Thomas Moos
01.11.2006, 11:40
01.11.2006 00:00
Saat der Erfinder fällt oft auf «betonierten Boden»
Tüftler sehen sich von Firmen wenig unterstützt
Freie Erfinder stoßen bei deutschen Unternehmen mit ihren Ideen nur selten auf Gehör. „Die Saat der Erfinder fällt auf harten, oft sogar betonierten Boden“, klagte der Vorsitzende des Deutschen-Erfinder-Verbandes, Karl Bauch, am Montag in Nürnberg.
Die Chancen, einen Lizenznehmer für Produktion, Vertrieb oder Vermarktung zu finden, seien schlecht. „Im Ausland, etwa in den USA oder Japan, geht das viel leichter“, sagte Bauch.
Auf der 58. Internationalen Erfindermesse in Nürnberg präsentieren von morgen an bis zum Sonntag Erfinder aus 32 Ländern rund 700 Neuheiten. Damit sei die Messe der weltweit größte Branchentreff, erklärte Richard Vilsbeck vom Deutschen Patent- und Markenamt. Seinen Angaben zufolge meldeten deutsche Tüftler 2005 rund 60 000 Patente und mehr als 20 000 Gebrauchsmuster an.
Vilsbeck rief die freien Erfinder dazu auf, ihre Ideen schützen zu lassen. Nach den Worten von Verbandschef Bauch kommt es zudem mehr denn je darauf an, sich frühzeitig um Partner aus der Wirtschaft zur Finanzierung und Vermarktung der Ideen zu bemühen. Dem einzelnen Erfinder sei es oft erst nach Jahren möglich, ein marktfähiges Produkt herzustellen. Es sei aber entscheidend, rechtzeitig am Markt zu sein. (dpa/rb)
Mit freundlichen Erfindergrüßen,
Thomas Moos
Saat der Erfinder fällt oft auf «betonierten Boden»
Tüftler sehen sich von Firmen wenig unterstützt
Freie Erfinder stoßen bei deutschen Unternehmen mit ihren Ideen nur selten auf Gehör. „Die Saat der Erfinder fällt auf harten, oft sogar betonierten Boden“, klagte der Vorsitzende des Deutschen-Erfinder-Verbandes, Karl Bauch, am Montag in Nürnberg.
Dem kann ich zustimmen! Ich habe in den Jahren der Vermarktung unseres Konzeptes zur Vermeidung von Fehlleitungen von Gepäckstücken auf z.B. Flughäfen mindestens 100 Mails an Firmen geschrieben, die sich mit der RFID Technologie beschäftigen sowie mit Firmen die jährlich Mio. Euro ausgeben um Schäden, die durch Fehlleitungen von Gepäckstücken entsteht, auszugleichen. Sei es mit Hardware oder Software, Airlines oder Serviceanbieter auf Flughäfen. Großteils, bei etwa 80% (!), kamen nicht einmal Rückantworten! Die Wirtschaft schreit nach Innovationen, wir die Erfinder bieten diese, lassen uns was einfallen, versuchen zu helfen – natürlich nicht so ganz uneigennützig ;) - nur werden diese nicht angenommen bzw. es interessiert kaum jemanden in Deutschland.
Wie einige von Euch ja bereits wissen, waren wir bei der IENA 2006, genauer gesagt, haben wir unser Konzept bei dem Innovations Preis Wettbewerb der HDI Versicherungen zum Thema Sicherheit angemeldet und sind dort auch Preisträger des Wettbewerbs geworden. In den Eröffnungsreden von Herrn Dr. Klaus Heitmeyer, Vorstandsmitglied der HDI Industrie Versicherung AG, Olaf Rühmeier (Sprecher und Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der HDI Versicherungen) sowie Herrn Mike de Vries, Geschäftsführer der FC Deutschland GmbH, war die Rede von Innovationen die eigentlich in Deutschland erfunden wurden, im Ausland jedoch den Durchbruch hatten und auch dort erfolgreich vermarktet wurden. Das ist doch mit die eigentliche Schwachstelle in unserem System, neben dem Problem der Interessenlosigkeit vieler deutscher Unternehmen. Der Volkswirtschaftliche Schaden ist enorm und es ist derzeit kein Land in Sicht, das Ausland reibt sich die Hände, deutsche Unternehmen schauen dumm aus der Wäsche, weil sie sich dem harten Markt stellen müssen.
Ausländische Firmen sind erfolgreicher, weil sie sich an Innovationen nicht stoßen sondern diese fördern. Der Markt ist hart umkämpft und somit steigt von Tag zu Tag der Konkurrenzdruck. Was käme da gelegener als ein Monopol für ein Produkt zu besitzen, den andere nicht haben werden/dürfen? ;) Die großen Unternehmen haben es eingesehen, der Mittelstand ist noch auf dem Weg dorthin.
Die Chancen, einen Lizenznehmer für Produktion, Vertrieb oder Vermarktung zu finden, seien schlecht. „Im Ausland, etwa in den USA oder Japan, geht das viel leichter“, sagte Bauch.
Die Probleme denke ich liegen auch darin, das viele deutsche Unternehmen vielmehr daran gelegen ist ihr Personal abzubauen, Teile nach Möglichkeit ins Ausland zu verlagern und die Politik, die nicht die Zeichen der Zeit erkennt und eine Steuerpolitik betreibt, die Unternehmen wie Arbeitnehmer entlasten um die Binnenkonjunktur voranzutreiben. Letzteres hat zwar weniger mit Erfindertum zun, sichert doch aber die finanzielle Liquidität des Einzelerfinders, damit dieser die Innovationen auch anmelden kann um die Wirtschaft anzukurbeln und vor allem mit neuen Ideen voranzubringen. Stattdessen geht die Politik den Weg der Niedriglohnforcierung und Ein Euro Jobs, Kombilohn und Staatssubventionierung von Niedriglohn Empfängern - Arm ist geil.
