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Thomas Moos
14.08.2004, 16:28
Woran liegt es wohl...
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Definition:
Erfinder sind eine kleine Minderheit von Menschen, die willens und in der Lage wären, sich für die Mehrheit der Menschen nützlich zu machen. Das nennt man Gemeinnützigkeit.
Die Mehrheit der Menschheit denkt aber eigennützig und kann deshalb die Erfinder nicht verstehen. Was sie aber nicht verstehen kann, davor schützt sie sich mit allen Mitteln.
Die Erfinder wiederum sind nicht in der Lage zu begreifen, warum die Mehrheit mit ihrem eigennützigen Denken unbedingt ihrem eigenen Nutzen im Wege stehen will.
Empfohlener Umgang mit Erfindern:
Erfinder müssen durch einen finanziell stärkeren Partner (= Geldgeber) in finanzieller Abhängigkeit gehalten werden, ohne dass sie dabei verhungern dürfen. So kann man sie zwingen, ihre schöpferische Kraft dem Eigennutz des Geldgebers zu widmen. Sollte ein Erfinder sich dagegen wehren, kann man ihn immer noch verhungern lassen.
Es gibt besonders zähe Exemplare von Erfindern, die gegen diese Behandlung immun geworden sind und einfach nicht verhungern. Diese kann man dadurch kaltstellen, dass man an ihre Menschenfreundlichkeit appelliert und ihnen suggeriert, dass ihre Arbeit erst dann einen Wert für die Menschheit hat, wenn sie auch Arbeiten übernehmen, für die sie ihrem ganzen Wesen nach ungeeignet sind, wie zum Beispiel Organisation, Firmengründung, Werbung, Vermarktung.
Empfohlener Umgang mit gemeinnützig denkenden Geldgebern:
Gemeinnützig denkende Geldgeber dürfen auf keinen Fall in Kontakt mit Erfindern geraten. Um dies sicherzustellen, bringt die Mehrheit scharenweise naturwissenschaftlich halbgebildete Außenseiter hervor, die diese gutgläubigen und naturwissenschaftlich ahnungslosen Geldgeber durch die ungeheuerlichsten Versprechungen beeindrucken und so ihre Finanzkraft blockieren und ihren guten Willen ermüden.
Mehr braucht die eigennützige Mehrheit nicht zu tun, um sich vor ihrem eigenen Nutzen zu bewahren.
Thomas Moos
20.09.2004, 21:13
Hallo Hermes,
und was soll uns das alles unterm Strich sagen ? :nixweiss:
Bin nämlich ehrlicherweise noch nicht so richtig
dahinter gekommen, sorry.
Beste Grüße,
Thomas Moos
Hallo Thomas,
danke der Nachfrage.
>und was soll uns das alles unterm Strich sagen ?
Ach, nichts von Bedeutung. Ich habe nur meine persönliche Berufserfahrung aus fast zwanzig Jahren freiem Erfinderdasein kurz zusammengefasst - zugegebenermaßen etwas sarkastisch.
Auch ist meine Darstellung in dieser allgemeinen Form nicht zutreffend; im Bereich der Entwicklung von alternativer Energiegewinnung, bei der das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, trifft sie aber den Nagel auf den Kopf.
Mit freundlichen Grüßen
Hermes
Thomas Moos
21.09.2004, 13:40
Hallo Hermes,
alles klar, dann weiß ich nun wie es gemeint war. :denkt:
Hast Du denn gar nichts Positives in diesen 20 Jahren mitnehmen können ?...
Also, ich konnte in rund 16 Jahren einiges an Erfahrung mitnehmen, aber ansonsten
nicht wirklich viel. Der Hauptgrund für dieses Forum ist hierbei auch mein Idealismus,
zumindest muss man es wohl so bezeichnen, da es aus wirtschaftlicher Sicht noch
nichts zu sehen gibt. Was mich im gesamten Erfinderbereich wirklich aufregt ist,
dass sich binnen der letzten 16 Jahre in diesem Sektor quasi nichts hin zum Positiven
für Erfinder verändert hat, selbst die Erfinder sind scheinbar gleich geblieben.
Ich denke daran wird sich auch nichts ändern, weil die die es ändern könnten, leider die
Hauptnutznießer dieses Systems sind.
Beste Grüße und beidseitiges Kopfhoch wünscht,
Thomas Moos
Lars Rahrig
02.12.2004, 17:36
Wählt mich zum Bundeskanzler und ich regel das für euch! :engel:
Ich verstehe den Frust. Habe zwar noch keine Erfindung gemacht - habe aber eine Idee.
Solange mit Nichtfortschritt Geld verdient werden kann - wird auch unser geliebter Vater Staat daran nichts ändern. Wir sollten da aber nicht resignieren.
Erfinden wir doch was, was diese Umstände aushebelt?! Vielleicht sowas wie einen machtvollen "Erfinder-Konbzern"?! :)
Ich mein ja bloß. :D :engel:
Gruß Lars
Thomas Moos
03.12.2004, 17:57
Wählt mich zum Bundeskanzler und ich regel das für euch! :engel:
Wir sollten da aber nicht resignieren.
Erfinden wir doch was, was diese Umstände aushebelt?! Vielleicht sowas wie einen machtvollen "Erfinder-Konbzern"?! :)
Gruß Lars
Hallo,
Sorry, aber den Erfinder-Konzern gibt es schon:motz:, siehe
einmal nach unter http://www.die-erfinder.de
Beste Grüße, und immer am Ball bleiben...
Thomas Moos
Lars Rahrig
07.12.2004, 18:11
Hallo Thomas.
Nicht ganz das was ich meinte.
Ich habe folgenden Eindruck. Jeder mömelt alleine so vor sich hin. Oftmals verliert man den Mut oder die Ausdauer. Man fühlt sich halt auch oft als Don Quichote gegen die Windmühlen. Mit einer "Vereinigung" sähe das anders aus.
Es gibt für alles mögliche Agenturen. Nur für Erfinder anscheinend nicht. Noch nie jemand darauf gekommen?!?! Wäre eine super Geschäftsidee. Wenn das hier jemand umsetzten will, will ich aber Gebühren klar :D ?!
Es gibt anscheinend keine Organisation die den Einzelerfinder bzw. auch den Einmalerfinder bei der Hand nimmt und ihn berät bzw. durch den Bürokratendschungel führt und ihm hilft sein "Was auch immer" patentieren zu lasse, produzieren zu lassen, Geschäftsideeberatend zur Seite zu stehen falls man einen eigenen Betrieb aufbauen will, Produktionspartner bzw. Lizensnehmer zu finden, In Kontakt mit solchen zu treten, Beim Aushandeln der "Millionen" zu helfen, Rechtsberatend bzw. rechtsdurchsetztend zur Seite zu stehen, usw. Nat. gegen Gebühr bzw. Beteiligung.
Gruß lars
Thomas Moos
07.12.2004, 23:20
Hallo Thomas.
Nicht ganz das was ich meinte.
Hallo Lars,
das war auch ehr als Witz gemeint.
Ich habe folgenden Eindruck. Jeder mömelt alleine so vor sich hin. Oftmals verliert man den Mut oder die Ausdauer. Man fühlt sich halt auch oft als Don Quichote gegen die Windmühlen. Mit einer "Vereinigung" sähe das anders aus.
Es gibt für alles mögliche Agenturen. Nur für Erfinder anscheinend nicht. Noch nie jemand darauf gekommen?!?! Wäre eine super Geschäftsidee. Wenn das hier jemand umsetzten will, will ich aber Gebühren klar !
Es gibt anscheinend keine Organisation die den Einzelerfinder bzw. auch den Einmalerfinder bei der Hand nimmt und ihn berät bzw. durch den Bürokratendschungel führt und ihm hilft sein "Was auch immer" patentieren zu lasse, produzieren zu lassen, Geschäftsideeberatend zur Seite zu stehen falls man einen eigenen Betrieb aufbauen will, Produktionspartner bzw. Lizensnehmer zu finden, In Kontakt mit solchen zu treten, Beim Aushandeln der "Millionen" zu helfen, Rechtsberatend bzw. rechtsdurchsetztend zur Seite zu stehen, usw. Nat. gegen Gebühr bzw. Beteiligung.
Gruß lars
Ich denke mal, wenn Du versucht hast deine erste Idee umzusetzen, dann weißt Du warum
es solche Firmen oder Agenturen nicht geben kann.
