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Patentverwertung, Vermarktung und Vertrieb > Was darf Patentverwertung kosten ?
Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was darf Patentverwertung kosten ?
Thomas Moos
11.03.2009, 17:51
Sie sind Erfinder ? - Was darf aus Ihrer Sicht eine Patentverwertung kosten ?
Definiere mir „Patentverwertung“ und aus welchem Stand der Entwicklung, Fortschritt im PR und Marketingbereich sowie von welchen bereits getätigten Arbeiten bei dieser Frage ausgegangen wird bzw. aus welchem Stand diese Frage heraus gestellt wird ;)
Eine Patentverwertung kann von mir aus auch 10.000 Euro kosten, es kommt halt darauf an was da alles integriert ist – was bekomme ich also für das Geld, unabhängig von dem was ich bezahlen soll, also 100 Euro oder 10.000 Euro. Für gewisse Arbeiten bin ich nicht einmal bereit 100 Euro zur Anrechnung kommen zu lassen.
Was würde ich für 500 Euro erhalten?
Was würde ich für 1500 Euro erhalten?
Wenn ich also nicht weiß was in den jeweiligen Summen alles drinne ist, tue ich mich schwer hier etwas zu schätzen oder anzugeben. Zumal es auch genug Scharlatane gibt, die nur darauf warten mal eben 500 oder 1000 Euro einzuheimsen für 2 oder 5 Stunden Arbeit.
Von daher muss ich noch mit meiner Stimmenabgabe warten, bis die Fragen geklärt wurden ;)
Umzug um! Melde mich zurück!
Thomas Moos
11.03.2009, 19:32
Hallo Rainer,
Du hast mit allem selbstverständlich aus der Sicht eines Wissenden Recht, aber genau aus diesem Grund ist die Frage so wie hier gestellt.
Die Frage richtet sich "bewusst" an den quasi "Otto-Normal-Erfinder", der nur seine Idee oder Erfindung in Händen hält und genau diese Frage gestellt bekommt, oder sich genau mit dieser Frage beschäftigt. Ich glaube Du kannst somit leider nicht daran teilnehmen:D
Beste Grüße,
Thomas Moos
Hallo,
wie teuer darf denn eine Patenverwertung bei einem vorhandenen Gebrauchsmusterschutz sein ?
Beteiligung zzgl. Teilübernahme der anfallenden Kosten ? Wie und Wer errechnet so etwas ?
Ich weiß, viele, und schwierige Fragen . Aber als " Laie " auf diesem Gebiet fühlt man sich trotz intensiver Recherche im Netz, ziemlich hilflos ! Da kann einem das " Erfinden "
vergehen.
Gruss eines genervten Hobbyerfinders
Dietmar
Thomas Moos
12.08.2009, 13:27
Hallo Dietmar,
> wie teuer darf denn eine Patenverwertung bei einem vorhandenen
> Gebrauchsmusterschutz sein ?
Dafür gibt es leider keine pauschale Antwort. Die Frage und Antwort darauf wäre vergleichbar damit, wenn ich fragen würde:
Was kostet eine Autoreparatur?
Das würde zwangsläufig zu folgenden Fragen führen..
- Welches Auto ?
- Welcher Schaden ?
- Gibt es Ersatzteile ?
- Ist eine Reparatur überhaupt möglich ?
- Ist eine Reparatur wirtschaftlich tragbar ?
- Wann muss das Auto wieder Laufen etc..
