Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Recherche - DORN IM AUGE
Norbert Hirsch
19.08.2005, 17:52
................................................
Hallo Herr Hirsch,
Auf eine Gebrauchsmuster-Recherche kann man also
meiner Meinung nach getrost verzichten.
Finden Sie? Stellen Sie sich einmal vor Sie hätten versucht „Ihr Produkt“ mit einem „nur Gebrauchsmusterschutz“ herzustellen und anzubieten? Was wäre Ihrer Meinung wohl passiert wenn der eigentliche Schutzrechtsinhaber dies herausbekommen hätte? Was sind dagegen 290,00 Euro?
Meiner Meinung nach hat Ihre beantragte Recherche Sie vor sehr viel Arbeit und vor noch mehr Ärger geschützt. Ich bleib bei „meiner Meinung“ das man auch bei Gebrauchsmuster stets eine Recherche mit beauftragen sollte.
Auch die beste eigene Recherche kann nie so gründlich sein als da darauf eine Schutzrechtsanmeldung aufgebaut sein sollte. Und das der Inhaber dieses Schutzrechtes so genau wie möglich und detailliert sein Schutzrecht aufgebaut hat ist wohl auch seiner peniblen Vorarbeit sowie einem erfahrendem Anwalt zu verdanken.
Sie müssten mal unsere Patentbeschreibung und sämtliche Ansprüche lesen, die ist so genau formuliert und mit Beispielen bespickt das sogar wir staunten als wir das gesamte Pamphlet studierten. Was man so aus etwa 100 Seiten Gekritzel alles hinbekommen kann :rolleyes: :D
Thomas Moos
21.08.2005, 12:55
Hallo Norbert,
> Dorn im Auge
das passt ja namentlich wie die "Faust aufs Auge" :rolleyes: Deine Erfahrungen
kann ich in groben Stationen nachvollziehen bzw. aus bestätigen. Generell ist
eine Recherche in meinen Augen "IMMER" und ohne Ausnahme notwendig. Leider
kann man im gleichen Atemzug jedoch nicht erwarten, dass bei einer beauftragten
Recherche durch das Patentamt, tatsächlich der gesamte Stand der Technik
ermittelt wird. So hatte ich vor einigen Jahren auch eine Patentanmeldung mit
Rechercheantrag gestellt, die positiv verlief, aber Monate später wurde ich
hinsichtlich "Stand der Technik" durch eigene Recherche eines Besseren belehrt.
:teach: Daher bin ich der Meinung: Jede Recherche ist besser wie keine, und
viele Recherchen sind besser als eine.
Es gibt bei allen Schutzrechten einen eindeutigen Bereich der leider dem Glück
zugeordnet werden muss. "Leider" deshalb, dass wenn man kein Glück hat, der
gesamte Aufwand und alle Investitionen in die Erfindung für nichts gut waren.
Deshalb besteht bei allen Recherchen, Schutzrechten und dem Recht im allg.
Sinn ein sehr großer Risikofaktor. Ich denke das Wichtigste hierbei ist immer, alle
Notwendigkeiten zu schaffen und die möglichen Risiken frühzeitig zu berücksichtigen.
Eins ist natürlich auch klar, wer mehrmals solche Erfahrungen wie Du gesammelt hat,
dem wird irgendwann der Spaß an diesem Thema vergehen. Aber dennoch....
Kopf hoch, selten zwar, aber mit einer bestimmten Beharrlichkeit kommt man dennoch
häufig zu Erfolg. Vor allem, wenn man nicht nur auf ein Ziel versteift ist. Für mich
und mein Leben habe ich dies bezüglich mal eine philosophische Lebensweisheit
abgeleitet, die da lautet:
:denkt: , Es ist wichtig im Leben ein Ziel zu verfolgen, und die wirklich interessanten
Dinge passieren auf dem Weg dorthin. (C) Copyright 2005 by Thomas Moos, Bad Camberg.
Beste Grüße und viel Erfolg wünscht,
Thomas Moos
Hallo Herr Hirsch,
...sondern auch aus einem Handwerk,
von dem ich vorher noch nicht einmal wusste mit welchem
Material man am besten arbeitet, geschweige denn wie man
dieses verbindet.
Ich glaube aus diesem Grunde scheitern viele Innovationen oder werden schlicht bei der Bearbeitung abgelehnt. Ich habe die Erfahrung gemacht das man selten alleine Recherchen und ein exakt ausgearbeitetes Endprodukt erfinden und anmelden kann ohne die Hilfe anderer. Als Erfinder ist man viel mehr Theoretiker als Praktiker, es sei denn man hat sich jahrelang vorbereitet.
Bei uns beispielsweise hat es etwa 2 Jahre gedauert bis wir die Idee angemeldet haben weil wir niemanden gefunden hatten der sich mit der Materie auskennt und uns über Eigenarten sowie Eigenschaften etwas unter die Arme greift. Aus diesem Grunde mussten wir selber Hand anlegen, die Einarbeitungszeit in die Gesamtmaterie hat die meiste Zeit gekostet aber nun können wir sagen das wir uns in dem Bereich wo wir angemeldet haben gut auskennen und wissen was geht und was nicht ;)
Aber letztendlich kann auch die Recherche eines erfahrenden Anwalts sowie die eines professionellen Erfinder und zu guter letzt die Recherche des Patentamtsmitarbeiters nur den Stand der Technik der bekannt ist bei Einreichung ermitteln, Erfindungen die bereits etwa 10 Monate alt und angemeldet sind, und eigentlich eine Art versteckter Stand der Technik ist, ist damit leider nicht ermittelbar bzw. einsehbar.
Heute ist die Erfindung neu und es existiert rein garnichts darüber im Netz und den Datenbanken, in zwei Monaten, wenn also Erfindungen veröffentlicht werden die bereits vor 8 Monaten angemeldet wurden, kann es ganz anders aussehen. Deren Einreichung ist aber schon älter und das Patent was man dann eingereicht hat und wo man absolut nicht gefunden hat wird abgelehnt weil es bereits zum Stand der Technik gehört – Dies ist, eine, meine Definition vom Glück bei Patentanmeldungen ;)

Powered by vBulletin® Version 4.1.8 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.