Für Erfinder gibt es übrigens einige Anlaufstellen, so z.B. unzählige Patentverwertungen die in der Regel an Hochschulen angesiedelt sind, Erfindervereine, staatlich subventionierte Institutionen wie beispielsweise INSTI, die eigentlich primär nur die Aufgabe der Erfinderhilfe etc. haben, oder auch die Fraunhofer Patentstelle, die auch "extra" für Erfinder ihre Dienste anbieten. Also, das waren jetzt nur ein paar Stück, davon gibt es jedoch noch Einige mehr. Aber unterm Strich, hinsichtlich der Zielsetzung einem Erfinder bei der erfolgreichen wirtschaftlichen Verwertung behilflich zu sein, und zwar bis zum Erfolg, bringen die meisten dieser Stellen definitiv keine belegbaren, nachweisbaren oder messbaren Fakten auf den Tisch. Aber darüber hinaus, ist mir so etwas(Firmen) in der normalen Wirtschaft auch noch nicht unter gekommen, außer ein paar, die nach wenigen Monaten wieder weg waren. Eine Erfindung umzusetzen ist im Normalfall immer eine sehr, sehr aufwendige, teure und Zeit fressende Aufgabe, und nur die Wenigsten sind dabei erfolgreich. Außerdem ist sich jeder selbst der nächste, warum sollten z.B. andere Personen Zeit und Arbeit in deine Erfindung investieren, obwohl sie vielleicht eine eigene Erfindung umsetzen möchten, von deiner Idee nicht überzeugt sind, und es keine Garantie auf den Erfolg gibt, wer soll das zahlen ? Die Firma wird es so schnell nicht geben, außer jeder hat einen nachweisbaren Nutzen davon, oder der Hauptnutzer kann die anderen entsprechend bezahlen.
Ich denke mal, hier musst Du dich vielleicht noch ein paar Tage durch die Erfinderwelt
schlagen, um eine realistische Sicht zu bekommen. Nichts gegen deine Hoffnung, Du solltest es auch probieren, wenn Du denkst das es eine Chance hat, aber fange mal mit der Umsetzung deiner Erfindung an, dann wird dir die Komplexität der Gesamtheit rund ums Thema "Erfinder/ Erfindung = Erfolg ?" etwas bewusster werden... :motz:
Übrigens gibt es natürlich Patentanwälte, Innovationsberater und Erfinderberatungen wie ich selbst parallel auch eine betreibe, jedoch möchte in der Regel kein Erfinder auch nur einen Cent dafür ausgeben, oftmals hat man ja auch schon das Geld beim Anwalt gelassen :smile_rof Ganz zu schweigen von der recht schwierigen Zielgruppe der "Erfinder", oder was denkst Du, warum es von über 45.000 Besuchern bisher nur einer geschafft hat auf seine Erfindung hinzuweisen, obwohl das hier gratis möglich ist.... :confused: Ich kann es dir nicht sagen, aber wer als Erfinder nicht wirklich alles versucht, der hat es aus meiner Sicht eigentlich auch nicht verdient erfolgreich zu sein, und versuchen sollte man es auch... oder man muss halt direkt alles bleiben lassen, das schont nämlich die Nerven und auch noch den Geldbeutel ;)
Beste Grüße und checke einmal die genannten Institutionen ab, weil INSTI und Fraunhofer-Patentstelle beispielsweise auch vieles an Kosten für den Erfolg übernehmen, habe ich zumindest gelesen.
Beste Grüße,
Thomas Moos
Lars Rahrig
09.12.2004, 15:03
Hallo Thomas.
Du hast sicher recht. Meine Erfahrung geht auf Null. Ich lebe in Deutschland. Ich bin Physiotherapeut und gebe diesen Beruf nun endgültig auf wegen gründlich-deutscher Überbürokratisierung auf. Ich kann mir denken was für einen Bock Deutschland in Punkto Erfindung und Überbürokratisierung wieder einmal peinlicherweise geschossen hat.
Wie du aber selbst geschrieben hast, würden allerdings viele Punkte für eine solche Agentur sprechen.
Jeder muckelt für sich allein.
Die ganze Geschichte ist ziemlich aufwendig - langatmig - Volumenreich kompliziert. Für einen Einzelnen ein riesen Haufen der resignierend wirkt.
Eine Agentur müsste nat. auswählen, welche Patente machbar umzusetzten sind und welche nicht. Man müsste wie bei dir eine Beratunsgebühr verlangen sowie bei erfolgreicher Umsetztung eine Beteiligungsprovision o.Ä..
Aber das sind wie gesagt nur ein paar ideen von mir.
Ich wußte gar nicht, das es tatsächlich so viele Patentverwertungsstellen gibt.
Ich werde mich mal umhorchen.
Vielen Dank Nochmal
Thomas Moos
09.12.2004, 16:15
Hallo Lars,
das mit den Erfahrungen ist natürlich dir gegenüber als Person
nicht negativ gemeint, sondern nur gegenüber deiner Hoffnung,
realtiv zur Realität. Egal was Du machst, oder denkst, die Probleme
in diesem Bereich von denen ich berichte sind für alle betroffenen Einzelerfinder die gleichen... leider. Ich denke mal mit schon über
100 Personen dies bezüglich in den letzten 15 Jahre diskutiert zu haben, und die Erfahrungswerte und Resultate haben sich in all
der Zeit nicht verändert.
> Ich wußte gar nicht, das es tatsächlich so viele
> Patentverwertungsstellen gibt.
Die Meisten sind wie bereits erwähnt auch staatlich gut
subventioniert. Einzelkämpfer wie ich bekommen vom Staat
leider dies bezüglich keine Unterstützung :anbet: Aber
das ist ja leider normal, und so lange die meisten noch einen
Job haben und zufrieden sind, wird sich daran auch nichts
ändern. Übrigens bekommst Du die Liste einiger Erfinder-
beratungen und Patentverwertungen auch vom dpma,
steht dort auch zum Download bereit. Schreibe doch einfach
mal alle an, und berichte wie es gelaufen ist :eek:
Beste Grüße, bis die Tage,
Thomas Moos
PS. Hinsichtlich deiner Mail, melde ich mich noch einmal.
Schlafmütze
07.03.2005, 14:45
möchte hier allen einen film auf ZDF empfelen -
Montag
21. März
00:00 - 01:15
Binningers Birne
Binninger war ein Bastler und Tüftler wie er im Buche steht, ein wahrer Daniel Düsentrieb. Zu seiner ewigen Glühlampe kam er über eine ganz andere Erfindung: 1976 baute er im Auftrag des Berliner Senats eine Mengenlehreuhr für den Ku'damm. Das Innenleben der ins Guiness-Buch der Rekorde aufgenommenen Uhr bestand aus hunderten von Glühlampen, die nur ein Handicap hatten: sie gingen ständig kaputt. "Ku'damm-Uhr kann eine Menge, nur nicht laufen", titelte damals die "BZ". Statt nun jeden Monat aufs neue die Glühbirnen auszutauschen, suchte Binninger nach einer anderen Lösung und hatte nach mehreren Versuchen die Idee zu einer Glühbirne, die 150000 Stunden brennt. Es dauerte nicht lange bis er merkte, was er erfunden hatte. Wieviele Glühlampen auf Strassen, Plätzen, Bahnhöfen und Flughäfen mussten ständig ausgetauscht werden! Binninger beschloss, seine Erfindung patentieren zu lassen und eine Produktionsstätte für seine Glühlampe zu finden. Doch schon bei seinem ersten Gang auf das Patentamt stiess er auf eine Mauer aus Bürokratie und Rechtsstreitigkeiten zwischen den grossen Konzernen. Und die Schwierigkeiten sollten nicht abreissen. Nachdem Binninger 1984 endlich sein Patent anmelden konnte, sollten noch Jahre vergehen, bis er überraschenderweise in der Nachwendezeit den Zuschlag der Treuhand bekam, um seine langlebige Glühbirne in den maroden Narva-Werken zu produzieren. Bevor er jedoch damit beginnen konnte, stürzte er mit seinem kleinen Flugzeug ab.
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0,1872,2008837,00.html
"Binningers Birne"
(Montag, 04. Aug. 2002)+ 21.3.2005
Es gibt wahre Geschichten, die so unwahrscheinlich sind, dass man sie kaum glauben kann. Das Leben des Dieter Binninger ist so eine Geschichte. Er erfand er eine ewig leuchtende Glühbirne und starb nach langem Kampf um deren breite Herstellung unter ungeklärten Umständen.
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/26/0,1872,2008858,00.html
mütze
darin werden viele Fragen beantwortet woran Erfinder auch scheitern können
Kurze, teils sarkastische, Meinungen von mir
Scheitern wegen Erfinder selbst:
Meiner bescheidenen Meinung nach scheitern sehr viele Erfinder daran das große Firmen kaum externe Innovationen annehmen. Mag es sein das die meisten Erfinder Privatpersonen sind die keine Firma haben und die Firmen zumindest die Ausgaben in diesem Bereich steuerlich absetzen können da der klassische Erfinder eben keine Rechnungen mit Steuerabzug ausstellen darf oder einfach nur aus Prestigeverlust weil es nicht angehen kann das die internen Spezialisten nicht selber, auf Umwegen, ein Problem lösen können.
Bei einigen stimmt vielleicht auch die Einstellung nicht um erfolgreich zu sein. Einige benehmen sich wie Filmdivas und denken als Erfinder kann man sich eine gewisse Arroganz und extravagante Art erlauben die einem verziehen wird weil man ja was hat was andere wollen, völlig falsch!
Einige sind auch zu ungeduldig, es muss alles ruck zuck gehen, geht es anders verlieren sie die Lust an der Verwertung und vergessen so ganz nebenbei die Jahresgebühren zu zahlen, Pech gehabt, wäre wohl sowieso nichts aus der Idee geworden! Ungeduld ist eine, Hartnäckigkeit eine andere Form des Business.