Ähnlich verhält sich das mit Patentverwertungen. Es gibt hier keine inhaltlich klare Definition, weder über deren Vorgehensweise, deren Leistungsangebot noch über deren Stammklientel. Unser Staat/ Regierung fördert z.B. gerne Eliten in diesem Land, teilweise Unis, Forschungseinrichtungen etc. Für diese wurden diverse Agenturen und Gesellschaften zur Patentverwertung ins Leben gerufen die eine Art Wissenschaftstransfercluster bilden. Die dort erbrachten Patentverwertungsaktivitäten sind in der Regel kostenlos für Erfinder und Forscher dieser Eliten. Erst im Erfolgsfall zahlt man dort eine anteilige Prämie oder Lizenzgebühr. Das bedeutet, die dort erbrachte Vorleistung bezahlt letztendlich erst einmal der Staat/ Regierung > Steuerzahler = Du :eek:
Jedoch kann auf diese Art "keine" privatwirtschaftliche, bzw. gewerbliche Patentverwertung auch nur im Ansatz überleben. Somit müssen diese für Ihre Arbeit auch bezahlt werden. Aus Sicht des Erfinder soll es natürlich wenn’s geht nichts kosten. Wer als Erfinder eine kostenlose Patentverwertung nutzen kann, sollte das machen. Wer eine Patentverwertung findet die nur ein erfolgsorientiertes Honorar möchte, sollte ebenfalls zugreifen. Zwar weiß ich nicht wie diese Formen der Patentverwertung überleben sollen, aber das ist ja deren Problem.
Der Prozess der Patentverwertung kann passiv sein: Sagen wir einmal eine Patentverwertung stellt Deine Erfindung in eine der Lizenz-/ Technologiebörsen ein und wartet auf einen potenziellen Lizenznehmer. In diesem Fall würde ich dafür ehrlich gesagt als Erfinder nichts zahlen wollen. Wenn jedoch die Patentverwertung aktiv ist, also entsprechende Beratungen, Analysen und Tätigkeiten leistet, dann kann das natürlich nicht umsonst sein. Recherchen, das Erstellen von Mailings, Produktwerbung, die Teilnahme an Messen etc. können ebenfalls als typische Tätigkeit einer Patentverwertung erfolgen. Diese Leistung sind immer verbunden mit einem hohen zeitlichen Aufwand und entsprechenden Kosten.
Ich selbst biete unter tmp-products.com einige Leistungen für Erfinder an die kostenpflichtig sind. Es sind primär „Hilfen zur Patentverwertung“. Ich differenziere hier stark zwischen „Hilfe zur Patentverwertung“ und der reinen „Patentverwertung“, da in der Regel bei einer Patentverwertung 1:1 der Erfolg, sprich die gewinnbringende Verwertung im Vordergrund steht. Wer diese jedoch garantiert, oder den Eindruck erweckt das pauschal bei jeder Erfindung bieten zu können, der hat in meinen Augen entweder bereits einen Lizenznehmer in der Schublade, ist hochgradig „naiv“, wird vom Staat gefördert oder wird ohnehin in ein paar Wochen sein Geschäft einstellen dürfen.
Es ist z.B. in Deutschland so, dass viele Erfinder Ihr Geld beim Patentamt und in der Regel auch beim Patentanwalt lassen, aber für den in der Regel viel wichtigeren Teil der Patentverwertung, also der wirtschaftlich gewinnbringenden Vermarktung ihrer Erfindung möchte man nichts zahlen. Also das muss man dann ganz nüchtern betrachten, wer so denkt hat halt mal Pech gehabt und das Geld für Patentamt und den Anwalt umsonst ausgegeben.
Daher abschließend meine Empfehlung:
1. Wenn Du eine Patentverwertung findest die etwas umsonst macht ohne etwas dafür zu verlangen, nehme sie in Anspruch
2. Wenn nur eine Pauschale im Erfolgsfall verlangt wird, ist das ebenfalls OK, auch das solltest Du nutzen(außer sie ist höher wie die Lizenzeinahme)
3. Wenn es etwas kostet, jedoch keine aktive(Beratung, Recherche etc.) Leistung erbracht wird, also in diesem Fall z.B. das rein passive Eintragen in eine Lizenzbörse, würde ich dafür nichts zahlen wollen
4. Wenn es etwas kostet, weil für Dich Leistungen erbracht werden, so z.B. Recherchen(nach Hersteller, Lizenznehmer, Vertrieb), Analysen, Erstellung von Unterlagen, Mailings, Präsentationen und aktive Beratung etc., dann kostet das natürlich etwas. Hier musst Du entscheiden was Dir diese Leistung finanziell wert ist, und ob Dir diese Leistungen auch aufgezeigt und ausgehändigt werden, so dass Du damit auf jeden Fall auch unabhängig von der Patentverwertung etwas anfangen kannst
Primär sollte eine Grundberatung kostenfrei sein. Da sie letztendlich ohnehin nur dazu dient aufzuzeigen, was man als Leistung in Deinem Fall erbringen könnte. Bei allen anderen Dingen musst alleine Du wissen, was es Dir unterm Strich wert ist und vor allem was Du dafür bekommst.
