexe sache darstellen, werd ich das in einem statement gar nicht alles unter bringen. deshalb nun erst mal die grundform wie ich an die sache heran gehe. wir gehen mal davon aus, dass man von irgendwo her geld dafür bekommen möchte (budget in firmen, geschäftspartner, bank, etc.)

für mich besteht ein richtiger business-plan immer aus 4 dokumenten. ein white-paper, ein project-paper (mit timetable), der business-plan (meist als tabelle) und eine ToDo-liste (mit timetable).

1.) white-paper
bevor man eine entsprechende aufstellung beginnt, sollte man unbedingt ein white-paper erstellen. in diesem sollte "klar gegliedert" und einfach (für laien!) erklärt der grundsatz für das "business" dargestellt werden. dieser sollte eine erklärung der sache enthalten, mögliche umsetzungswege, dinge die zu beachten sind, marktchancen (evtl. kleine recherche machen) und ggf. ziele die erreicht werden sollen sowie daraus resultierende ergebnisse (bei bereichserweiterungen in unternehmen beispielsweise).
dieses papier hilft einem selbst das thema besser zu verstehen. somit kann man auch personen die nichts mit der sache zu tun haben (entscheider) besser von der idee überzeugen.

2.) projekt-paper
dieses eher interne papier benötigt man, um gewisse dinge nicht zu vergessen oder zu beachten. ausserdem findet sich hier ein plan für die umsetzung, mögliche mitwirkende und deren aufgaben sowie technische beschreibungen die zu diskutieren sind. weiter muss hier dringen ein timesheed sowie ein timetable integriert sein um eine gewisse planungssicherheit zu bekommen. dieser sollte so ausführlich wie möglich aufgeschlüsselt werden.

WICHTIG:timesheed: einzelne projektteile sollten auf personen/abteilungen bezogen aufgeteilt, bezeichnet und untergliedert werden. hier muss entsprechend jeder punkt einen zeitrahmen erhalten. dieser gibt dann die verteilung auf abteilungen, personen und arbeiten wieder für die planung.
timetable: hier werden die im timesheed festgelegten punkte mit farben versehen (ist dann übersichtlicher) und nach z.b. kalenderwochen (horizontal) eingetragen. die vertikale achse benutzt man z.b. für phasen (phase 1, phase 2, etc.). dies ist sehr wichtig, da man arbeiten die zur gleichen zeit ablaufen können entsprechend darstellen kann und somit auf eine gesamtdauer des projektes kommt. ausserdem kann man projektteile untereinander verschieben und sieht, wie es am problemlosesten funktionieren kann.

3.) businessplan
normalerweise wird das erst mal in z.b. excel erstellt. achtet von anfang an darauf auch entsprechende berechnungsformeln zu verwenden! grundsätzlich werden immer ausgaben und einnahmen getrennt dargestellt!
einnahmen: da bei einer planung IMMER alles vom letztendlichen umsatz abhängig ist - denn wer will denn kein geld verdienen - müsste dass das erste feld der tabelle sein. wichtig dabei ist immer, dass man von einem einzelpreis aus geht. dies steht immer in zusammenhang mit der absatzmenge bzw. stückzahl -> das zweite feld. diese beiden miteinander multipliziert ergeben den umsatz, der hier natürlich ganz klar noch null ist!
ausgaben: unter ausgaben muss wirklich alles eingetragen werden! gehälter (inkl. lohn nebenkosten!!!), anschaffungen, versicherungen, mieten, telefon, sonderausgaben, darlehensrückzahlungen, etc. scheut euch nicht hier auch z.b. den defekt eines gerätes zu berücksichtigen o.ä. das wird fast immer vergessen, aber gerade bei den banken sehr gerne gesehen.
aufteilung: mindestens das erste, aber besser noch das erste und zweite jahr sollte monatsweise dargestellt werden. jedes weitere jahr dann quartalsweise und ab dem 5. jahr (je nachdem wie weit der plan gehen soll oder die amortisation dauert) kann man es auch jährlich angeben.
wenn man alle formeln richtig eingetragen hat, sollte sich nun bis ins letzte jahr der endbetrag ändern, wenn man auch nur "ein teil mehr verkauft" im 2. jahr.