Scheitern des Geldes wegen:
Natürlich scheitern auch sehr viele am lieben Geld, entweder es ist garkeines da oder viel zu wenig und so wird entweder die Erfindung in der Schublade belassen oder eben, ohne genauere Kenntnis zu haben selber angemeldet, mit allen Fehlern und gravierenden Konsequenzen. Da verliert man dann schon mal die Lust am erfinden wenn dann ein anderer kommt und ein gut formuliertes Patent einreicht welches das eigene irgendwie aushebelt und findet alles, sagen wir mal, fäkalisch angehaucht :ciao:
Scheitern durch den Staat selbst und...:
Natürlich soll der Erfinder wenn er Kasse macht einen Großteil der Einnahmen an den Staat abgeben, selber tun will der Staat dafür aber recht wenig, wieso auch, gibt ja das Steuergesetz. Und natürlich gibt es etliche Institutionen die einem bei der Verwertung helfen, man gibt bis zu 60% der Einnahmen ab, zahlt vom Rest noch die Steuern, geht essen (Pommes und Curry Wurst, aber ohne Ketchup und Majo denn dafür reicht es dann wohl nicht mehr) und ist wieder Pleite aber was solls, bin schließlich Erfinder und mach was neues ;)
Scheitern wegen sonstiges:
Viele meinen eine Idee zu haben reicht vollkommen aus, das ist ein gravierender Irrglaube! Die Idee zu haben ist so ziemlich der kleinste Teil einer erfolgreichen Verwertung einer Innovation. Das alles verständlich auf Papier zu bringen fällt vielen schwer, manchmal mir auch wenn es einfach zu komplex ist und selber fast schon den Überblick verliert. Selbst wenn alles geschrieben und die Anmeldung erfolgreich und korrekt eingereicht wurde, kommt nun die schwierigste Herausforderung: Potenzielle Investoren und Partner finden die einem weiterbringen können und helfen das Endprodukt erfolgreich auf den Markt zu etablieren :anbet:
Eigene Erfahrungen:
Einige denken wenn ich eine Idee habe die, subjektiv, toll ist kommen die schon alle zu mir, völliger quatsch! Bis ich zum Beispiel mein erstes Gespräch hatte, habe ich mindestens 70-100 Mails geschrieben und beantwortet, Anfragen in sehr vielen Foren gestellt und monatelang am Hardpaper des Konzeptes geschrieben, Studium der einschlägigen Gesetze, summa summarum etwa 24 Monate also von der Idee bis zur Anmeldung und das erste Gespräch mit einem Marktführer.
Auch ich hatte mit fast allen erdenklich Problemen zu kämpfen mit denen man sich rumschlagen muss:
Kaum Geld für einen Anwalt
Kaum Ahnung von der Gesetzeslage wenn es um Erfindungen geht (ArbNErfG, PatG)
Kaum Ahnung wie ich ein Patent wasserdicht anmelde und, ganz wichtig, formuliere
Kaum Beziehungen zu Firmen die das Konzept interessieren würde
Kaum Beziehungen zu Investoren
Nun, ich habe die Gesetze studiert, über einen Patentanwalt angemeldet, Investoren gefunden und mein erstes Gespräch gehabt, ich hoffe erfolgreich, und weitere werden folgen. Ihr seht also es ist ein langer steiniger Weg bis sich der Erfolg einstellt :D :engel:
Heinrich Dreier
21.08.2005, 15:20
Hallo in die Runde
Es gibt sehr verschiedenen Gründe, warum Erfinder scheitern. Ganz sicher ist ein Grund, das Erfinder ganz anders denken, als Vertriebsleute. Wobei eigendlich beide Gruppen sehr gut miteinander und voneinander profitieren könnten, wenn man es nur wollte.Ich selbst bin erst "Vertriebsmensch" und dann wurde ich Erfinder, weil man mich für "Bekloppt" hält, denn ich behaupte, das man die Energiekosten um über 90% senken kann. Dazu gehört, das ich nun einen Physiker getroffen habe, und wir wollen nun einen Prototypen eines Wassermotores bauen.Weiterhin ist es möglich, Strom zu erzeugen, ohne bewegte Teile. Allein diese zwei verschiedenen Inovationen werden schon mal sehr viel Bewegung bringen, und auch reichlich Geld, um dann weitere Projekte zu förden und umzusetzen. Doch für eine Idee gibt es fast kein Geld, also muß erst mal ein Prototyp her, denn die Geldgeber möchten gerne was sehen und wie ein kleinen Kind, auch anfassen können.
Ich habe aber auch schon Erfinder getroffen, die sind daran gescheitert, weil Sie einfach zu gierig waren. Die Ideen und Entwicklungen eines Erfinders sind doch nicht mehr wert, als die Arbeitskraft einens guten Vertriebsmenschen. Wenn wir alle mal lernen, uns gar nicht so wichtig zu nehmen, sondern begreifen, das Alle miteinander und jeder auf seinen Platz , erst den optimalen Erfolg erlangen, dann würde schon vieles einfacher werden.
Reich sein, um sich 20 Ferrary in seine Garage zu stellen, ist für mich auch kein Ziel, aber reich werden, um neue Konzepte und Firmen aufzubauen, das ist ein Ziel, denn in jeder Firma werden Arbeitspläze geschaffen, für Menschen, die lernen und arbeiten möchten.
Menschen machen Fehler, und darum ist es auch wichtig, den Menschen zu zeigen, wie man aus seinen Fehlern das Positive lernen kann.
Grüße
Heinrich
Roland Dollansky
29.11.2005, 23:21
Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern. (Henry Ford)
Hallo Thomas,
möcht mich erstmal bedanken für das Aufziehen und Betreuen des Forums hier.
Ich weiss was das Zeit, Geld und Nerven kostet. Gut gemacht!
Den Spruch von Ol' Henry hab ich vor ca. 20 Jahren schon gehört, der hat mich damals schon ziemlich zum Nachdenken gebracht. Ein Ableitung davon:
Erfolg hängt ab
- zu 90% von der Ausdauer
- zu 10% von Talenten oder Ideen und sonstigen "Gaben"
- zu 1% von Glück
Das 1% Glück hat irgendwann jeder, mal früher mal später.
Die 10% Begabung (bei Erfindern eben Ideen) sind natürlich nötig,
sind meiner Meinung aber auch nicht aussergewöhnlich viel.
(die Talente die man wünscht sind nicht immer die, die man hat ..)
Nur 90% Ausdauer aufzubringen ist den wenigsten, nämlich den
Erfolgreichen gegeben. Schaut euch an, wen ihr wollt:
Wer erfolgreich ist, hat daran jahre- oder jahrzehntelang hart gearbeitet
(Gegenbeispiele?)
Leider gehöre ich auch zu den Bequemen und Faulen, die am liebsten
das machen, was richtig Spaß macht.
Drum bin ich realistisch, und halte mich an die nächste Weissheit:
Der Weg ist das Ziel.
Soll heißen: die Arbeit, das Erfinden selbst muss mir Spaß machen,
dann hab ich mein Ziel schon erreicht; dann kann ich gar nicht scheitern.
Und um das Buch der Plattheiten zu vollenden:
Wer Erwartungen hegt, kann nur enttäuscht werden.
Denn was kommt schon so wie man es sich ausdenkt?
Viel Kraft und Spaß für eure Ziele wünscht euch
Roland
Gabriele Lässer
13.12.2005, 16:42
Bei uns fehlte es an Geld - oder war es der Mangel an Kenntnis von Methoden, es zu beschaffen?
Nach fast sechs Jahren intensiver Forschung gelang uns ein Durchbruch, der von der KI-Forschung noch gar nicht erwartet wird. Was wir haben ist die Basis für starke künstliche Intelligenz. Die Umsetzung einer Grundlagentechnologie in marktwirksame Produkte können wir alleine aber nicht bestreiten. Eine derartige Technologie muss mit mehr Aktionspotential aufgezogen werden um in absehbarer Zeit breitbandige Marktwirksamkeit zu erlangen.
Mehrfach haben wir angefragt, wie die Chancen stehen, in ein Förderprogramm aufgenommen zu werden. Dass wir über kein Reisebudget verfügten, war eine Einschränkung. Persönliche Kontakte hätten uns weiter gebracht, als fast ausschließlich auf das Internet angewiesen zu sein. Dafür schrieb ich umso mehr. Unsere letzte Offensive zielte auf ein regionales wissenschaftliches Förderprogramm ab. Beim entscheidenden Gespräch kam es zu einem unerfreulichen Missverständnis mit dem Entscheidungsträger, so dass wir zu keinem Ergebnis gelangten.
Vor privaten Investoren haben wir eine gewisse Scheu. Das wäre wohl eine realistische Chance, aber wie kann ich jemanden für die Zubereitung der Speise gewinnen, ohne dass ich ihm das Rezept aushändigen muss? Wir können uns kein Patent mit den erforderlichen Recherchen leisten (sofern wir das überhaupt bekommen würden, diesbezügliche Antworten fielen unterschiedlich aus). Offizielle Institutionen wie beispielsweise der Austrian Wirtschaftsservice, der vielversprechende Patente vorfinanziert, reagierten nicht auf Anfragen. Es gibt investitionswillige Interessenten - doch was sage ich denen: Finanziert uns erst das Patent, und dann erfahrt Ihr, was Ihr kriegt? - Und wenn das Patent abgelehnt wird, was dann? In dieser Schleife hängen wir nun seit mehreren Monaten fest. Ich habe auch viel zu großen Respekt vor fremdem Kapital, so dass mir hierbei schon das geringste Risiko einen Kloß im Hals verursacht.