Mit diesem Geld könnte man Einzelerfinder und Start-ups finanzieren, die wiederum Arbeitsplätze schaffen könnten und den Wirtschaftsstandort Deutschland weiter voran bringen. Wieso funktioniert das „Geiz ist geil“ Prinzip? Weil jeder daran teilnehmen darf und sich alle bis zum endgültigen Konkurs daran beteiligen! Was wäre also besser als an einem Produkt das Monopolrecht zu haben und seinem eigentlichen Konkurrenten damit ein Schnippchen zu schlagen? Es gibt wirtschaftlich nichts besseres, denn Patente sind Waffen, Waffen die man im Wirtschaftskrieg strategisch einsetzen kann und somit entscheidende Vorteile hat – teilweise auch abschreckende und Kooperationsfördernde zugleich. Nicht das wir uns falsch verstehen, ich habe nichts gegen Konkurrenz, Konkurrenz ist gut und wichtig aber nur dann, wenn ich diese kontrollieren kann ;)
Auf der 58. Internationalen Erfindermesse in Nürnberg präsentieren von morgen an bis zum Sonntag Erfinder aus 32 Ländern rund 700 Neuheiten. Damit sei die Messe der weltweit größte Branchentreff, erklärte Richard Vilsbeck vom Deutschen Patent- und Markenamt. Seinen Angaben zufolge meldeten deutsche Tüftler 2005 rund 60 000 Patente und mehr als 20 000 Gebrauchsmuster an.
Der größte Teil dieser Anmeldungen dürfte wohl in irgendwelchen Kellern verrotten, obwohl da sicherlich etliche Mio. Euro an Wirtschaftswachstum einfach aus dem Fenster geworfen werden und keine Unterstützung erfahren, obgleich hier sicherlich viele Förderfähig wären. Der verschwindend geringe Teil dieser Anmeldungen, die vermarkten wollen, dürfte zum einen Probleme mit der Vermarktung und zum anderen mit der Ignoranz vieler Unternehmen in Deutschland zu kämpfen haben, da diese was anderes zu tun haben als Start-ups oder Einzelerfinder zu fördern. Innovation ist ein sehr harter Markt, entweder man hat die Ausdauer seine Ideen voranzubringen oder schließt sich den „Ich bin eh zu schwach etwas zu verändern“ Haufen an.
Wir haben 2005 mit unserem RFID Konzept zur Vermeidung von Fehlleitungen von Gepäckstücken, Kontakt zu einer sehr sehr großen Airline aufgenommen. Mit unserer damaligen Beschreibung zum Geschäftsmodell, welches gewollt viel Spielraum für ein persönliches Gespräch bot, hat man uns gesagt, das dieses Modell unfinanzierbar wäre. Im Gegenzug haben wir heute eine Berechnung aufgestellt, wo eine andere Airline, die natürlich etwas kleiner ist, auf dem Flughafen Schönefeld in Berlin, mit etwa 50.000 Euro vor Fehlleitungen von Gepäckstücken wirkungsvoll geschützt wäre, sobald die Airline auf RFID Technologie umgerüstet ist.
Nehmen wir an, das diese kleine Airline täglich 7 Fehlleitungen hat (ich weiss das diese Annahme durchaus gerechtfertigt ist) und rechnet man diese aufs Jahr hoch und nimmt eine Summe von 150 Euro die durchschnittlich eine Fehlleitung erzeugt, ist das Potenzial ersichtlich. Des weiteren kommen Verspätungen hinzu, die durch falsch eingeladenes Gepäck und damit verbundene Mehrarbeit zu Buche stehen. Fakt ist erstmal dies, ein Flugzeug verdient nur Geld wenn es fliegt Es vernichtet Geld, wenn Flüge gestrichen werden müssen, weil der gesamte Umlauf durch Verspätungen und Stornierungen gestört ist. Ein Bodenverkehrsdienstleister kann nur Geld verdienen, wenn er verlässlich sein Personl steuern kann und dieses nicht unnötig länger an einem Flugzeug bleiben muss als in den ursprünglichen Preiskalkulationen prognostiziert. Heute gibt die große Airline von damals Mio. für die Entwicklung eines Konzeptes für ein Problem aus, für das es bereits eine Lösung gibt und die bereits patentiert ist – unseres. Unser ehemaliger Bundesinnenminister Otto Schily MdB, der auch die Preisverleihung vornahm, war indes hell begeistert von unserem Konzept, nicht nur wegen dem hohen Sicherheitspotenzial unserer Innovation, das am Rande ;)
Vilsbeck rief die freien Erfinder dazu auf, ihre Ideen schützen zu lassen. Nach den Worten von Verbandschef Bauch kommt es zudem mehr denn je darauf an, sich frühzeitig um Partner aus der Wirtschaft zur Finanzierung und Vermarktung der Ideen zu bemühen. Dem einzelnen Erfinder sei es oft erst nach Jahren möglich, ein marktfähiges Produkt herzustellen. Es sei aber entscheidend, rechtzeitig am Markt zu sein. (dpa/rb)
Dem ist nichts weiter hinzuzufügen! Ausser, bleibt drann und lasst Euch nicht aus der Bahn werfen ;)
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