Wer 1500€ für eine Patentverwertung ausgibt die einen „Erfolg verspricht“, so z.B. einen Lizenznehmer zu finden der eine Lizenz für 100.000€ erwirbt, der sollte das natürlich zahlen ;) - Aber auch 1500€ für eine substanzielle Beratung und Recherche, Ausarbeitung von Unterlagen etc. die keinen Erfolg verspricht(was man auch eigentlich nicht kann), kann natürlich dennoch Ihr Geld wert sein.
Abschließend kann ich Dir nur raten: Werde skeptisch wenn Dir einer einen Patentverwertungserfolg verspricht. Zahle für Leistung die Dir auch zu Teil wird, erwarte von keiner Patentverwertung zu viel. Wenn ich beispielsweise alle Leistungen die für einen Erfinder „teilweise“ fast unabkömmlich wären erbringen würde, dann kämen bestimmt locker 2500€ bis zu 5000€ auf einen Erfinder zu, dennoch würde ich “nie“ einen Vermarktungserfolg versprechen. Professionelle Vermarktung heißt zunächst einmal alle Varianten, Notwendigkeiten und Potenziale zum Erfolg zu erkennen, diese dann aufzubereiten und im Anschluss umzusetzen. Aber letztendlich entscheidet häufig am Ende der Kunde mit seinem Griff ins Regal, ob ein Produkt erfolgreich wird oder nicht :D
Schreibe einfach alle Patentverwertungen an, sende Ihnen ein Expose Deiner Erfindung und frage, welche Leistungen sie zu welchen Konditionen für Dich erbringen können :)
Beste Erfindergrüße,
Thomas Moos
Hallo Thomas,
danke für deine umfangreichen Ausführungen zu diesem, meinem Problem. Damit habe ich Informationen von unabhängiger Seite erhalten, die mir meine Entscheidung zur Vergabe einer Verwertungsrecherche/ Anbahnung einer Geschäftsbeziehung mit einem Interessenten,
wesentlich erleichtern.
Im Schnitt meiner Anfragen bei verschiedenen Agenturen, lagen die Konditionen bei 25 % Beteiligung am Verkauf/ Lizenz sowie € 2.500,- bis 3.500,- netto als Kostenbeteiligung für die vorab notwendigen Arbeiten ( Recherche, Marktanalyse, Kundensuche etc. ).
Gruss Dietmar
Thomas Moos
12.08.2009, 15:53
Dann viel Erfolg und berichte einmal darüber wie es gelaufen ist.
Hallo , bin neu hier als Schreiberling,lese aber oft hier. Gutes Bord,weiter so.
Hab ne Anmerkung zu Patentverwertern.
Ich gehörte zu den 5% die etwas Interessantes anzubieten hatten,sagte man mir. Nun glaube ich nicht alles. Glaube eher das man das 95% der Kunden erzählt , wegen der Pauschale von ca. 3000 -4000 Euro.Bin stutzig geworden als ich ein fast gleiches Produkt auf der Seite des Verwerters gefunden habe. Nach meiner Erfahrung (bei 2 )und dem lesen der Seiten bei den anderen,läufts bei allen gleich.
Geheimhaltungsvertrag trotz Gebrauchsmuster ,um es dann ins Netz zu stellen.
Innovationscheck (Zeitaufwand ca 5 Minuten) Viele hochtrabende Fremdworte,alles nach dem gleichen Muster . Als hätte einer beim anderen abgeschrieben.Für alle Erfindungen und den verschiedenen Vorstellungen der Erfinder, mit immer dem gleichen Ablauf.Ich fürchte mit dem gleichen Ergebnis für alle.
Was ich brauche:
Jemanden der mir hilft meine Idee den dafür in Frage kommenden Firmen anzubieten. Für mich das schwerste überhaupt.