Ein Darlehen würde uns Luft verschaffen und neue Optionen eröffnen, ist für uns aber unerreichbar, weil Forschungen und vergebliche Bemühungen fast unsere gesamte Zeit beansprucht haben, so dass keine nennenswerten Umsätze zu verzeichnen sind. Das Potential, das sich erst in entsprechenden Anwendungen demonstrieren lässt, können wir nicht zeigen, um beispielsweise eine Bank zu überzeugen. Erschwerend kommt hinzu, dass eine derartige Entwicklung aus anderen Ecken erwartet wird, nicht von namenlosen Freiberuflern.
Selbst wenn es Wege gibt, wie kleine Erfinder ihre Entwicklung finanzieren und vermarkten können, so dass sie selbst auch etwas davon haben, ist so manches Erfinder- bzw. Entwicklerleben davon abhängig, überhaupt von geeigneten Ansprechpartnern zur Kenntnis genommen(!) zu werden und ein Hürdenlauf, den ich nun nach zweieinhalb Jahren nicht länger hinnehmen will. In der ganzen Zeit auf sich gestellt zu sein, hatte jedoch eine eigene Qualität. Wir bewahrten unsere Unabhängigkeit und machten unbeirrt weiter. Nachdem wir unser Forschungsziel auch unter den widrigen Umständen erreichen konnten, reifte in uns der befreiende Entschluss, unsere Erkenntnisse, die weit über die Technologie hinausgehen, aufzuschreiben und zu veröffentlichen. Vielleicht ist das schlicht und einfach der Weg, der uns entspricht.
Für den Forscher ist Geld verdienen nicht das Wesentliche (sondern die logische Konsequenz geschaffenen Nutzwerts), für Investoren dreht sich alles darum. Von der Erfindung verstehen sie ja nichts, daher müssen sie sich an einer Datenform orientieren, die ihnen die geeigneten Schüsselreize liefert, mit denen sie die Erfindung bewerten können. Erfolg wird in Geld bemessen, und nicht am Ergebnis der Forschungen oder gar dem Nutzen für die Menschheit. Das bedeutet auch, dass jemand, der in Erkenntnis statt Verdienst investiert, trotz bahnbrechender Ergebnisse in den Augen der Wirtschaftsexperten nicht als erfolgreich gewertet werden kann. Kennzahlen sind ihre Welt, nicht wissenschaftliche Erkenntnis. Schlussendlich zwang uns diese Diskrepanz zu unserer neuen Strategie.
Freundlicher Gruß
Gabriele Lässer
Hartmut Cronenberg
14.02.2006, 12:23
Ihr Beitrag vom
13.12.2005, 16:42
...Die Umsetzung... können wir alleine aber nicht bestreiten...
...Vor privaten Investoren haben wir eine gewisse Scheu....
....Offizielle Institutionen ... reagierten nicht auf Anfragen...
...und ein Hürdenlauf, den ich nun nach zweieinhalb Jahren nicht länger hinnehmen will...
...unsere Erkenntnisse, die weit über die Technologie hinausgehen, aufzuschreiben und zu veröffentlichen...
x<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Ja, Frau Lässer, da gibt es viele Gleichgesinnte! Seit 1998 rackere ich mich für "die Menschheit" ab und ernte wenig Dank...
Doch nun gibt´s das Internet. Ich denke, "wie mann/frau in den Wald ruft, so schallt es zurück"... Ich sehe das Medium als beste Chance, mit Menschen in Kontakt zu kommen (vielleicht sogar mit Ihnen; smile). Also schreibe ich und bekomme sogar (staune!) Antworten. Mein Gedanke: ich kann nicht alles alleine machen! Viele Erfinder versagen schon hier, da sie als Einzelkämpfer auftreten.
Ich habe keine Angst vor Investoren; die brauche ich und die meißten wollen ihr Geld weiter vermehren (Rendite usw.). Wer deren Geld dann aber für eigenen "Wohlstand" abzweigt... Respekt und Vertrauen gehören zusammen; leider treffe ich auf Viele, die das anders sehen...
Jeder Erfinder muß wissen, daß er sich zum Hürdenläufer macht; es ist ein Teil von unserer Kultur!
Aufschreiben und veröffentlichen finde ich gut! Es ist immer möglich, den Grundgedanken seiner Erfindung so zu umschreiben, daß niemand das Tatsächliche aus dem eigenen Kopf erforschen kann (es sei denn mit Folter...). Insofern kann ich jedem Erfinder wünschen, daß er/sie einen geschickten Schreiber findet...
Letzlich, denke ich, sind Sie so vorwärts gekommen: man rede nicht über das Hindernde, sondern über das Machbare! Wahrlich komplex, doch es funktioniert!
Bei welchem Stand sind Sie, Frau Lässer, inzwischen angekommen? Haben Sie (wieder) etwas Freude an Ihrem Tun?
sensortimecom
14.02.2006, 14:54
Frau Lässer schrieb:
...Die Umsetzung... können wir alleine aber nicht bestreiten...
...Vor privaten Investoren haben wir eine gewisse Scheu....
....Offizielle Institutionen ... reagierten nicht auf Anfragen...
...und ein Hürdenlauf, den ich nun nach zweieinhalb Jahren nicht länger hinnehmen will...
...unsere Erkenntnisse, die weit über die Technologie hinausgehen, aufzuschreiben und zu veröffentlichen...
x<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Sehr geehrte Fr.Lässer,
ich kenne ihr Problem mit österreichischen Technologie-Behörden, Agenturen und Fonds bis zum Erbrechen und habe über mein Schicksal eine Autobiografie verfasst, die ich nach Drohungen wieder aus dem Netz entfernt habe. (Wenn Sie es lesen wollen, stelle ich sie kurzfristig rein).
Ich selber bin Inhaber von fünf core-Patenten, ohne die "echte" KI nicht machbar ist, darunter auch 2 US-Patente.
Das Patentwesen ist in seiner Gesamtheit völlig pervertiert, es schützt im besten Fall Großkonzerne, die sich hunderte Anmeldungen und beste Anwälte leisten können.
Wenn Sie mit einem guten Patent, in dem Sie selber als Erfinder genannt sind, zu einem österr. Fonds bzw. zu einer Agentur für Einzelerfinder kommen, kriegen sie kein Geld, weil sie die "österreichische Forschung gefährden". (Sie hätten noch vor Patentveröffentlichung alle Rechte abtreten müssen;-)
Wenn Sie mit einem schlechten Patent kommen, kriegen Sie auch kein Geld. Dann wird Ihnen gesagt: "Ihr Patent bietet keinen ausreichenden Schutz. Tut uns leid".
Wenn Sie aber KEIN Patent vorweisen können, kriegen Sie auch kein Geld. Dann heißt es: "Melden Sie zuerst mal die Erfindung zum Patent an. Dann sehen wir weiter." Wenn Sie sich ihre Patentanmeldung finanzieren lassen möchten, wird automatisch von Ihnen erwartet, dass sie die Rechte abtreten, bevor es noch zu einer Veröffentlichung kommt. Wenn Sie kein Geld für die Finanzierung einer Patentanmeldung bekommen (wie Sie sagen) dann bedeutet das, dass man schon ev. entgegenstehende Patente recherchiert hat und zu negativen Ergebnissen gekommen ist.
Die beste Chance, in Österreich zu öffentlichen Fördergeldern zu kommen, haben Sie als KMU mit etlichen fixen Angestellten. Sie schicken Ihre Angestellten zu den Fonds und zu den "Sozialpartnern" etc., und lassen denen ausrichten wie wichtig Ihre Erfindung zur Erhaltung der Arbeitsplätze (und zur Schaffung weiterer..) wäre. So läuft der Hase...
Das generelle Hauptproblem unserer Gesellschaft ist die zunehmende Erschöpfung der Patentierbarkeit und Monopolisierbarkeit in vielen Bereichen. Z. B. sind sog. "SW-Patente" oder "Patente auf computerimplementierbare Konzepte" keine Lösung, sondern resultieren aus Verzweiflung. Die grosse Zeit der Erfindungen ist vorbei. Wir bewegen uns von der "Innovationsgesellschaft" weg in eine Ära der "Anwendergesellschaft". Und das muss erst verkraftet und gemeistert werden.
Lesen Sie mehr darüber auf meiner Page www.sensortime.com
mit vielen Grüßen
Erich B.
OLMHC Society GlobalHealth
18.02.2006, 20:38
Einen schönen Abend Herr Erich Bieramperl,
Wir freuen uns natürlich sehr, nachdem wahrscheinlich unsere E-Mail "Trabant" an Sie irgendwo im Space verloren ging, dass wir auch auf diesem Wege von Ihnen höhren!