WICHTIG:
beachtet bitte immer, dass mehr umsatz auch mehr arbeit produziert, dadurch evtl. mehr mitarbeiter, dadurch mehr equipment und telefonkosten anfallen, jeder neue computer die versicherungsprämie erhöht etc. :teach:

4.) ToDo-liste
hier solltet ihr wirklich alle anfallenden arbeiten "kleinkariert" eintragen um nichts zu vergessen. ihr könnt euch auch selber einen kleinen zeitrahmen setzen in dem ihr bestimmte sachen abarbeiten möchtet. sonderinformationen und wichtige hinweise sollten auch hier aufgenommen werden, denn in diese liste schaut ihr naturgemäß am öftesten und vergesst dann auch nichts... :kaffeetri

sodala, hoffe das hilft jetzt schon mal jemandem. wenn ich zeit habe schreibe ich noch einen weiteren tipp und erstelle evtl. sogar eine vorlage...

liebe grüße
soafa

Thomas Moos
20.10.2004, 13:53
Hallo liebe Mitleser,


wer sich generell mit dem Thema BusinessPlan beschäftigen
will oder muss, der findet unter:

http://www.foerderland.de/index.php?id=299#1799

einen guten Einstieg zum Thema.

Beste Grüße,


Thomas Moos

Schlafmütze
07.03.2005, 21:43
Hallo Herr Moos,
ich habe einen businessplan bereits zweimal geschrieben und zwar für unterschiedliche Gremien und Anforderungen. Er ist inzwischen mehrfach geprüft und für gut befunden worden. Letztes Jahr habe ich mit dem an zwei Wettbewerben teilgenommen und sogar wurde der Plan nominiert...
Einmal unter den besten 20 und einmal unter den besten 6 von 150.
Gerne bin ich bereit davon irgenwo Teile zur Verfügung zu stellen...aber das sprengt wohl den Rahmen...
Tipps für die ERstellung gibt es auf jeden Fall bei den Wettbewerben: münchner businessplanwettbewerb
www.mbpw.de da muß man sich durchklicken...
und businessplanwettbewerb Nordbayern .bpwn.de wobei die Unterlagen vom Münchner glaube ich besser sind...
gern kopier ich hier mal die Mindestanforderungen an den inhalt, eine Art Gliederung herein...
Allerdings gebe ich einen Tipp: oft mals findet man über genau diese Wettbewerbe seine Investoren... nämlich eine Art für Geldgeber an interessante investitionsmöglichkeiten zu kommen ist in der jury bei den Wettbewerben zu sitzen, auch die Banken sitzen da...
doch leider gibt es so voreingenommene Personen die "Einzelnen" einfach keine Chance geben wollen,weil man als "Einzelkämpfer" als Eigensinnig mit einem schlechten Immage da steht...
Als ich das zweite mal am Wettbewerb teilnahm wußte ich das und habe mir Studenten als Statisten gesucht (natürlich BWL- Studenten) wir sind als "das Team" aufgetreten und siehe da schon wurden wir nominiert...der Businessplan war ein wenig verändert und mit ein paar betriebswirtschaftloichen Fremdwörtern und ein par Statistiken und professionell aussehnden Grafiken gespickt und siehe da es hat geklappt. Wenn ich allerdings beide Pläne vergleiche habe ich bei meinem Einzelplan mehr Punkte erhalten als dem Team-Plan nur bei letzerem wurde ich nominiert (schade das wir keinen Platz gemacht hben, da hätte ich Geld verdient/ gewonnen)...
manchmal brauchts zwar einen guten Plan aber der REst ist trotzdem Pokern ;-), auch das gehört zum verkaufen...
letzleich geht es hier darum jemandem gegenüber zu argumentieren warum er in eine idee investieren soll, sei es eine Bank oder sonst wer, auch jemand der ein PAtent kaufen will dem kan man zeigen wer sich alles dafür interessiert ,wo sich die Produkte verkaufen lassen (Vertriebsstrukturen...)usw. das gehört alles dazu. man mus dem jenigen schmalchalft machen warum es gut ist in die Idee zu investierendazu gehört deshalb auch mehr als die Beschreiung der Idee.. und wenn man Geld braucht muß man beschreiben warum und wieviel für was und wie lange über welche Wege, und was es demjanigen bringt der den Teil dazu beiträgt oder etwas anderes. Eine ARt erweitertes VErkaufskonzept. Man muß auch beschreiben wie sicher das ganze ist und Beispiele geben dazu gehört auskennen mit der Branche, ERfahrung und ein gewisses Vokabular was die Herren verstehen...
mütze
ps aber ein bischen umdenken muß man schon man muß auch lernen in die Rolle des Unternehmers zu wachsen, klingt vielleicht blöd is aber so (und für den ERfinder eine echte Leistung)

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