Marktanalyse machen für mich die Firmen , wenn sie sagen brauchen wir nicht. Das mindeste was ich erwarte vom Verwerter ist das er seine Leistung aufsplittet,evtl. nach Aufwand abrechnet. Am besten ist natürlich nach dem Innovationscheck bei Interesse eine Leistung nur auf Beteiligung. Die kann ruhig höher ausfallen.Sagt es mir aber das Interesse ist nicht gespielt.
Na mal schauen was wird
mfG.
Thomas Moos
26.01.2010, 20:59
Hallo Waldi,
um was geht es bei Deiner Erfindung, bzw. was suchst Du konkret?
- Hersteller
- Lizenznehmer
- Großhandel
- Fachhandel
- Inland/ Ausland
Was kannst Du gegenwärtig bieten?
- Vertriebsfertiges Produkt
- Werbeunterlagen
- Prototyp(Funktion/ Design)
- Entwurf/ Zeichnung
Mit Patentverwertungen das ist natürlich nie einfach. Ich kenne beide Seiten (Erfinder/ Patentverwerter) seit Jahren, daher kann ich durchaus auch beide verstehen, aber unterm Strich kann man je nach Dienstleistung natürlich nichts umsonst machen. Unsere Politik schmeißt genug Milliarden sinnlos aus dem Fenster, aber gefördert werden nur wenige Personen oder Eliten, aber kein Otto-Normal-Erfinder, leider. Von staatlicher Seite gibt es nur Signo. Letztendlich in meinen Augen ein Zusammenschluss einer kleinen Lobbygemeinschaft von Nutznießern die letztendlich auch nur an der Organisation durch
die staatliche Beteiligung verdient. Viele FHs, THs und Unis bekommen dann schon von der Idee an durch die Patentscouts das "all inclusive package" zum sorgenfreien Technologietransfer(da werden sie geholfen). Aber außer diesen "Patentverwertern", gibt es wohl keinen weiteren der kostenlos arbeitet. Selbst die hier genannten arbeiten auf Kosten des Steuerzahlers, der natürlich nicht unbedingt einen Nutzen vom System hat.
Mit den "wirklich" privat aktiven, bzw. gewerbliche Unternehmen und Patentverwertern sieht es ohne hin sehr dünn aus. Ich schätze es gibt vielleicht eine Handvoll die aktiv sind, mehr nicht. Was viele Erfinder bei einer Patentverwertung häufig voraussetzen oder besser gesagt sich wünschen ist leider ein Irrglaube. Denn es gibt zwar Patente, aber keine Patentrezepte für die erfolgreiche Patentverwertung. Natürlich wünscht sich jeder Erfinder eine kostenlose
Patentverwertung, am besten lediglich mit Gewinnbeteiligung im Erfolgsfall... aber wer zahlt die mühevolle Arbeit die dafür notwendig ist?
Eine professionelle Patentverwertung muss aus meiner Sicht verschiedene Leistungspakete anbieten, die individuell zum Vorhaben passen. Wenn natürlich schon einer den Lizenznehmer in der Schublade hat, wunderbar! Dann sollte der Service natürlich nichts kosten, sondern nur die Vermittlung. Aber in der Regel muss je nach Vorgaben und vor allem Vorleistung des Erfinders noch sehr viel erarbeitet werden, um wirklich das qualitative Niveau zu schaffen, die eine verwertbare Erfindung in der Regel benötigt. Wichtig ist, all diese Arbeit ist wahrscheinlich notwendig, um erfolgreich zu sein, aber wer im Vorfeld den Erfolg verspricht der ist entweder unseriös, oder hat wie bereits erwähnt die Lizenznehmer schon in der Schublade liegen.