Also ein angenehmes Wochenende wünschend verbleiben wir des Weiteren im Forum in gutem Kontakt :)
OLMHC Society GlobalHealth
15.03.2006, 01:21
:winke: Hallo Gäste und Erfinder,
seit einigen Jahrzehnten setze und betätige ich mein Wissen und Können in den Bereichen Ideen, Erfindungen, Entwicklungen, Forschungen, ProdukteAufwertungen sowie ProduktionsOptimierungen ein.
Hierbei musste ich in schleierhafter :nixweiss: Art und Weise immer wieder feststellen, erfahren und erleben, dass die grössten Hindernisse in den eigenen Metiers sowie Reihen sich tarnen, verbergen.
Auf der Info-Pirsch durchs www. findet man da und dort Sympatien und ist dann fest entschlossen, mögliche Kontakte zu knüpfen. Herrje, schon weit gefehlt – Mann(Frau) will mit Der- oder/und :spinner: Andersartigem... doch gar nichts zu tun haben ...?!
Weder ein „Nein Danke“, noch sonst ein Zeichen kommt zurück! Henry Ford hat hierzu ein sehr positives Zitat seiner NachWelt hinterlassen: „Prüfe jedes Angebot, denn es könnte die Chance Deines Lebens sein„ :banana_1:
Genau solches Nichts-Tun prägte schon immer die menschliche Geschichte und vermochte dadurch gravierend die Dinge meist negativ zu beeinflussen ...! Die Historie der Zeit zeugt mächtig von Solchem oder/und Anderem ... Derartiges Verhalten schadet alleine nur dem Ruf der Erfinder-Gilde! Motto: Zusammenhalt macht stark!
Oder sind es Ängste (Verlust, Veränderung, Erfolg, ...), Missgunst (Neid, Eifersucht, Unvermögen...), Eifer, VertrauensMangel, ... was noch überwiegt? Wer glaubt oder/und kann denn wirklich Alles alleine vollbringen?
Um wirklichen Erfolg :jump: zu verbuchen, ist vorab jetzt, in einer bewegenden Zeit wie gegenwärtig, fusionieren angesagt. Das heisst, ein Jeder bringt seine Stärken in die jeweilig anstehende Entwicklung mit ein.
Dass damit Verbundenheiten abzuklären, zu vereinbaren und zu verankern sind, steht natürlich ausser Zweifel. Auch, wer „was oder/und wieviel“ sind Fakten, die am Wirkungsvollsten notariell :teach: oder/und in den FirmenGründungsDokumenten verankert werden müssen!
Kommt es zu keinem Erfolg, liegt es auf der Hand, dass gegenseitige Forderungen auszubleiben haben und ein jeder Beteiligter über seine Einbringung selbst verfügen darf, ausser es wurde anderweitig geregelt.
So gibt es ja immer wieder Neues auszureizen, zu entwickeln, zu erforschen ..., woraus immer wieder neue patentierungswürdige Errungenschaften entstehen können/werden.
Veränderte Methoden der Energieumwandlung - (http://www.erfinder-entdecker.de/kirchhoff.html)
Fortsetzung folgt ...
-gerhard muthenthaler
31.05.2006, 18:05
hallo alle zusammen,
ich werde mich vermutlich nicht allzu bliebt machen mit diesem posting, aber damit muss ich wohl leben.
die erfinder scheitern zu 90% an sich selbst.
nach über 1000 beratungsgesprächen mit erfindern fasse ich die top ten mit typischen sätzen aus dem erfindermund zusammen. die reihenfolge ist nicht gewichtet:
wirtschaftliche ahnungslosigkeit: "meine idee kann jeder brauchen. wenn ich nur 1% lizenzgebühr pro stück bekomme sind das mindestens 1.000,000" (bei den summen die ich hier schon gehört habe gibt es kaum eine obergrenze. von marktanteil, kosten, vertrieb, werbung haben viele erfinder noch nichts gehört.
arroganz: "wenn das unternehmen den lizenzvertrag nicht so unterschreibt (oft mit irren forderungen) dann habe sie ein pech gehabt" (dieser satz wird seltener bei älteren erfindern)
technisches halbwissen/unwissen: "die dummköpfe von der technischen uni wollen mir kein gutachten geben, weil sie zu dumm sind meine idee zu kapieren" (diese fein ausgearbeitete idee besteht dann oft aus einem hadschriftlichen blatt papier)
soziale ahnungslosigkeit: ich habe briefe an große unternehmen wie daimler, bosch oder siemens gesehen, wo ein lizenzangebot mit beschimpfungen und tiraden gegen den ist-zustandes eingeleitet wurde. und zwar nicht nur einige.
ich werde hier jetzt nicht wirklich 10 punkte auflisten, aber ich denke man versteht worauf ich hinaus will. wenn man etwas will, muss man was dafür tun. nur eine idee zu haben ist etwas zu wenig um reich und berühmt zu werden. wenn man sich die realität ansieht, war es noch nie so einfach eine idee zu verwirklichen und damit geld zu verdienen wie heute.
wenn man nicht gerade eigenhändig und alleine die energie der welt von öl auf sonne umstellen will, oder eine million vorauszahlung will, weil man hatte ja schließlich eine idee, dann hat man gute chancen erfolg zu haben.
natürlich eignet sich nicht jede idee zur privaten umsetzung. dann sollte man aber auch nicht sein ganzes vermögen in internationale patente investieren.
wenn in der priorität absolut keine fortschritte gemacht werden, sollte man es besser bleiben lassen. oder man hat einfach sehr viel zeit und geld, dann wird es aber leicht ein teures hobby.
der staat kann sicher mehr für erfinder tun, aber wie herr moos zu beginn geschrieben hat, machen viele erfinder (1 von 45.000!!! besuchern wenn ich richtig las) nicht mal von kostenlosen möglichkeiten gebrauch sich zu präsentieren. auch gibt es gerade durch das internet unzählige günstige möglichkeiten an interessenten heranzutreten. das problem, dass der staat mitverdient, wenn die millionen kommen, sollte nicht die größte sorge sein.
so, das waren jetzt die 90% der erfinder die es nicht schaffen.
die restlichen 10% haben eine idee, arbeiten sie so aus, dass sie von einem dritten verstanden werden kann, lassen sich von einem patenatanwalt beraten, haben wirtschaftliche ahnung, oder kaufen diese zu, verlangen eine faire abgeltung ihrer idee durch den lizenznehmer und freuen sich am ende über 100.000 euro bei einem einsatz von 5000 und einem halben jahr arbeit.
man kann sich meist aussuchen ob man zu den 90% oder zu den 10% gehören möchte. ich höre übrigens bei 100% der erfinder gerne kostenlos zu und gebe meinen senf zur idee ab, weil man nie weiß, wer jetzt zu den 10% gehört.
natürlich gibt es auch noch etliche externe faktoren an denen man scheitern kann. die frage ist jedoch auch dort, ob man die windmühlen als solche erkennt und seiner rosinante die sporen in eine andere richtung gibt, oder für immer dagegen ankämpft.
schöne grüße (zur abwechslung nicht aus berlin sondern aus dem verregneten österreich)
gerhard
Thomas Moos
01.06.2006, 00:01
Hallo Gerhard,
deine Beliebtheit dürfte nur bei denen sinken,
die in der Regel ohnehin nur lesen und nicht
schreiben, daher dürfte es keine Fluten von
schriftlichen Empörungen geben :D
Ich für meinen Teil stimme Deinen Aussagen
zu, schade das es so ist:( Auf der anderen
Seite wird sich jedoch selbst durch eine
solche Erkenntnis nichts ändern... und das
ist leider noch trauriger:denkt: Aber wir sind
halt alle nur Menschen...
In diesem Sinne lasst uns das letzte Fünkchen
Hoffnung nutzen.
Mit freundlichen Grüßen aus dem ebenfalls
recht feuchten Taunus,
Thomas Moos
-gerhard muthenthaler
01.06.2006, 21:14
Hallo Gerhard,
In diesem Sinne lasst uns das letzte Fünkchen
Hoffnung nutzen.
Mit freundlichen Grüßen aus dem ebenfalls
recht feuchten Taunus,
Thomas Moos
hallo thomas,
Ich hoffe ich habe nicht allzu große hoffnungslosigkeit ausgestrahlt. das wäre falsch, gerade wir beide wissen, dass wir zwar oft unbedankt, aber nie ohne hoffnung die fahne des erfindertums hochhalten.
schöne grüße (und ja es regenet noch immer :-))
gerhard
Roswitha
11.06.2006, 12:47
Also hierzu möchte ich mich auch einmal äußern:
Ich habe gerade ein Patent angemeldet. Kosten insgesamt von der Idee bis zu den Anmeldegebühren: knapp 2.000 Euro! Also ohne finanzielle Unterstützung von Freunden hätte ich von einer Patentanmeldung abgesehen. Da ich das Geld momentan nicht dazu hatte.
Auch ist es meine erste Erfindung und ich hatte tatsächlich keine Ahnung, was ich als erstes tun soll.
Ich habe mich dann im Internet umgesehen und eine Beraterfirma (www.genima.de) an Land gezogen, welche mir die Patentschrift und die Zeichnungen erstellt hat.
