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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Recherche aber wo im Internet?!


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freecell
06.09.2005, 10:09
Wo wir schon beim Thema Patentrecherche sind,
anbei zwei Links die direkt zur Recherche führen.

Wahrscheinlich kennen die meisten von euch diese Seiten,
aber es wäre ja möglich das es Erfinder gibt,
die noch nicht genau wissen wo sie suchen können.

DPMA (Deutsche Patent und Markenamt)

Gerade beim dpma ist dieser Link nicht gerade einfach zu finden:

http://publikationen.dpma.de/

Dort z.B. unter Patentrecherche am besten die Einsteigerrecherche nehmen
und die "Suche in allen Textfeldern" auswählen.

Espacenet, die weltweite kostenlose Patentrecherche

http://ep.espacenet.com/search97cgi/s97_cgi.exe?Action=FormGen&Template=ep/de/quick.hts

Beides kostenlose Patent und Markensuche.

Viel Erfolg und Gruß Freecell.

Roland Dollansky
28.11.2005, 23:01
Hallo zusammen,
wie gut findet ihr diese Recherche-Webs für Patente?
Habt ihr noch andere/bessere Links?

1a. DPMA : http://publikationen.dpma.de/
1b. DEPATISnet : http://depatisnet.dpma.de/depatisnet
Gibt es hier einen Unterschied zum Link 1a. ?

2. Espacenet : http://ep.espacenet.com/search97cgi/s97_cgi.exe?Action=FormGen&Template=ep/de/quick.hts

Also, ich hab oft das Gefühl, dass es nicht sein kann, dass eine bestimmte Erfindung noch nicht eingetragen bzw. erfunden und eingetragen wurde. Ich möchte sagen, dass ich ein sehr guter Google-Sucher bin, mich auch beruflich mit Suchmaschinen beschäftige und auskenne, aber für viele meiner Ideen finde ich nicht einmal ansatzweise ein Patent, welches meinen Ideen nahekommt.

Ich nehme meist ein Wort und kreise dann mit einem 2. Wort weiter ein. Mit englischen Suchbegriffen habe ich auch kein Problem.

Ein Beispiel (ist mir heute beim Heimfahren eingefallen):
Wer findet Patente, die für das Enteisen von Hochspannungsleitungen eine Lösung bieten? (aus welchem Anlass wohl?) Ich habe eines gefunden, welches die Leitungen von Oberleitungen für E-Loks per Strom aufheizen will; die kann man dafür nicht einsetzen, denke ich.

Würd mich freuen, wenn ihr mitspielen möchtet.

Kreative Grüße!

Roland

P.S.: ich wollte kein eigenes Thema aufmachen, drum hänge ich es hier drunter.

Rainer
29.11.2005, 08:38
Hallo Roland,

also jetzt groß in den Datenbanken rumzusuchen fehlt mir ernsthaft der Nerv ;)

Aber ich spiel ne Runde mit:

Um das Eis von Hochspannungsleitungen zu entfernen oder erst garnicht drauf kommen zu lassen dürfte es meiner Meinung nach nicht so schwer sein ein Verfahren und/oder Vorrichtung zu entwickeln. Die Frage ist doch woraus besteht Eis? Und was machen Handyakkus wenn das Handy nicht klingeln soll? Wie könnte ein Mechanismus in Gang gesetzt werden wenn ein kritisches Gewicht erreicht ist ;)

Nachtrag:

Sie werden z.B. nichts bei Google oder in den Patentdatenbanken finden was noch nicht veröffentlicht ist. In der Regel dauert es etwa 18 Monate bis eine Patentanmeldung in den Datenbanken bzw. dort durch Veröffentlichungen bzw. Aushang, weil erteilt, bekannt gegeben wird. Wenn Sie also Glück haben werden Sie gerade einmal Sachen finden die vor dem Juni 2004 angemeldet wurden, danach die Anmeldungen werden erst in den kommenden Monaten dort erscheinen bzw. sobald diese Ideen auch Patentiert wurden.

Kurz: Nur weil nix bei Google oder in den Datenbanken der Patentämter zu finden ist bedeutet dies noch lange nicht das bereits eine Idee zur Patentierung eingereicht wurde.