Um erfolgreich zu sein, muss man einiges an Arbeit leisten und viele Voraussetzungen schaffen. Meine Empfehlung ist noch immer der folgende Thread zu diesem Thema: Idee und was nun ? (http://www.erfindermarkt.de/forum/showthread.php?t=7)
Von 500 Erfindern schätze ich gehen max. 100 Stück an eine breitere Öffentlichkeit(Zeitung, Presse, Medien und Ausstellung). Von diesen 100 dürften rund 95 erleben, dass man die vermeintlich geniale und geliebte Idee zwar gut findet, aber keiner kauft sie oder bereit ist zu investieren. Max. 3 bis 5 haben das Glück auf ein Unternehmen zu treffen, welches bereit ist den Artikel zu kaufen, oder eine Lizenz zu erwerben und somit im Umkehrschluss auch selbst Risiko und Geld in
die Hand zu nehmen. Die anderen Erfinder bleiben in der Regel auf der tollen Idee sitzen. Für die 95 fängt jetzt eigentlich erst die Tätigkeit der Patentverwertung an:
- Recherchen durchführen
- Markt-/ und Zielgruppe analysieren
- Einschätzung der Schutzrechte vornehmen
- Mitwettberwerber-/ und Konkurrenzanalyse vornehmen
- Prototyp erstellen
- Produktdarstellung und Argumentation ausarbeiten
- Produktpräsentation erstellen
- Vermarktungsstrategie entwerfen
- Vermarktunsaktivitäten starten
etc.
Wenn diese Punkte alle von einem Patentverwerter umgesetzt und wirklich auch dokumentiert und nachweislich erbracht werden, dann kann schnell eine Patentverwertung(in meinen Augen ehr die "Hilfe zur Patentverwertung") als Serviceleistung 2500 bis 5000€ kosten. Ob dadurch das Patent verwertet wird, kann man dennoch nicht sagen, aber letztendlich kann ein Artikel selbst dann noch scheitern, wenn er beim Fachhandel im Regal steht und die Endkunden kaufen ihn nicht.
Daher mein Tipp:
1. Wenn alles so easy ist... kein Problem, einfach das Patent selbst verwerten
2. Wenn man merkt, dass es nicht so easy ist, alles versuchen was einem kostenlos und unverbindlich angeboten wird
3. Wenn das auch nichts hilft, einfach bei mehreren Dienstleistern ein Angebot einholen und vergleichen
> Was bekomme ich für mein Geld
4. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, was er bereit ist selbst zu leisten(und auch leisten zu können), oder was er bereit ist für eine Leistung zu zahlen?
5. Niemand muss sich an einen Patentverwerter wenden, es muss auch niemand zum Patentanwalt gehen, wenn er nicht will...
Beste Grüße und viel Erfolg wünscht,
Thomas Moos
Genial , dieses neue Erfinder-Portal/Forum
Und danke für die ausführliche Antwort.
Als erstes muß ich WIR schreiben,denn wir sind zu zweit.
Um was geht es ? Es geht darum einen Hersteller ( Fenster) als Lizenznehmer zu finden.Es geht nicht um die Geiz ist geil mentalität. Uns ist schon klar , wer verdienen will muß investieren und auch teilen können.
Nun ist der Innovationsscheck die erste Meinung eines aussenstehenden,und die sollte eher kritisch sein,und nicht nur auf einige Tausender der Erfinder schielen.
Diese Idee ,eine von mehreren, ist nun sehr einfach und nach ( meiner ) Meinung bedarf es keiner gewaltigen Marktanalyse. Ein Prototyp ist vorhanden.Firmen anschreiben,evtl. vorsprechen, so oder ähnlich dachten wir uns könnte es ablaufen.Nur,richtig machen muß man es ,denn es gibt meist keine zweite Chance wenn man es versemmelt.
Die Idee findet man beim DPMA als " Fensterlichtleiste" als GM.Nur ein Eintrag.
Allerdings bisher nur Eigenrecherche , auf die Patentamtrecherche warten wir schon 6 Monate.
Viele Grüße
W.Meyer
Thomas Moos
06.02.2010, 15:17
Hallo Waldi,
>Genial , dieses neue Erfinder-Portal/Forum
Vielen Dank:D
> Nun ist der Innovationsscheck die erste Meinung eines außenstehenden, und die sollte eher kritisch sein,und nicht nur auf
> einige Tausender der Erfinder schielen.
Da hast Du natürlich Recht.