Außerdem habe ich mich noch bei der Firma Merkur-Startup (www.merkur-startup.de/) erkundigt und in Erfahrung bringen können, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, um Zuschüsse zu den anfallenden Kosten zu erhalten. Allerdings kann sich von der Antragstellung bis zur Auszahlung ein Zeitraum von 2 Jahren ergeben. Aber die Bürokratie in Deutschland kennen wir ja.
Ich bin nun so verblieben, dass ich mein Patent nun selbst angemeldet habe (Aktenzeichen hab ich schon) und nun ......... ja, nun stehe ich da, und weiß nicht wohin damit!
Vielleicht weiß jemand von Euch, was nun zu tun ist? Also nochmehr Geld ausgeben, das kann ich vergessen. Man bot mir zwar an, für 1000 Euro einen Prototypen zu erstellen:
Hier der Text von dem Mail von gestern:
Sehr geehrte .....
Ihre Anmeldung ist also formal durchgegangen. Sie können jetzt mit möglichen Herstellern oder Lizenznehmern verhandeln, ohne dass die behaupten könnten, sie hätten die Idee schon vorher gehabt.
Für einen Verkauf oder Lizensierung der Idee würde wohl ein erteiltes Patent gefordert, wenn Sie selbst produzieren und vertreiben wollen, brauchen Sie das eigentlich erst, wenn Sie jemanden abmahnen oder verklagen wollen.
Wir haben einen engagierten Hersteller solcher Dinge in Tunesien an der Hand, der für vergleichsweise geringe Kosten auch Muster entwickelt und konkurrenzfähige Herstellpreise bietet. Die Kosten für ein Muster schätze ich auf knapp € 1000.-, die Herstellkosten auf etwa € 25.- ab 1000 Stk.
mit freundlichen Grüßen
So, also das ist mir zu teuer.
Aber diesen Satz verstehe ich nicht so ganz:
Für einen Verkauf oder Lizensierung der Idee würde wohl ein erteiltes Patent gefordert
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen?
Wäre nett
dankeschön
Roswitha
Hans Wiedemann
12.06.2006, 01:56
Hallo Roswitha,
> Für einen Verkauf oder Lizensierung der Idee würde wohl ein erteiltes Patent gefordert
Mit der Anmeldung ist ja lediglich der Zeitpunkt registriert, zu dem die Erfindung angemeldet wurde. Das heißt noch lange nicht, dass das Patent auch erteilt wird. Irgendjemand könnte ja die Idee schon vor Dir verkauft oder veröffentlicht oder zum Patent angemeldet haben. Dann wäre die Idee nicht mehr neu und könnte nicht mehr geschützt werden. Alles was irgendwann mal jemand (egal in welchem Land) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat, das zählt zum Stand der Technik. Und deine Erfindung muss einen deutlichen Fortschritt gegenüber dem Stand der Technik darstellen, sonst wird sie nicht patentiert. Stichworte "Neuheit" und "Erfindungshöhe".
Ein Verwerter für das Patent muss natürlich auf einem erteilten Patent bestehen, sonst hat er keine Sicherheit, für sein Geld auch tatsächlich ein Monopol zu erhalten. Selbst wenn das Patent erteilt worden ist, kann es jederzeit angefochten werden, wenn sich herausstellt, dass die Idee eben doch nicht neu war. Da reicht es im Prinzip, wenn das Produkt in einem Museum am anderen Ende der Welt besichtigt werden kann. Dann zählt es bereits zum Stand der Technik und das Patent ist nichtig. Es gibt sogar Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, so etwas aufzuspüren.
Hast Du denn selbst mal recherchiert, wie neu Deine Idee ist? Im DEPATISnet (http://depatisnet.dpma.de/) geht das recht einfach. Das ist zwar noch lange keine vollständige Recherche, aber man kriegt ein Bild, was es schon gibt. Ich würde mich da nicht ausschließlich auf Firmen verlassen, sondern auch selbst aktiv werden.
Du könntest jetzt mal die Idee im Internet präsentieren und z.B. hier im Forum in der entsprechenden Abteilung bekannt machen. Wegschnappen kann sie Dir jetzt ja keiner mehr.
Hier ist noch ein recht aufschlussreicher Einführungstext (http://www.erfinder-wiki.de/wiki/pmwiki.php?n=Infos.ErfindenUndVermarkten) von einem erfahrenen Erfinder, vielleicht hilft Dir das weiter.
Hallo Roswitha,
ich schlage vor wegen Ihren Fragen, der Übersichthalber, ein neues Thema aufzumachen da dies doch mit dem eigentlichen Thema hier nicht viel zu tun hat und offtopic ist. Das Forum „Vermarktung, Vertrieb und Lizenzierung“ ist eher besser für geeignet und sollten Sie das bis 10:00 – 10:30 Uhr hinbekommen schreibe ich dazu auch noch etwas wichtiges.
Hans Wiedemann
14.06.2006, 13:55
Nochmal zum Thema dieses Threads:
Ich denke, das Hauptproblem - neben den Finanzen - sind mangelnde Kenntnisse.
Ein Unternehmer hat eine Idee, konstruiert einen Prototypen, meldet ein Schutzrecht an, entwickelt die Erfindung bis zur Serienreife, baut eine Produktion und einen Vertrieb auf. Er ist mit diesem Geschäft vertraut, kennt seine Mitarbeiter, seine Maschinen, seine Vertriebsleute und vor allem seine Kunden.
Der Erfinder jedoch hört nach dem Schutzrecht auf. Er begnügt sich damit, eine Idee zu haben und meint nun, diese sei eine Menge Geld wert. Das Wissen und die Erfahrung eines Unternehmers sind ihm nicht zugänglich. Es fehlt der Informationsfluss von den nachfolgenden Gliedern dieser Kette zurück zum Erfinder. Der Erfinder hat keinen Kontakt zu den Endkunden, weiß nicht, wie man so ein Produkt verkauft, er hat keine Vorstellung, was bei der Produktion an Kosten und Problemen auftreten können und oft ist die Erfindung noch nicht mal serientauglich. Ich denke, das ist der Hauptgrund, warum die Patentämter voll sind mit Erfindungen, die niemand haben will. (Natürlich ist das jetzt verallgemeinert, es gibt selbstverständlich auch Ausnahmen).
Zu dem Thema schreibe ich auch gerade an einem kleinen Artikel im Wiki (http://www.erfinder-wiki.de/wiki/pmwiki.php?n=Infos.WasIstEineIdeeWert). Würde mich sehr interessieren, ob es tatsächlich so ist oder ob ich damit falsch liege.
Ich stelle mir eine Art Partnerschaft zwischen dem Erfinder und dem Unternehmer vor. Der Erfinder liefert die Ideen, der Unternehmer sorgt dafür, dass die Ideen auch tatsächlich produzierbar und verkäuflich sind. Und erst dann, wenn aus dieser Zusammenarbeit etwas Vernünftiges entstanden ist, dann wird ein Schutzrecht angemeldet und die Erfindung geht in Produktion. Aber das sind Träume. Sowas geht nur unter langjährigen Freunden oder innerhalb der Familie.
Allerdings ist es bei erfolgreichen Erfindungen oft so, dass ein Erfinder und ein Kaufmann zusammenarbeiten (bei Artur Fischer soll es angeblich so laufen). Bei der Entwicklung des Swoppers (http://www.chairholder.de/shop/index.php?dl=ne07270e434eb10c66&dclp=72ae4137ad8ce4f6e43a362ce1730c1c) ist der Erfinder gleichzeitig Ingenieur und Kaufmann. Also braucht der Erfinder eigentlich schon beim Erfinden einen Produzenten und einen Kaufmann, die ihm helfen, seine Idee markttauglich zu machen. Nur so kann er die Erfindung "vom Ende her denken", also vom Endverbraucher ausgehend.
Gruß! Hans
Hallo,
ich knüpfe an folgendes Statement an:
soziale ahnungslosigkeit: ich habe briefe an große unternehmen wie daimler, bosch oder siemens gesehen, wo ein lizenzangebot mit beschimpfungen und tiraden gegen den ist-zustandes eingeleitet wurde. und zwar nicht nur einige.
Das ist natürlich schon ein ziemlich extremes Vorgehen weist aber auch auf ein anderes Problem hin. Dieses fängt schon bei dem ersten Kontakt mit einem Patentanwalt an und hört noch lange nicht bei einem potenziellen Lizenznehmer auf:
Das richtige Auftreten
Die eigene Präsentation
Will man erst genommen werden sollte man sich auch von Anfang an entsprechend verhalten und entsprechend gestaltetes Material (siehe weiter unten "Die produktbezogene Präsentation") aufweisen können. Wünschenswert wäre also ein zielorientiertes Corporation Design (CD). Dieses CD sollte im Idealfall auch das äußere Auftreten des Erfinders (welche Kleidung, welche Farbe, welches Muster, aus welchem Behältnis hole ich meine Unterlagen, mit welchem Auto fahre ich vor etc. etc.) umfassen und dessen Habitus miteinschließen.