AndreasR
06.12.2005, 10:43
Hallo zusammen,

eine weitere kostenlose Patentsuche ist beim US-Patentamt möglich.

http://patft.uspto.gov/netahtml/search-adv.htm bietet eine gute Suchmöglichkeit in erteilten amerikanischen Patenten. Bis 1976 zurück liegt suchbarer Volltext vor (das ist super) und es sind auch komplexere Suchfilter mit Klammern, Booleschen Operatoren und Rechtstrunkierung möglich. Dieses an sich vorbildliche Angebot hat den Nachteil, dass eben nur in US-Patenten gesucht werden kann. Dieser Nachteil spielt nur dann keine Rolle, wenn die Recherche speziell nur für den amerikanischen Markt benötigt wird.

Der Server des Europäischen Patentamtes http://ep.espacenet.com beinhaltet hingegen einen Datenbestand von über 45 Millionen Patenten aus 71 Ländern. Doch die Recherchemöglichkeiten genügen professionellen Ansprüchen nicht. So kann neben den anderen bibliographischen Daten höchstens im Titel und in der Zusammenfassung gesucht werden - Claims und Descritpion nicht. Außerdem sind maximal 4 Suchbegriffe pro Suchfeld möglich. Der Espacenet-Server führt allerdings englische Abstracts von japanischen Patenten (nicht aber Gebrauchsmuster) ab 1976 in seinem Datenbestand.

Der deutsche Server http://depatisnet.dpma.de bietet Volltextsuche beschränkt auf deutsche Schriften bis 1987 zurück an (wird z.Z. ständig nach hinten erweitert). Patente aus anderen Ländern oder ältere deutsche Anmeldungen können nur über die bibliographischen Daten gefunden werden, wobei Zusammenfassungen nur für ganz wenige Länder und zeitlich begrenzt verfügbar sind. Für jeden Treffer können, falls vorhanden, weitere Familienmitglieder angezeigt werden. Umgekehrt jedoch kann in der recherchierten Treffermenge eine Familie mehrmals vorkommen, sogar das gleiche Patent wird darin mehrmals mit unterschiedlichen Schriftenartencodes angezeigt, was die Durchsicht der Treffer zum Teil erheblich erschwert. Vorteil vom Depatisnet ist die Titelrecherche, welche für einige Länder (z.B. DE, US) auch 100 oder mehr Jahre zurückreichen kann. Außerdem lassen sich die Originalschriften als eingescanntes Bild von solchen alten Anmeldungen anzeigen.

http://www.ipdl.ncipi.go.jp/homepg_e.ipdl ist der Einstieg zur Suche in den japanischen Abstracts. Die englischen Zusammenfassungen (sind keine Maschinenübersetzungen aus dem japanischen) gelten inhaltlich als sehr gut. Bis etwa 1994 zurück lassen sich Maschinenübersetzungen von japanischen Anmeldungen generieren. Das resultierende Englisch ist schwer lesbar und kann eine professionelle Übersetzung nicht ersetzen, bietet aber oft weitere, inhaltlich wertvolle Hinweise.

Jedes dieser Angebote besitzt seine Eigenheiten. Kombinieren lassen sich diese Angebote jedoch kaum, der Nutzer muß für jeden Server eine andere Syntax beherrschen und darf zur Beurteilung der Treffermenge nicht außer Acht lassen, welcher Datenbestand der jeweiligen Suche zu Grunde lag. Wird eine Recherche auf mehreren Servern durchgeführt, ist es überdies sehr wahrscheinlich, dass sich die Treffermengen überschneiden.

www.Search4IP.de hat den Vorteil, dass man in dem Volltext (Abstract, Claims, Description) der wichtigen Patenländer suchen kann (US, DE, WO, EP)
Die zugrundeliegende Datenbank bietet damit wesentlich mehr Volltexte als alle anderen kostenlosen Patentsuchen im Internet (uspto.gov, espacenet.com, depatisnet.de, ... )

Die Treffer werden nach Relevanz sortiert ausgegeben. Ein spezieller Relevance Ranking Algorithmus sorgt dafür, dass die wichtigen Schriften (abhängig von den Suchbegriffen) automatisch oben erscheinen. Jede Anmeldung wird nur einmal als Treffer aufgeführt und nicht wie z.B. bei Depatisnet einmal als Anmeldeschrift und ein zweites Mal als Erteilungsschrift und eventuell ein drittes Mal geändert nach einem Einspruch.