Für eine gute Ideenanalyse mit Empfehlungsbericht(wird von mir ab 15.02.2010 angeboten) liegen die Kosten zwischen 349€ und 750€. Relativ zum Umfang, dem Zeitaufwand und dem dafür benötigen Wissen in meinen Augen noch ein Schnäppchen(leider können das die meisten Erfinder erst nach einem Leidensweg nachvollziehen, am Anfang sind die meisten sehr naiv ). Einige tausend Euro für einen Ideenanalyse halte ich jedoch für sehr teuer. Obwohl man diese natürlich zuerst einmal inhaltlich im Detail betrachten und gegenüber stellen muss: Welchem Zweck dient sie, welcher Service und Aufwand ist beinhaltet, welche Resultate werden im Anschluss zur Verfügung gestellt, betrachten sie nur den gegenwärtigen Status einer Idee oder werden darüber hinaus noch Leistungen erbracht etc.
Dem DPMA und dem Patentanwalt ist es ziemlich egal, mit was Du dort ankommst. Im Regelfall dürften beide ein Angebot im Portfolio haben bei dem Du etwas Geld loswerden kannst. Zur Entschuldigung beider muss man natürlich sagen: Man wird nicht gezwungen deren Service in Anspruch zu nehmen, auf der anderen Seite ist einem "hoffentlich" auch im Vorfeld bewusst, dass man von dort im Regelfall als Service "nur" ein Schutzrecht zu erwarten darf. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Anders verhält es sich bei einer "Patentverwertung(wenn man es überhaupt so nennen will)". Hier sollte man ganz klar etwas differenzieren, wenn man einen solchen Service in Anspruch nimmt.
Und zwar dahin gehend: Welche Gegenleistung bekomme ich konkret für mein Geld ?
Es kann hier eigentlich nur zwei Service-Ansätze geben:
1. Man verspricht z.B. einen Lizenznehmer zu finden(in meinen Augen die einzige tatsächliche Form der Patentverwertung)
oder
2. Man bietet Dir einen klar formulierten Servicekatalog, bzw. Leistungen an die einem Erfinder auf dem Weg von der Idee,
bis hin zum Produkt behilflich sind
Beim zweiten Punkt kann es aus meiner Sicht nur einen Service geben, der unabhängig von der eigentlichen Erfindung das Gesamtvorhaben objektiv betrachtet und entsprechende Hinweise ausspricht über Dinge die man berücksichtigen muss, oder aber berücksichtigen sollte. Im Anschluss muss abhängig von der Gesamtkonstellation ein Service angeboten werden, der den Erfinder in den Bereichen gezielt unterstützt, in denen es notwendig ist. Das kann anfangen von der Aufbereitung einer Produktpräsentation, über die Messevorbereitung, bis hin zum Coaching bei Gesprächen oder die Kontaktherstellung zu Herstellern.
Daher ist meine Empfehlung:
1. Bewusstsein bekommen über den Gesamtumfang auf dem Weg von der Idee zum marktreifen Produkt
2. Was kann ich davon selbst leisten, was nicht
3. Serviceangebote einholen für Bereiche in denen man Unterstützung benötigt
4. Angebote vergleichen
5. Beachten, dass man bei einer Beauftragung einen Leistungsnachweis bekommt, oder aber ein Ergebnis welches
als Resultat der Leistung übergeben wird
Die Beurteilung einer Idee oder Erfindung kann realistisch immer nur sachlich und objektiv geschehen. Damit meine ich, dass eine seriöse Beratung eine Erfindung immer gesamtheitlich betrachten muss. Diese kann nur die grundsätzlichen Voraussetzungen überprüfen, in der Regel nicht aber aussagen, ob eine Idee erfolgreich sein wird oder nicht. Selbst der Einkäufer der Firma A kein Dein Produkt schlecht finden, aber der von Unternehmen B sagt: Das ist genau das Produkt auf das wir gewartet haben. Selbstverständlich gibt es auch Ideen und Erfindung die wenig Aussicht auf Erfolg haben. Aber dieses sollte man nicht von einer Person oder Stelle abhängig machen die eine Aussage tätigt. Hier empfiehlt es sich mehrere Meinungen einzuholen.