Die produktbezogene Präsention
Jeder Lizenzehmer hat seine eigenen Zielkoordinaten. Diese wiederum reichen von der rein sprachlichen Gestaltung der Unterlagen, der Geschäftspapiere usw. bis zu der formalen Struktur. Mehrstufiges Vorgehen ist hier öfters von Erfolg gekrönt, das bedeutet nicht gleich den Gesprächspartner mit Informationen zuschütten sondern sich vom Allgemeinen zum Detailierten vorantasten. Die Unterlagen sollten entsprechend gestaltet werden (Typografie, Formalien etc.) Auch oder gerade professionelle Schaubilder und Workflows sind enorm hilfreich. Wenn denn ein Notebook vorhanden ist, was sehr zu empfehlen wäre, wenn es um komplexere Ideen geht, sollte dort wo es nötig ist (und das ist es fast immer) Animationen (2D und/oder 3D) effektiv eingesetzt werden usw. usw.
Die Finanzierung der Präsentation
Und so sind wir spontan wieder bei dem Hauptproblem gelandet - dem Geld.
Ein Erfinder ohne Geld (das im Normalfall ja bereits Anwaltsgebühren und Schutzrechte verschlungen haben) kann keinen Designer bezahlen, es sei denn er kann diesen davon überzeugen, dass die Idee sehr wahrscheinlich wirtschaftlich erfolgreich sein wird und er seine Vorleistung z.B. durch eine Umsatzlizenz entgolten bekommt.
Das ist noch nicht einmal ein komplett ungewöhnliches Vorgehen für einige Designer, da auch sie manchmal Produkte entwerfen und erst dann einen Lizenznehmer suchen. Ihr Honorar erhalten sie dann s.o. zumeist aus dem möglichen Umsatz. Dies ist aber nur eine mögliche Variante.
Beispiele
Ich habe hier im Forum Erfindungen gefunden die mich sofort angesprochen haben, allein schon weil sie interessant gestaltet wurden und andere hinterließen den Eindruck von Amateurhaftigkeit und wenn man denkt "oh ein Amateur" ist man auch schnell bei dem Schritt zu glauben: "Dann kann die Erfindung wohl nichts wert sein". Da muss man sich tw. ganz schön aufraffen um sich durch den Wust an Informationen an den Kern heranzuarbeiten, um zu entdecken: "Oh doch ganz gut". Noch schlimmer ist es, wenn man gar nicht erst bemerkt wird. Das sind Entscheidungen die in Sekundenbruchteilen gefällt werden.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang nur an (die Älteren werden sie noch kennen) die konkurrierenden Videosysteme VHS und Beta. Obwohl das Betasystem teilweise deutlich besser war, hat sich das VHS-System aufgrund seiner besseren Vermarktung durchgesetzt. Allein schon die Namensgebung - Beta - weist auf etwas Unvollständiges, Zweitrangiges hin.
Fazit
Eine erfolgreiche Erfindung bedeutet nicht einfach nur "eine gute Idee haben", wie hier schon mehrfach erwähnt wurde, die Leute die einem die Tür einrennen sollen, müssen nämlich erst einmal die Tür finden und sie dann auch noch freudig durchschreiten. Den ersten Eindruck kann man nicht wiederholen.
Grüße,
Frank
Wolfhart Willimczik
04.04.2007, 00:41
Nachdem hier schon alle Vorurteile gegen Erfinder aufgezählt worden sind möchte ich dies nicht weiter fortsetzen, sondern lieber einen konkreten Fall unter die Lupe nehmen, und zwar einen, den ich genau kenne – meinen eigenen. (Da jetzt die Namen der SSD-Agenten wieder nach Deutschland gekommen sind, wird dieses möglich.)
(Über die Repressalien gegen einen Erfinder in der DDR brauchen wir gar nicht erst zu reden, wo schon das Patent-Anmelden „genehmigungspflichtig“ – sprich verboten war, und die sog. „DDR-Patente“ eigentlich gar keine waren und von der ganzen Welt ignoriert wurden - und werden. So mussten mich einfach eigene Ideen und Privatinitiative direkt ins Gefängnis führen...)
Sofort, als ich aus politischer Haft in der untergegangenen „DDR“ entlassen worden war, begannen mehrere Betriebe mit Produktionsvorbereitungen meiner Erfindungen. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten Betriebe für meine Erfindungen zu begeistern. Schon die ersten Betriebe, die ich ansprach, nahmen sie. (Ich hatte sogar schon BRD-Betriebe auf der Leipziger Messe angesprochen gehabt, aber alle diese Vertreter, mit denen ich mehr als einmal gesprochen hatte, waren seltsamerweise alle tot.)
Es fiel mir aber leicht neue Kontakte zu knüpfen und fand Gehör. Alles lief gut. Es war ein Schlaraffenland für Erfinder. Es sprach sich rum und es wurden bald über 100 Betriebe, die sich für meine Erfindungen interessierten. (die Liste steht bereit.) Böse Gerüchte durch Genossen des SSD konnten dem nichts anhaben. Die Betriebe glaubten dem was sie anfassen und testen konnten. Ich bekam immer mehr Einladungen von Betrieben, die ich selbst gar nicht kontaktiert hatte...
Dann – nach etwa 2 Jahren – ließen alle plötzlich alles fallen. Mir wurde nie eine logische Begründung gegeben. An der Technik lag es jedenfalls nicht.
Was war geschehen?
Erst jetzt – anhand der Stasiakten, der Akten beim BLKA und der Staatsanwaltschaft München lässt sich alles rekonstruieren.
Der ehemalige KHK Mühlbauer (weil sein Name auch auf der Gehaltsliste des SSD steht, hat man ihn nun in die Rente versetzt.) aus München war sehr fleißig und ist zu allen Betrieben gegangen. Er begann seine Rede immer so: “Wir ermitteln gegen Willimczik wegen des Verdachts geheimdienstlicher Agententätigkeit...“
Und endete etwa so:“ ...da es sich um eine geheime Staatsschutzangelegenheit handelt sind sie zu äußerster Verschwiegenheit verpflichtet.“
Weswegen die Betriebe mir nie den wahren Grund nennen durften.
Einen Erfinder, der sich für die Arbeit eines Spions hergibt, hat es in der gesamten Menschheitsgeschichte noch nie gegeben (aber Spione, die sich für einen Erfinder interessierten.)
Trotzdem ließen die meisten Betriebe nun vor Schreck alles fallen; anderen wurde die Produktion meiner Erfindungen verboten!
Außerdem wurden sie zu Stillschweigen verpflichtet. Ich und meine Erfindungen wurden zu einer „geheimen Staatsschutzsache“ erklärt. (Das ist der Grund, warum kein Medium darüber berichten darf.)
Leute die sich dagegen wehrten wurden aus den Betrieben entfernt, wie ein technischer Direktor und Ingenieure.. Ein Betrieb, der trotzdem mit der Produktion begann, wurde ganz zerstört. Ihn gibt es nicht mehr.
Es ist also nicht so, dass Betriebe darüber entscheiden können, was sie produzieren und was nicht. Dies tun heutzutage – zumindest in diesem konkreten Fall -geheime Staatsschützer im Auftrage des SSD!
Dies sind dir konkreten und nackten Tatsachen, warum meine Erfindungen in Deutschland keinen Markt finden, was sich auch beweisen ließe, wenn man nur wollte. Alles andere wären falsche Vermutungen.
Wir hätten längst umweltfreundlichere ölfreie Verdichter und anderes.
Alle sprechen jetzt von sparsameren Glühbirnen; wir hätten längst sparsamere und leisere Pumpen für Kühlschränke, die ich für Erdgas Südbayern entwickelt hatte.
Jetzt wird es auch klar, warum z. B. mein Freikolbengenerator nicht in Deutschland, sondern in Australien gebaut wird.
Hier ist er: Welcome to FreePistonPower.com - Revolutionary Engine for Hybrid Electric Vehicles (http://www.freepistonpower.com/)
Welcome to FreePistonPower.com - Revolutionary Engine for Hybrid Electric Vehicles
Man muss heute sehr weit weg von Deutschland gehen, wenn man die Erfindungen eines deutschen Erfinders sehen und kaufen möchte.
Im übrigen war alles vorherbestimmt. Hauptmann Wagner vom SSD Potsdam hatte mir dies im Zuchthaus Cottbus angedroht gehabt – und er ist ein Mann, der sein Wort hält.
(Er hat eine Doktorarbeit über den Kampf gegen Wissenschaftler wie mir geschrieben:
"Die Bekämpfung der imperialistischen Ost- und DDR-Forschung und ihrer Einrichtungen in der BRD", Doktorarbeit an der juristischen Hochschule Potsdam von Dr. jur. Hans-Peter Wagner, geb.19.09.1940, Hauptmann des SSD (Staatssicherheitsdienst der ehemaligen "DDR") und Dr. jur. Dietrich Erwin, Major, 18.11.32, JHS, GVS MfS 160 - 50/74 I/II, magna, 31.05.74.
Er ist auch derjenige, der die vielen Morde zu verantworten hat, die in meinem Fall begangen wurden und noch begangen werden…(Er müsste längst im Gefängnis sitzen, stattdessen bezahlt man ihnen die Renten...)