Wird semantisch gesucht, dann werden in der Ergebnisliste Textpassagen mit den Suchbegriffen dargestellt. D.h., man muß nicht erst mühsam ganze Patentschriften besorgen und anlesen, sondern entscheidet direkt mit Hilfe des Ergebnisses der Recherche, ob eine Schrift relevant ist oder nicht und weiter, ob gegebenenfalls die Suche verfeinert werden muß, weil viele unerwünschte Anmeldungen gefunden werden.

Wird ein Treffer angeklickt, so öffnet sich ein Browserfenster vom europäischen Server (ist tagsüber gelegentlich überlastet) und zeigt weitere Informationen über das Patent: bibliografische Daten, Figuren, weitere Familienmitglieder und Rechtsstandsinformationen.

Bei jedem Suchfeld erscheint ein spezifisches Hilfefenster, wenn rechts auf das entsprechende Fragezeichen geklickt wird. In diesen Popups wird z.B. der Einsatz von Platzhalter und Wildcards (sehr empfehlenswert) und vieles mehr erklärt.

Damit sind die Möglichkeiten für eine erste, kostenlose Patentrecherche im Internet wirklich nicht schlecht. Kommerzielle Angebote sind, was eine Suche in den bibliografischen Daten betrifft, nicht oder nur wenig besser (bei Titel vor 1968). Unterschiede bestehen im bereitgestellten Volltext. Der große Vorteil von kommerziellen Diensten ist, dass man bereits gesichtete Titel bei einer erneuten Recherche einfach ausschließt und sich damit viel Arbeit bei der Durchsicht des neuen Ergebnisses erspart.

Gruss - Andreas

Roland Dollansky
06.12.2005, 11:14
Hallo Andreas,

vielen Dank für diese ausführliche Zusammenstellung!

Roland "Dolly" Dollansky

itebob
03.02.2006, 08:49
Hallo zusammen,

keine neue Suchressource im Internet, aber ein Goody - das von mir erstelltes Programmchen esp@cenet-Abfrage-Bookmarklet (http://baseportal.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/itebob/Tools/patentrecherche/espace_Abfrage_Bookmarklet) mit dem Sie zeitsparend eine Anfrage mit einer Anmeldenummer an die http://ep.espacenet.com machen können, ohne die Website von espacenet zuvor zu öffnen. Das Bookmarklet lässt sich mit ein wenig fleiß und JavaScript-Kenntnissen ohne weiteres auch für die Anfragen an andere Server anpassen. Eine Voraussetzung ist, dass die abzufragende Werte in der Abfrage-URL (Internet-Adresse) explizit aufgeführt werden, wie hier v3.espacenet.com/textdoc?IDX=parameterwert

Viel Spaß - und Erfolg - beim Suchen/ Erfinden
und gruss


Gustav

Hartmut Cronenberg
16.02.2006, 13:12
Diese Liste sollte jede(r) in seiner Nähe haben.
http://www.dpma.de/formulare/r5042.pdf (pdf-Format)
Dem Deutschen Patent- und Markenamt bekannte Anschriften von Personen und Einrichtungen, die sich mit der Förderung von Erfindern oder der wirtschaftlichen Verwertung von Erfindungen befassen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich nicht um eine Empfehlungsliste handelt und diese Einrichtungen nicht der Aufsicht des Deutschen Patent- und Markenamts unterstehen. Die Angaben werden von den Unternehmen selbst übermittelt und vom Deutschen Patent- und Markenamt nicht sachlich überprüft.
:kaffeetri

dieter.wings
24.08.2009, 15:39
Habs glaub ich schon erwänt.
Kann mit meinem neuen tool (ipilion (http://www.ethorin.com)) in den für mich wichtigsten Internet Datenbanken suchen (us,epo,depatis.
Und zwar nur mit einer Anfrage in allen !
Hab soweit noch keine echten Einschränkungen gefunden.
Wenn ich eine Anfrage zu generell ist , kann ich sie ins native format übersetzen und weiterbearbeiten. Nett !


Würde gern noch das Japanische Amt drin haben, kommt soviel ich weiss demnächst.
Auch ist ein auomatische Übersetzung geplant.

gruss,
dieter

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