Daher sollte man generell beachten: :teach:
Ein Patentanwalt wird Dir alle Möglichkeiten aufzeigen, um z.B. ein Schutzrecht zu erhalten.
Eine Patentverwertung wird Dir Leistungen anbieten, um in Richtung Patentverwertung für Dich aktiv zu werden.
Beide werden Dir aber auch Ihren Service verkaufen, denn sie können wirtschaftlich beide nicht existieren, wenn sie Interessenten sagen würden... ohh, bei Ihrer Idee macht das keinen Sinn dass wir für Sie aktiv werden. Letztendlich geht es hier ums Geld verdienen. Damit will ich sagen, in beiden Fällen wird man möglichen Kunden in der Regel keine Absage erteilen, sondern einen Service anbieten. Im Anschluss muss der Interessent selbst entscheiden, ob ihn das Angebot überzeugt und das Preis-/ Leistungsverhältnis stimmt. Ich denke pauschal das 80% der Erfinder "leider" falsche Entscheidungen treffen:streichel:.
> Diese Idee, eine von mehreren, ist nun sehr einfach und nach ( meiner ) Meinung bedarf es keiner gewaltigen
> Marktanalyse. Ein Prototyp ist vorhanden. Firmen anschreiben, evtl. vorsprechen, so oder ähnlich dachten wir uns könnte
Generell muss die Erfindung überzeugen. Das bedeutet, man muss in der Lage sein zu formulieren, darzustellen und zu präsentieren, was den soll toll an der Erfindung ist, dass sie jeder haben will. Eine professionelle Marktanalyse setzt genau hier an. Hier betrachtet man die Erfindung > ähnliche Produkte > Vertrieb > Mittwettbewerber > Märkte und die mögliche Zielgruppe. Wenn man davon nicht viel weiß, kann man natürlich auch schlecht Argumente finden, die über die eigene Ansicht und Betrachtung hinaus gehen. Natürlich kann die Idee auch ohne all diese Analysen und Bewertungen so top sein, dass sie mit etwas Glück direkt ein Marktrenner wird. Aber ich denke es macht immer Sinn, sich auch den Markt vorher einmal im Detail zu betrachten. Aber das muss jeder individuell für sich entscheiden.
Meine Philosophie ist hier jedoch diese:
Gesamtheitliche Betrachtung und Ermittlung aller abhängigen Bereiche > Identifizieren aller Faktoren die sowohl positiv, als auch negativ Einfluss nehmen können > Beeinflussbare Positiv-Faktoren begünstigen, Negativ-Faktoren und deren Risiken berücksichtigen oder eliminieren. Den Rest entscheidet dann noch wie so häufig das so genannte Glück oder Schicksal. Es geht in meinen Augen unterm Strich darum, dass wenn man nach einer gewissen Zeit hinten sieht sagen kann: Man hat das best mögliche zur Realisierung berücksichtigt und getan.
> es ablaufen.Nur,richtig machen muss man es ,denn es gibt meist keine zweite Chance wenn man es versemmelt objektib
> geschehen,nie
Es gibt da einen Spruch: Für den ersten Eindruck, gibt es keine zweite Chance.
Da ist etwas dran, daher ist es genau deshalb so wichtig im Vorfeld eine best mögliche Vorbereitung getroffen zu haben.
Aber keine Angst, man hat auch eine zweite Chance.
Denn eins kann ich jedem Erfinder garantieren, er wird viel, viel dazu lernen, während der Umsetzung von der Idee zum Erfolg. Und Dinge die man am Anfang nicht kannte oder belächelte, sieht man nach einer gewissen Zeit und geprägt durch Erfahrungen ganz anders :alien_denkt:
> Ein Prototyp ist vorhanden. Firmen anschreiben,evtl. vorsprechen, so oder ähnlich dachten wir uns könnte es ablaufen.
Dann bin ich mal gespannt auf den weiteren Verlauf bei der Umsetzung. Würde mich freuen, wenn Du gelegentlich einmal darüber berichtest, wie es gelaufen ist.
Viel Glück wünscht,
Thomas Moos

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