(In den USA, wo eine derartige Verschwörung nicht möglich ist, hat der KGB den Unternehmer einfach ermordet, der mit mir zusammen meine Erfindungen auf den Markt bringen wollte.)
Der SSD ist Weltmeister im Morden und Lügen, was damit beginnt, dass es in gar nicht mehr gäbe – und in diesem Fall damit endet, dass der paranoide Erfinder an allem selber Schuld sei…
Da der couragierte Dokumentarfilmer Dirk Sommer sofort nach seinen Aufnahmen bei mir verstorben ist, habe ich selber Videos gemacht, die man sich jetzt hier ansehen kann.
inventor on blip.tv
inventor on blip.tv (http://inventor.blip.tv/)
Was ich nun bis heute nicht verstehe ist die Tatsache, dass bis heute – ansonsten intelligente Menschen – das Wort eines einzigen geheimen Staatsschützers über alle Gesetze der Natur stellen. Sind sie die neuen Götter? Niemand wagt es auch nur ein einziges Wort gegen solche vom Staat bezahlten Kriminellen zu sagen.
Wie gut haben es da die Kriminellen, denen muss offen gesagt werden, was man gegen sie hat – und sie können sich verteidigen – ich nicht. Ich bin ich in Deutschland meiner Menschenrechte beraubt worden und es gibt keine Organisation, die sich für die Rechte der Erfinder einsetzt.
(Mein Haus und mein letztes mögliches Patent in Deutschland hat man mir gerade auch genommen –
Deutschland hat gewonnen!)
HartmutK
14.09.2007, 15:40
Jungs - ich habe in 4 Jahren "Kampf um Selbstverständlichkeiten" - und Erfahrungsaustausch mit anderen "Erfindern" die Lösung gefunden. Wie man "den Staat" zwingen kann. Das ist nämlich nicht "der Staat", sondern immer nur bestimmte Leute. Und ich weiß, wie man die packen kann. Mit dem Staat - indem man ihnen nachweist, dass sie als Staatsangestellte (die einen Eid auf den Staat geleistet haben) auf Staatskosten massiv gegen Staatsinteressen handeln. Auf die Art habe ich schon mehr als eine Karriere beendet. Und werde noch weitere Leute unschädlich machen müssen, die mir im Wege stehen. Das schaffe ich nur nicht ganz alleine - aber wer mir hilft, hat's wieder! Und ich stehe gern im Sinne einer "Erfinder - Fusion" zur Verfügung, der Durchbruch ist uns sicher!
Große Worte - aber wer's nicht glaubt, bitte den Link in meiner Signatur anklicken. Oder mich mal anrufen: 08105 / 77 33 44 Und konkrete Fragen stellen - die Zeit ist überreif!
HartmutK
14.09.2007, 16:20
(Über die Repressalien gegen einen Erfinder in der DDR brauchen wir gar nicht erst zu reden, wo schon das Patent-Anmelden „genehmigungspflichtig“ – sprich verboten war, und die sog. „DDR-Patente“ eigentlich gar keine waren und von der ganzen Welt ignoriert wurden - und werden. So mussten mich einfach eigene Ideen und Privatinitiative direkt ins Gefängnis führen...)Erzähl' bloß nicht solche Schauermärchen - hier kommt ein gelernter Ossi! Ich kannte selber einen Erfinder persönlich, der hatte überhaupt keine Probleme, ein Patent anzumelden (und zwar für einen Kreiskolbenmotor) - das Problem war nur, dass sich in der DDR kein Produzent dafür fand, und Westkontakte hatte er nicht. Und die Stasi waren nun wirklich keine Guten, aber du willst uns doch nicht allen Ernstes weismachen, dass die im Westen bewirken konnten, dass irgendwas nicht produziert wurde. Und dass DDR - Patente international "ignoriert" wurden. ;)
Aber echt toll - alles und alle, die irgendwie deine Horrorgeschichten belegen könnten, sind tot oder zerstört - nur die Stasi lebt weiter, 17 Jahre nach ihrer Auflösung. Das kannst du einem erzählen, der die Hosen mit der Wapuza anzieht, aber keinem aufgeklärten Mitteleuropäer des 21. Jahrhunderts.
Anm.: "Wapuza" heißt "Wasserpumpenzange". Die solltest du mal an deinem Hirngespinst "Freikolbengenerator" ansetzen. ;)
Wolfhart Willimczik
30.10.2007, 17:34
....
Aber echt toll - alles und alle, die irgendwie deine Horrorgeschichten belegen könnten, sind tot oder zerstört - nur die Stasi lebt weiter,......
Anm.: "Wapuza" heißt "Wasserpumpenzange". Die solltest du mal an deinem Hirngespinst "Freikolbengenerator" ansetzen. ;)
Gegendarstellung - zur gefälligen Kenntnisnahme
Hier einige Dokumente, die meine Behauptungen belegen; (speziell für den Herrn im tiefsten Bayern mit der Wasserpumpenzangenmentalität.)
http://saturn.spaceports.com/~wolfhart/kose2.gif
Hier liest man: Am 18.6.1975 wurden meine Anträge für Patentanmeldungen in München vom Wirtschaftsrat in Potsdam, vom Genossen Kose, abgelehnt.
Hier wurde u. a. auch meine Idee eines Lineargenerators (Hubkolbenmaschine mit elektrischem Triebwerk) und mein bereits gebauter Zweitaktmotor (Kugelkolbenmotor) abgelehnt.
Dies war allerdings leicht zu umgehen, indem mein Onkel in München für mich die Patentanmeldungen tätigte.
http://saturn.spaceports.com/~wolfhart/79to83.htm
Die „DDR“ schuf Gesetze, mit denen Leute im „Ausland“ bestraft werden konnten, wenn sie gegen „DDR“ Gesetze verstießen, z. B. gegen dieses Anmeldeverbot. Durchsetzbar war natürlich nur die Todesstrafe. So wurde mein Onkel in München verstorben, nachdem er diese Anmeldung für mich getätigt hatte. Dies geschah als ich in Cottbus einsaß und es nicht einmal erfuhr.
Wer es genau wissen möchte könnte meine Trilogie „Codename Einstein“ lesen, die ich kostenlos zum Lesen ins Netzt gestellt habe.
Autobiographie, Videos auf CD und DVD (http://saturn.spaceports.com/~wolfhart/buch.htm)
Wer es kürzer haben möchte, kann sich meinen eigenen Film von 1984 ansehen, der bei inventor on blip.tv (http://www.inventor.blip.tv) auch kostenlos zu sehen ist.
Hier ist die Firma, die heute meinen Lineargenerator baut:
http://www.freepistonpower.com/Default.aspx (http://www.freepistonpower.com/)
Jeder kann sich seine eigenen Gedanken machen, warum die Erfindung eines deutschen Erfinders heute nur in Australien produziert wird.
Das „DDR – Patent“ hatte ich natürlich anstandslos bekommen, weil es keinen Wert hatte.
DDR Patent Freikolbengenerator (http://saturn.spaceports.com/~wolfhart/band1/patent.htm) (Dies war mehr unter der Bezeichnung "Stelzer Motor" bekannt geworden.)
Das deutsche Patentamt in München hatte zwar im Keller einige „DDR – Patente“, die aber niemand anfasste. (Ich merkte das an den immer noch zusammen haftenden Seiten, weil das Schneidemesser stumpf war. Ich war der erste – und wahrscheinlich Einzigste, der versuchte die Patentschriften zu öffnen.)
Beschlagnahme meiner Erfindungen durch das BLKA (http://saturn.spaceports.com/~wolfhart/54.htm)
Hier liest man wie das BLKA alle meine Patentunterlagen beim Deutschen Patentamt in München konfiszierte. (Die Prüfer hatten danach keine Akten mehr von mir.) Gleichzeitig wurden alle 100 Betriebe, die sich inzwischen für meine Erfindungen interessiert hatten, für einem gefährlichen Spion aus dem Osten gewarnt, der sich als Erfinder ausgeben wird.
http://saturn.spaceports.com/~wolfhart/138.htm
Vernehmungen der Polizei in Fürstenfeldbruck 1982 (http://saturn.spaceports.com/~wolfhart/FFB.htm)
So retteten geheime Staatsschützer hüben und drüben das ganze Land vor meinen Erfindungen.
In Deutschland sind sie nur noch in den geheimen Akten des SSD zu finden:
Meine Erfindungen beim SSD (http://saturn.spaceports.com/~wolfhart/ssd2.htm)
Wenn man genau hinschaut, kann man heute dieser Erfinderverschwörung sogar im Internet verfolgen: So ist z. B. der Artikel Kugelmotor aus der Wikipedia auf mysteriöse Weise verschwunden und der Erfinder ohne Verfahren gesperrt, aber das ist längst nicht alles, was heute von Deutschen gegen deutsche Erfindungen getan wird.
Kugelkolbenmotor - Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Kugelkolbenmotor)
Die Spanier haben meinen Motor dagegen sogar in ihr Portal gestellt:
Portal:TecnologÃ*a - Wikipedia (http://es.wikipedia.org/wiki/Portal%3ATecnolog%C3%ADa?uselang=en)
Gruß aus Florida
Wolfhart

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